17. Juni 2024

Cornelius Matthes am MCI zur Mission Energiewende

Im Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends freute sich die Unternehmerische Hochschule® auf den Besuch von Cornelius Matthes, CEO von Dii Desert Energy, Dubai.

Cornelius Matthes bei seinem Vortrag am MCI.

© MCI/Heimerl

 

Vor kurzem durfte das MCI eine eine angesehene Führungspersönlichkeit in der Branche der erneuerbaren Energien in Innsbruck begrüßen. Cornelius Matthes hat es sich als CEO des internationalen Aktionärs- und Partnernetzwerks von Dii (Desertec Industrial Initiative) zur Aufgabe gemacht, die Energiewende voranzutreiben und Pionierarbeit auf dem Gebiet der Energie aus den Wüsten zu leisten – das Ziel: die Welt zu 100 % erneuerbaren Energien zu führen.

Eine lebhafte moderierte Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Publikum sorgte für einen spannenden Austausch.

Den Fokus für die Energiewende setzen Matthes und sein Netzwerk auf die Energiegewinnung und -speicherung durch Wind- und Solarkraft sowie Wasserstoff und damit nicht nur auf Decarbonisierung, sondern Defossilisierung. Er legt klar fest: „Our mission: no emissions!“. Dabei sei es ganz essentiell darauf zu achten, kein Greenwashing zu betreiben und für Europa wichtige internationale Partnerschaften zu schließen. „Wir verstehen uns als eine Art Network of Networks – das gibt uns eine relativ einmalige Position im Markt“.

Partner aus 35 Ländern hat Dii bereits und das Thema grüne Energie aus der Wüste habe sich mittlerweile weltweit etabliert. Ein Teilergebnis kann sich bereits sehen lassen: „Innerhalb weniger Jahre hatten wir eine große Revolution in der Netzflexibilität. Dass die Kosten je KWh Photovoltaikstrom aus der Wüste bereits jetzt von 10 Cent auf 1 Cent gebracht werden konnten, hätte bis 2050 niemand für möglich gehalten.“

Für die notwendige Energiesicherheit in Europa müsse man sich über reine Energiepartnerschaften hinaus auch stark für Stabilität in den Erzeugungsländern einsetzen, meint Matthes, „wir sprechen hier also von Partnerschaften auf vielen verschiedenen Ebenen“. Ein CO2-Bepreisungssystem hält der CEO von Dii für einen eindeutig entscheidenden Faktor und sieht ein solches als indirekte Subvention für Energiewendeprojekte, sodass sich die Weiterentwicklung zum Ziel zero emission dramatisch beschleunigen würde.

----------------------

Cornelius Matthes hat im Nahen Osten und in Afrika mehrere erfolgreiche Unternehmen, sowie Start-ups im Bereich der sauberen Energien aufgebaut und war in mehreren führenden Organisationen und Verbänden tätig. Mit dem internationalen Aktionärs- und Partnernetzwerk von Dii (Desertec Industrial Initiative) steht er nun an der Spitze der Revolution der erneuerbaren Energien. Von der einstigen Plattform, die Vertrauen in zukunftsträchtige nachhaltige Energieprojekte fördern sollte, ist mit ihm daraus ein unabhängiger, glaubwürdiger und komplett technologieneutraler Think Tank geworden.

Als begeisterter Unternehmer und Investor in aufstrebenden Märkten mit Auszeichnungen wie "Solar Pioneer 2015" für den Nahen Osten lehrt er an mehreren Universitäten, darunter St. Gallen, und ist regelmäßiger Redner auf internationalen Konferenzen.

Geschäftsleitungen und Vorstände verschiedener Unternehmen im Bereich emissionsfreier Technologien sowie Investmentfonds suchen seinen Rat.