PowerBox schafft Durchbruch Drucken E-Mail
Forschungsprojekt mit innovativer MCI-Technologie nach 100h Dauerlauf kein bisschen müde

Nach gerade 9 Monaten seit Projektstart der PowerBox im Dezember 2009 ist es dem Team rund um das Kompetenzzentrum für Biomasseverstromung in Schwaz gelungen den ersten großen Projektmeilenstein erfolgreich abzuschließen. In einem 100 Stunden Dauerlaufversuch ohne einen einzigen Störfall konnten aus rund 4,5 Tonnen Biomasse über 1,7 MWh sauberstes Produktgas erzeugt werden, das in Zukunft mittels Gasmotor wertvollen Ökostrom und Nutzwärme liefern wird.

Neben der bereits bekannt guten Produktgasqualität konnte damit auch die Ausgereiftheit und Robustheit der Technologie unter Beweis gestellt werden. Damit nähert sich eine innovative Tiroler Technologie mit großen Schritten seiner Marktreife und könnte damit nach Expertenmeinung zum Durchbruch bei einer zukünftigen dezentralen Versorgung mit alternativer Energie führen.

Bis Ende 2010 wird im Projekt PowerBox die Verwertung von Holzhackgut noch weiter optimiert. Ab dem Frühjahr 2011 werden dann planmäßig alternative Brennstoffe wie Gärrest- und Strohpellets unter die Lupe genommen. Die Voruntersuchungen im Labor unter der Leitung von DI (FH) Angela Hofmann laufen jedenfalls schon auf Hochtouren.

Statements:
MCI-Geschäftsführer Dr. Andreas Altmann: Als Unternehmerische Hochschule® freuen wir uns ganz besonders über den Erfolg dieses innovativen und zukunftsweisenden Projektes. Für unseren Ingenieurnachwuchs bedeutet dies eine enorme Bereicherung mit praxisnahen Projekt- und Abschlussarbeiten.

Dr. Harald Gohm,  Geschäftsführer Tiroler Zukunftsstiftung: Für den Standort Tirol geht es darum, durch mehr Forschung & Entwicklung Arbeit zu sichern und neue, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Das gelingt am besten, wenn die Tiroler Unternehmen wie im K-Regio PowerBox die Expertise der heimischen Forschungseinrichtungen nützen und gemeinsam entwickeln. Ich gratuliere zum aktuellen Meilenstein und wünsche dem Konsortium weiterhin alles Gute für das Ziel, von Tirol aus eine echte Energie-Innovation auf den Markt zu bringen.

DI Stefan Oblasser, Energiebeauftragter des Landes Tirol: Die Vergasung fester Biomasse stellt eine Schlüsseltechnologie bei der Hinführung zu nachhaltigen Energieversorgungsstrukturen dar; gegenüber der altbekannten „Verbrennung auf dem Rost“ eröffnet die Vergasungstechnologie deutlich effizientere Prozessketten und flexiblere Einsatzmöglichkeiten, auch im relativ kleinen Maßstab. Das gewonnene Synthesegas kann gut gespeichert und komfortabel für Wärme-, Strom- und Treibstoffanwendungen verwendet werden. Durch den erfolgreichen „100-Stunden-Dauertest“ konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass das Verfahrenskonzept der PowerBox geeignet ist, die u.a. bei derartigen Prozessen auftretende Teerproblematik zu beherrschen; dies darf als Meilenstein der Energieforschung gewertet werden!

Pressekontakt und Rückfragen:
Mag. (FH) Ulrike Fuchs
Leiterin
Marketing & Communication
+43 512 2070-1510
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Sauberer geht's nicht – die blaue Produktgasflamme der PowerBox
© Angela Hofmann