Zukunftsmarkt Health Care
Internationale Chancen für innovative Unternehmen
Dr. Axel Paeger - Vorsitzender der Geschäftsleitung AMEOS Gruppe, Zürich

30. Oktober 2007
 


Dr. Axel Paeger, der am 30.10.2007 am MCI Management Center Innsbruck einen Vortrag hielt, ist Mitbegründer und CEO der AMEOS Holding AG mit Hauptsitz in Zürich. Dr. Paeger wurde 2004 vom Magazin für die Gesundheitswirtschaft KMA zum Manager des Jahres gewählt. Die private AMEOS-Gruppe, die Akutkliniken, Psychiatrien und Pflegeheime an 35 Standorten betreibt, wurde 2002 gegründet, beschäftigt etwa 5.000 Mitarbeiter und kann eine Bilanzsumme von 600 Mio. CHF aufweisen.

Die Unternehmensvision von AMEOS ist laut Dr. Paeger das Aufbrechen der regulierten, traditionellen Krankenhausstrukturen und die Umwandlung in wettbewerbsfähige Gesundheitszentren. Finanziert wird die Geschäftstätigkeit von AMEOS durch Pensionskassen und Rentenversicherungen. Derzeit werden laut Dr. Paeger in der AMEOS Gruppe keine Dividenden ausgeschüttet, noch anderweitig Gewinne an die Gesellschafter abgeführt. Die erwirtschafteten Überschüsse verbleiben im Unternehmen, um bestehende Versorgungsangebote weiterzuentwickeln bzw. neue aufzubauen.

Das Thema Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens war der zentrale Punkt des Vortrages von Dr. Paeger und auch der folgenden Diskussion. Als Gründe für den Wunsch nach Privatisierungen in Deutschland nannte Paeger einerseits die zunehmende Finanznot der öffentlichen Haushalte und einen Rückgang der öffentlichen Fördermittel sowie andererseits den immer stärker werdenden Wettbewerb und somit den Zwang zu verstärkter Wirtschaftlichkeit und mehr Qualität. „Innerhalb der nächsten 10 Jahre wird es zu einem massiven Abbau von “ersetzbaren“ Krankenhäusern und auch zu einer starken Privatisierung kommen. Privatkrankenhäuser können viel effizienter betrieben werden.“, so Paeger.

Als einen wesentlichen Grund für den Erfolg der Privatisierungen durch die AMEOS Gruppe nannte Dr. Paeger die Verbesserung der Organisation der Arbeit bzw. die Arbeitsteiligkeit. So würden in vielen Krankenhäusern z.B. Ärzte oft Tätigkeiten verrichten, die nicht in ihr medizinisches Portfolio gehören. Tätigkeiten, für die sie überqualifiziert sind oder auch nicht ausgebildet wurden. Paeger zählte dabei Aufgaben wie Blutabnahmen bei Patienten oder auch Verwaltungstätigkeiten auf. Hier gäbe es großes Potential zur Verbesserung. „Die Arbeitsteiligkeit ist inzwischen die einzig verbliebene Rationalisierungsmöglichkeit in Krankenhäusern und sorgt gleichzeitig für eine Steigerung der Qualität.“, so Paeger. Die Arbeitsteiligkeit müsse auch an jede Einrichtung entsprechend angepasst und individuell eingeführt werden. Langfristig führe diese Prozessoptimierung auch zu höherer Zufriedenheit von Patienten und Mitarbeitern.

   
 
Fotos der Veranstaltung
   


Dr. Axel Paeger

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Publikum

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Moderator Dr. Siegfried Walch

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Podium

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