US Botschafter Arthur Fisher zu Gast am MCI. (c) MCI Heimerl
Im Rahmen der Distinguished Guest Lecture Series begrüßte das MCI Arthur Graham Fisher, Botschafter der Vereinigten Staaten in Österreich. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Universität Innsbruck, der Industriellenvereinigung Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol durchgeführt.
Nach der Begrüßung durch MCI Rektor Andreas Altmann richteten Max Kloger, Präsident der Industriellenvereinigung Tirol und Dirk Rupnow, Vizerektor der Universität Innsbruck, ihre Grußworte an das Publikum und unterstrichen die Bedeutung des transatlantischen Austauschs auf wirtschaftlicher und akademischer Ebene.
Im Zentrum der Veranstaltung stand das von Botschafter Fisher skizzierte „American Entrepreneurial Mindset“. Dieses zeichne sich durch langfristiges Denken, Offenheit gegenüber Veränderung und den Mut zur strategischen Neuausrichtung aus. Unternehmerischer Erfolg entstehe häufig gerade in Phasen der Unsicherheit. Als prägnantes Beispiel nannte Fisher die Transformation von Netflix vom DVD-Versand hin zu einem weltweit führenden Streaming- und Produktionsunternehmen.
Persönliche Einblicke aus seinem eigenen Familienunternehmen in North Carolina unterstrichen diese Perspektive: Die Pandemie habe zunächst große Unsicherheit ausgelöst, sich letztlich jedoch als wirtschaftlich erfolgreichste Phase in der 50-jährigen Unternehmensgeschichte erwiesen.
Die Bedeutung von Familienunternehmen hob der Botschafter besonders hervor – sowohl in den USA als auch in Österreich. Bei seinem Tirol-Besuch nutzte Fisher die Gelegenheit, mehrere Leitbetriebe der Region kennenzulernen, darunter Delfort, Rauch und Swarco, und zeigte sich beeindruckt von der starken Präsenz familiengeführter Unternehmen in Tirol.
Mit Blick auf globale Entwicklungen – von sicherheitspolitischen Fragen bis zu technologischen Umbrüchen – betonte Fisher die enge Verbindung zwischen den USA und Europa. Ein starkes Europa sei ein entscheidender Partner für Handel, Innovation und Sicherheit.
In der anschließenden Diskussion nutzten Studierende sowie Vertreter:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft die Gelegenheit zum offenen Austausch über Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und die Zukunft der europäisch-amerikanischen Zusammenarbeit.
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