DI Hans Lindenberger
Perspektiven in der Tiroler Abfallwirtschaft

07. November 2006
 


DI Hans Lindenberger, seit Jänner 2006 Landesrat für Verkehr & Umwelt in der Tiroler Landesregierung, ging in seinem Vortrag am MCI der Frage nach, wie die Perspektiven der Tiroler Abfallwirtschaft für die Zukunft aussehen können. Hans Lindenberger ist in seinem Ressort kein Quereinsteiger. Vom sogenannten „Brennervirus“ besessen, erzählte er zu Beginn auf humorvolle Weise von seiner langjährigen Tätigkeit als Vorstandsdirektor der Brenner Basistunnel Gesellschaft (BBT).

Bereits aus den Medien ist er dafür bekannt, dass er als „Aufklärer“ arbeitet und mit einer klaren Vision die Tiroler Bevölkerung an die Abfallproblematik heranführen will. In einer einführenden Darstellung des Tiroler Restmüllaufkommens (ca. 170 000 t/a) präsentiert Lindenberger Facts und Eckdaten wie unter anderem zu den sechs Tiroler Deponiestandorten und der Preisgestaltung bei der Deponierung. Um den neuesten gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen, stellt Lindenberger die für Tirol möglichen Varianten vor, welche sowohl innerhalb als auch außerhalb des Bundeslandes umsetzbar sind. Dazu zählen die dem Stand der Technik entsprechenden gängigsten Behandlungsvarianten: zum einen die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) und zum anderen die thermische Abfallbehandlung in Form einer Müllverbrennungsanlage (MVA). Probleme einer „Auslagerung“ des Abfalls ins beispielsweise benachbarte Ausland sieht er in der mangelnden Nachhaltigkeit, der Abhängigkeit von Entsorgungsunternehmen und des Marktpreises. Möglichkeiten einer Wertschöpfung sowie die Bereitstellung von Energie in Form von Strom oder Fernwärme sind nicht gegeben.

Für Lindenberger wird in Tirol der Abfall im wahrsten Sinne „unter den Teppich“ gekehrt. Dennoch ist er überzeugt, dass die Tiroler bereit für objektive Diskussionen sind und dass eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit greifen wird. Hierzu ist seiner Meinung nach unerlässlich, dass auch die Politik an einem Strang zieht: „Das Thema 'Abfall' erfordert eine sachliche Entscheidung - es darf kein Platz sein für parteipolitisches Gezänk.“ Hans Lindenberger will Katalysator sein und die Detailarbeit den Profis überlassen. Begleitet von einer klaren Meinung, will er an einer langfristigen Lösung für Tirol arbeiten, die auch nachfolgenden Generationen zugute kommt.

   
 
Fotos der Veranstaltung


300dpi | download

download | 300dpi

300dpi | download

download | 300dpi

300dpi | download

download | 300dpi

300dpi | download

download | 300dpi
   
top

    MCI Alumni & Friends
    A-6020 Innsbruck, Universitätsstraße 15
    Telefon: +43 512 2070 - 5000
    Fax +43 512 2070 - 1099
    alumni@mci.edu
    www.mci.edu/alumni