Doing business with China
Wie läuft das Chinageschäft wirklich?
Johann Klimmer - Geschäftsführer, Rothenberger Werkzeuge und Maschinen

26. April 2007
 


„China vernichtet keine Arbeitsplätze, sondern schafft Arbeitsplätze, aber es wird unsere Gesellschaft verändern“ so Johann Klimmer, Geschäftsführer der Rothenburger Gruppe Österreich und Mitglied des Executive Board Rothenberger Group zu Beginn des Vortrages beim MCI Alumni Club.

China ist die Globalisierung pur – überproportionale Exportzuwächse in der Höhe von 20-30% in Relation zum Gesamtwachstum sind keine Seltenheit. Wer sich allerdings denkt, schnell und einfach Geld in China machen zu können, irrt sich. China ist kein Markt für kleine Summen, sondern erfordert enorme Investitionen, finanziell sowie zeitlich. Für viele Firmen die China ohne Erfolg bearbeitet haben, lautet die Devise: „nie mehr China“. Warum? Die Gefahr eines Know-How Transfers ist groß – ebenso kopiert und über den Tisch gezogen zu werden. Unfairness, so Klimmer, sind in China teil der Geschäftsordnung – ausgelöst durch den extrem starken Konkurrenzdruck. Es ist eine stetige Suche nach einem Ausweg aus Verträgen, um Gewinn zu machen. Da das Geschäftsleben nach dem Yin Yang Prinzip gestaltet wird und es von Improvisation lebt, spielt in China als Ausgleich zur Unsicherheit die Familie eine große Rolle und ersetzt damit ein fehlendes Sozialsystem. Dies spiegelt sich auch in den chinesischen Firmenstrukturen wieder: während der CEO Eigentümer ist, besteht die Vertriebsleitung aus einem nahen Verwandten. Die Finanzen des Unternehmens hat die Ehefrau, Schwester oder andere nahe Verwandte des CEO inne. Eine Organisationsstruktur für ein westliches Unternehmen in China sollte aus chinesischen und westlichen Mitarbeitern bestehen, so wird eine direkte Kommunikation zwischen den Kulturen ermöglicht. Wichtig ist in China das Beziehungsmanagement, das einen gewissen Schutz vor Betrug bieten kann.

Ist von China somit abzuraten? Nein, meint Johann Klimmer, aber es ist ein hohes Risiko und setzt Erfahrung im internationalen Management sowie Risikomanagement voraus. Geschäfte mit chinesischen Unternehmern erfordern häufig Geduld und Zeit. Statt einem Drängen nach unumstößlichen Aussagen und Festnageln, sollte Vertrauen in den chinesischen Geschäftspartner gezeigt werden. Die Beachtung von chinesischen Bräuchen, wie z.B. die Begleichung allfälliger offener Zahlungen bis zum Neujahrsfest, fördern die Zusammenarbeit und Partnerschaft, die in China eine wichtige Rolle spielen. So kann China als spannende Herausforderung und Chance verstanden und genützt werden.

   
 
Fotos der Veranstaltung
   


Hans Klimmer

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Hans Klimmer

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Hans Klimmer

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Moderator Hans Herbert Holzamer

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Podium

 
 

Interessiertes Publikum

 
 

Interessiertes Publikum

 
 

Eintrag ins Ehrenbuch Hans Klimmer

 
 

Dr. Andreas Altmann, Hans Herbert Holzamer, Hans Klimmer, Dr. Mario Kostal

 
 

Dr. Sandra Rothenberger, Hans Klimmer

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