05. November 2015

Die letzten Tage Europas.

Wie wir eine gute Idee versenken.
Henryk M. Broder, Europäischer Publizist, Kritiker & Buchautor, Berlin

Im Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends begrüßte die Unternehmerische Hochschule® den europäischen Publizisten, Kritiker und Buchautor Henryk M. Broder, der u.a. sein neues Buch „Das ist ja irre! Mein deutsches Tagebuch“ vorstellte. Der aus Polen stammende und seit 1958 in Deutschland lebende Autor möchte nicht als Polemiker dargestellt werden – er beschreibe lediglich die Wirklichkeit, die ihrerseits selbst polemisch genug sei. Er sieht sich als eine Art „Müllsammler“, der sich im Schreiben über die Dinge bewusst wird, die jeden Tag geschehen.

Henryk M. Broder trug zwei Kapitel aus seinem Buch „Das ist ja irre! Mein deutsches Tagebuch“ vor – eine politische Beschreibung der Ereignisse von Jänner bis Juni 2015. Dabei kommentiert Broder die Ereignisse und vor allem die Entscheidungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Laut ihm habe die Kanzlerin große Fehler in der Flüchtlingspolitik gemacht und prophezeit ein Scheitern der EU, deren Verfall unübersehbar ist.

In einer abschließenden Diskussion wird dem Autor u.a. die Frage nach einer Alternative zur EU gestellt. Broder gesteht ein, auf diese keine Antwort zu kennen und stellt seinerseits die Frage, ob der „Point of no return“ des ursprünglich großartigen Projekts „Europäische Union“ womöglich schon erreicht sei.

Einladungsflyer_Henryk_Broder3.pdf