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Dr. Stefan Ziffzer
Profifußball - Diskrepanz zwischen Wirtschaftlichkeit und sportlichem Erfolg
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Sicherlich mit „Ja“ zu beantworten seiner Meinung nach, wenn man an den geeigneten Manager, die Strategie, die körperlichen Voraussetzungen der Spieler, deren medizinische und mentale Betreuung, das Controlling und die Planinstrumente denkt. Nicht kalkulierbar sind jedoch die Emotionen, die speziell im Fußball wie in keinem anderen Sport im Vordergrund stehen. Eine Fangemeinschaft, die sich eher traditionell verhält und Neuerungen ablehnt, das Zusammenspiel von unterschiedlichen Kulturen und Glaubensbekenntnissen innerhalb des Fußballteams, Verletzungen oder Doping, die unberechenbar sind, die Bestechlichkeit und nicht zuletzt die Macht der Medien verleihen eine zusätzliche Komplexität. Nach Ansicht von Ziffzer besteht das Dilemma des Fußballs im sogenannten „Rattenrennen“ um den Meistertitel. Nur einer kann Meister werden, jedoch unzählige Clubs investieren, als ob sie es werden würden. Dadurch wird wesentlich mehr Geld ausgegeben als jemals eingespielt werden kann. Eine Pleite ist dann nur die natürliche Folge, wie wir auch am Antrag auf Konkurseröffnung von Sturm Graz vor einigen Tagen sehen konnten. Eine weitere Gefahr besteht laut Ziffzer, wenn private Investoren wie z. B. Mateschitz bei Red Bull Salzburg aus Hobby in einen Club investieren und dann irgendwann die Lust an ihrem Spielzeug verlieren. Als Krebsgeschwür des Profifußballs bezeichnete er die Netzwerke und Machenschaften von Spielerberatern, die die wirtschaftliche Führung eines Proficlubs zunehmend erschweren. Für München 1860 erhofft sich Ziffzer, dass der Club in den nächsten 5 Jahren den Aufstieg in die 1. Liga schafft und das Management die Komplexität des Profifußballs bewältigen kann. Sein Motto: „Die Mannschaft soll von Spiel zu Spiel denken und jeweils ihr Bestes geben, der Rest ergibt sich dann von allein.“ |
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Fotos der Veranstaltung |
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