Unter diesem Titel fand im Juni eine von Studierenden des MCI-Fachhochschulstudiengangs Soziale Arbeit initiierte Podiumsdiskussion statt. Unter der Leitung von Dr. Waltraud Kreidl (MCI-Lektorin) diskutierten Expertinnen über das Angebot der Tagesbetreuung für SeniorInnen: Bedarfe, Qualitätsmerkmale des Angebotes, Finanzierung und Zugangsbarrieren.
Am Podium stellten sich LHStv. Hannes Gschwentner, Bärbel Jordan-Ruef Stabentheiner (Stiftung Nothburgaheim), Elfriede Sonnleitner (Tageszentrum St. Anna/Diakonie Salzburg) und Dr. Erwin Lorenzini (Abteilung Sozialwesen/Land Südtirol), den Fragen von ca. 100 BesucherInnen aus ganz Tirol.
Was ist Tagesbetreuung für SeniorInnen?
Tagesbetreuung für SeniorInnen stellt eine professionelle Form der Altenbetreuung dar, in welcher alternativ zu den stationären Einrichtungen, untertags ältere Menschen aufgenommen werden. Ziel ist die Erhaltung bzw. Wiedererlangung der eigenen Fähigkeiten und / oder die Unterstützung der pflegenden Angehörigen.
Betreuungssituation in Tirol
Während in Tirol der Zugang zu diesem Angebot fast nicht leistbar ist, da die Gäste einen kostendeckenden Tarif bezahlen müssen, gibt es in Salzburg und Südtirol bereits gesetzliche Grundlagen, die den Besuch einer Tagesbetreuungseinrichung leistbar machen bzw. die Finanzierung des Angebotes sicherstellen.
VertreterInnen stationärer und mobiler Einrichtungen aus ganz Tirol wiesen auf die Wichtigkeit des Angebotes hin und stellten Fragen insbesondere an den ressortzuständigen Politiker Hannes Gschwentner, der hinsichtlich der Finanzierung von Tagesbetreuungseinrichtungen auf die fehlende gesetzliche Grundlage hinwies. Es bedürfe diesbezüglich einiger Novellierungen im Grundsicherungsgesetz und im Heimgesetz.
Das klare Bekenntnis des gesamten Auditoriums zum Angebot einer Tagesbetreuung - selbst wenn es über die konkrete Ausgestaltung noch Auffassungsunterschiede gibt – machte folgendes deutlich: Eine Mitfinanzierung der Tagesbetreuung durch die öffentliche Hand ist nicht nur eine Forderung der anbietenden Organisationen sondern auch eine Frage der Beseitigung einer enormen Zugangsbarriere zu einem gesundheits- und sozialpolitisch wertvollen Instrument.
Zum Abschluss versicherte LHStv Hannes Gschwentner, dass unter Hochdruck an diesen Fragen gearbeitet werden wird, welche Angebote im Altenbereich es in Tirol noch zusätzlich braucht und wie diese finanziell abgesichert werden können werden.
Weiterführende Informationen: michael.klassen@mci.edu |