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Virtuelle Welten & Wikinomics
Wie Spiele & Internet unser Leben verändern Dr. Frank Schönefeld COO, T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden |
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Zu Beginn seines Vortrags erläuterte Dr. Schönefeld die Idee des Web 2.0. Der Begriff wurde von Tim O’Reilly geprägt und bezeichnet keine spezielle Technologie sondern das Zusammenwirken verschiedener Methoden und Werkzeuge und insbesondere eine veränderte Nutzung des Webs, wo User selbständig Inhalte schaffen und bearbeiten. Durch neue, benutzerfreundlichere Web 2.0-Anwendungen entsteht ein neues Kommunikationsverständnis und daraus auch neue Geschäftsmodelle. Für Unternehmen bedeutet das einerseits ein Risiko (Verlust von Produkt-, Preis- und Kommunikationshoheit), andererseits bieten sich dadurch viele neue Chancen (Schaffung von product communities, Preistransparenz für Anbieter, Gewinnung von Glaubwürdigkeit und Authentizität durch offene Kommunikation, Nutzung der kollektiven Intelligenz der community (crowd sourcing) etc.). Durch die Möglichkeiten des Web 2.0 ist auch eine neue Art des Wirtschaftens entstanden, die als Wikinomics bezeichnet wird. Sie ist gekennzeichnet durch selbstorganisiertes Handeln ohne Hierarchien und starre Organisationsstrukturen, wobei die Kollaborationskosten dabei nahezu null sind. Neu an Wikinomics ist, dass sie erstmals auch den Konsumenten aktiv in den Produktionsprozess mit einschließen (Prosument). Ein bekanntes Beispiel ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Was die weitere Entwicklung des Web betrifft, erläuterte Dr. Schönefeld kurz die Idee des X-Internet („Internet der Dinge“) und das Semantische Web. Die Konzepte bezeichnen die zunehmende Vernetzung von Alltagsgegenständen, inklusive einem selbständigen Informationsaustausch der Dinge untereinander bzw. die Interpretationsfähigkeit von Informationen, wodurch Beziehungen zwischen Informationen hergestellt werden können und neue Zusammenhänge entstehen. Bereits jetzt schon intensiv genutzt werden Dienste, die als Social Software bzw. Social Web Applikationen bezeichnet werden. Dazu zählen Anwendungen wie z.B. Weblogs, Wikis, Netzwerk-/Kontakt-Software (xing, facebook, linkedIn, studiVZ), Social Bookmarking Software (del.icio.us) und auch virtuelle Welten (Second Life, World of Warcraft). Auf Unternehmensebene unterstützt Social Software die Vorteile der so genannten „Economies of Connection“. Zusammenarbeit wird unter Globalisierungsgesichtspunkten immer einfacher. Auch kleinere Unternehmen können dadurch im Verbund Leistungen konkurrenzfähig anbieten und ausführen. Die IT und Internet-Landschaft befindet sich laut Dr. Schönefeld jedenfalls in einem enormen Umbruch. So ist etwa die digitale Konvergenz noch lange nicht abgeschlossen. Unternehmen, die in den Bereichen Telekommunikation, Consumer Electronics, Hard- und Software, Medien und Internet tätig sind, stehen vor massiven Veränderungen und werden sich teils neu erfinden und neue Allianzen schließen müssen. In Zeiten massiver Veränderungen täten Unternehmen gut daran, hohe Aufmerksamkeit jenen Aspekten zu widmen, die konstant bleiben. Dazu zählen die Kunden mit ihren Ansprüchen, die Kunst ein Unternehmen erfolgreich zu führen und das Anbieten von hochwertigen Beratungs-, Ingenieurs- und Betreuungsdienstleistungen. |
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Fotos der Veranstaltung |
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