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Welche Noten geben Besucher Organisatoren der Alpinen Ski-WM´s?
MCI-Besucherbefragung in St. Anton, St. Moritz und Bormio gibt Aufschluss über Sieger
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St. Anton Besuchermagnet für Freunde Die WM in St. Anton verzeichnete am meisten Besucher. Bormio/Santa
Caterina (SC) hingegen weist die wenigsten Besucher auf. Ski-WMs werden
zumeist gemeinsam mit Freunden besucht. Typischer WM-Besucher - 30 - 40 Jahre alt Während in St. Anton 52% der Besucher als Tagestouristen der WM
beiwohnten (vorwiegend aus der Schweiz), war der Anteil der Tagestouristen
in St. Moritz bzw. Bormio/SC mit 41% deutlich geringer. „Dies
ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf die besonders gute Erreichbarkeit
von St. Anton zurückzuführen“ schildert Prof. (FH) Hubert
J. Siller, Leiter der Fachhochschule Tourismus am MCI. Das stärkste
Besuchersegment - mit rund 30 Prozent - war die Altersgruppe von 25-34
Jahren; Anreise - wichtigste Zufriedenheitskriterium Die „Anreise“ (zwischen 48% und 61%), die Atmosphäre
bei den einzelnen Veranstaltungen (zwischen 43% und 50%) und die Organisation
(zwischen 39% und 44%) stellten für die Besucher die wichtigsten
expliziten Zufriedenheitskriterien dar. Speziell in St. Anton war die
Anreisemöglichkeit mit 61% (aufgrund der vielen Tagestouristen)
das führende Kriterium. Damals konnten die ausgezeichneten Zugverbindungen
und der neu errichtete Bahnhof viele Besucher sogar begeistern (Zufriedenheitswert
1,59). Auch St. Moritz ist es gelungen dieses Schlüsselkriterium
mit einer hohen durchschnittlichen Zufriedenheit von 1,63 ansprechend
zu erfüllen. Bormio/SC fällt aufgrund der vergleichsweise
mühsamen Anreise mit einem Zufriedenheitswert von 2,58 deutlich
ab. Preis-Leistungsverhältnis überall nicht stimmig In St. Moritz und Bormio/SC stuften nur 8% bzw. 12% der Besucher das Preis-Leistungs-Verhältnis mit „sehr zufrieden“ ein, jedoch äußerten sich über 50% kritisch dazu. Speziell die Gruppe der 15-34 jährigen Besucher war äußerst unzufrieden mit dem Preis-Leistungsverhältnis. Nur unwesentlich besser die Werte von St. Anton: 17% „sehr zufrieden“ bei einem „Unzufriedenheitspotenzial“ von 36%. Besucherherkunft: Österreich und Schweiz liegen klar voran Insgesamt besuchten rund 460.000 Schifans die Weltmeisterschaften in
St. Anton, St. Moritz und Bormio/SC. Österreich stellte den größten
Anteil der Besucher. Image der WM-Orte St. Anton wird als zukunftsweisend, interessant, aber relativ austauschbar
wahrgenommen. Methode: Erhebungsziele, Untersuchungsdesign und Erhebungsinstrumentarium Das Ziel der Erhebung lag in der Messung der Zufriedenheit der Besucher mit der Großveranstaltung FIS ALPINE SKI WM. St. Anton 2001 startete als Teil einer Langzeitstudie mit St. Moritz 2003 und Bormio/SC 2005. Für St. Anton (infolge dann für St. Moritz und Bormio/SC adaptiert) wurden u.a. 18 Zufriedenheitskriterien erarbeitet, und nach einer 5-teiligen Skala (sehr zufrieden bis völlig unzufrieden) erhoben. Auch die relative Wichtigkeit der einzelnen Kriteriem wurde abgefragt. Ein Polaritätenprofil bzw. Semantisches Differential wurde für die Ermittlung der Imagewerte des Veranstaltungsortes verwendet. Die Erhebung erfolgte mittels eines semiqualitativen Fragebogens durch geschulte Interviewer (MCI-Mitarbeiter). Eine systematische Zufallsauswahl von jeweils rund 800 Besuchern bietet eine Irrtumswahrscheinlichkeit der einzelnen Aussagen von < 5%. Vor der Hauptstudie wurden umfassende Pre-Tests zur Eignung des Erhebungsinstrumentariums durchgeführt. Studie: Projektträger und Kooperationspartner Die „Image- und Zufriedenheitsstudie“ ist ein angewandtes Forschungsprojekt der „Tourismus- und Freizeitwirtschaft (FH)“ am Management Center Innsbruck (MCI). 2001 und 2003 wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Unternehmensführung der Universität Innsbruck durchgeführt. 2005 war die Europäische Akademie Bozen (EURAC research) als Kooperationspartner eingebunden. Die Erhebung wurde von den jeweiligen WM-Organisationskomitees unterstützt. Die Interviewer wurden jeweils von den Veranstaltern akkreditiert und hatten Zugang zu allen Besuchergruppen. Die Projektleitung lag jeweils bei Hubert Siller (MCI-Tourismus) mit seinem Team in Zusammenarbeit mit Harald Pechlaner (Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt/EURAC research Bozen). Resümee FIS ALPINE SKI WM ST. ANTON 2001 - das perfekte Schifest, eine sehr
gute Atmosphäre, ein großer Besucherzustrom, allerdings etwas
zu teuer Infos & Rückfragen: Mag. Brigitte Huter, Tel. +43 512 2070 1510, brigitte.huter@mci.edu |
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