Ulrike Tagscherer, Chief Innovation Officer aD der KUKA AG (c) MCI Heimerl
Unternehmen stehen heute vor tiefgreifenden Umbrüchen – und Stillstand ist keine Option. Unter dem Titel „Disrupt or be disrupted: Innovation as a matter of survival“ machte Ulrike Tagscherer deutlich, warum Innovation längst kein bloßer Wettbewerbsvorteil mehr ist, sondern zur grundlegenden Voraussetzung für unternehmerisches Überleben geworden ist.
Innovation bedeute dabei nicht einfach nur Neuheit, sondern vor allem deren erfolgreiche Umsetzung und Etablierung. Dazu bedarf es der oft als schmerzlich empfundenen Disruption, die selbst erfolgreiche Strukturen infrage stellen kann. Dies sei jedoch genau jene Dynamik, die notwendig ist, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Als zentrale Treiber dieser Entwicklung benannte Tagscherer drei globale Herausforderungen: Geopolitische Krisen sorgen für anhaltende Unsicherheit, eröffnen jedoch zugleich Chancen, um mittels gezielter Investitionen gestärkt aus Krisenzeiten hervorzugehen. Gleichzeitig verschärft die wachsende wirtschaftliche und technologische Bedeutung Chinas den internationalen Wettbewerb spürbar. Hinzu kommt die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, deren Potenzial – insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen – noch vielfach unterschätzt wird.
Um als Unternehmen erfolgreich auf diese Herausforderungen reagieren zu können, formuliert Tagscherer zentrale Handlungsfelder: Unternehmen dürften sich nicht auf bisherigen Erfolgen ausruhen, sondern müssten aktiv neue Wege denken. Insbesondere auf Führungsebene sei ein offenes und neugieriges Mindset essenziell.
Ebenso entscheidend sei der gezielte Aufbau von Innovationskompetenz: Innovation müsse systematisch verstanden, gemessen und mit geeigneten Methoden gesteuert werden.
Nicht zuletzt brauche es eine klare Vision der Zukunft. Unternehmen seien gefordert, unterschiedliche Zukunftsszenarien zu entwickeln und daraus strategische Handlungsoptionen abzuleiten.
Ulrike Tagscherers Botschaft ist klar: Wer den Wandel nicht aktiv gestaltet, wird von ihm überrollt. Innovation ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der Mut, Offenheit und strategische Klarheit erfordert.
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