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japan & the world
political & economic perspectives of a global player Masaru Tamamoto |
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Masaru Tamamoto unterrichtet derzeit als Gastlektor an der Faculty of Asian and Middle Eastern Studies an der University of Cambridge und ist Mitarbeiter am Darwin College, Cambridge sowie senior fellow am World Policy Institute, New York. Bis April 2007 hatte er die Position des Direktors des Japan Institute of International Affairs in Tokyo inne. Themen des Abends waren die internationalen Beziehungen und die nationale Identität Japans, die Tamamoto mit chronologischen, geschichtlichen, politischen und soziologischen Erläuterungen und Beispielen seinem Publikum näher brachte. Dem Zuhörer wurden an Hand interessanter Details, wie dem Bestehen einer von der amerikanischen Besatzungsregierung ausgearbeiteten japanischen Verfassung, in der der Verzicht auf das Recht zur Kriegsführung verankert ist und welche seit dem Jahr 1947 unverändert blieb, ein Japan vor Augen geführt, das nicht unbedingt mit dem allgemein bekannten Bild einer erfolgreichen Wirtschaftsmacht, die mit Sony, Nintendo, Canon und Toyota zum Global Player und einer reichen Nation wurde, übereinstimmt. Im Bezug auf die Frage zur internationalen Beziehung mit den Vereinigten Staaten, erklärte Masaru Tamamoto, dass Japan stark von den USA beschützt und gleichsam gelenkt wurde. Dieser „Deal“ war von der Bevölkerung gerne angenommen worden, hatte er doch die soziale Sicherheit Japans über Jahre hinweg garantiert, die seit dem wirtschaftlichen Kollaps von 1991 immer mehr zerfiel und die Nation in ein neues Stadium der freien Marktwirtschaft und den damit verbundenen Risiken, wie Job- und auch Existenzverlust eintreten ließ. Die Beziehungen zu Europa schilderte Masaru Tamamoto vor allem im kulturellen Kontext als eine Mischung aus Bewunderung und Nachahmung. Auf politischer Ebene sei Europa Japan jedoch noch sehr fremd. Ein großes aktuelles Problem Japans stellt laut Tamamoto die demographische Veralterung dar. Frauen streben in den Arbeitsmarkt und möchten nach der Geburt ihrer Kinder auch wieder dorthin zurück. Die Infrastruktur Japans, wie auch die noch vorherrschende Mentalität, sind diesen Forderungen jedoch (noch) nicht gewachsen. |
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Fotos der Veranstaltung |
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