Tourismusforschung

Vision & Mission - Aufbauend auf der Vision “Leading in Mountain Tourism Management” setzt es sich die angewandte Tourismusforschung am MCI zum Ziel, das dynamische Zusammenspiel von touristischen Akteuren (Kunden, Familienunternehmen und Destinationen) zu untersuchen, um die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus im alpinen Lebensraum zu stärken.

 

KUNDE

Reisemotive sind einem gesellschaftlichen Wertewandel unterworfen. Der „neue“ Tourist zeichnet sich vor allem durch ein Mehr an Erfahrung, neuen Wertvorstellungen, veränderten Lebensstilen und größerer Unabhängigkeit sowie Flexibilität aus. Klassische mehrdimensionale Motivbündel wie „Ruhe“, „Erholung“ oder „Natur“ werden zunehmend mit Erlebniskomponenten wie „Abenteuer“, „Aktivität“, „Vergnügen“ oder auch „Kultur“ kombiniert. Das daraus resultierende Reise- und Konsumverhalten im alpinen Raum, welches sich stark von bisherigen Generationen unterscheidet, bedarf daher einer umfassenden Analyse, um darauf aufbauend kundenzentriete Entscheidungen treffen zu können. Konkret beschäftigt sich die MCI Tourismusforschung mit folgenden Fragestellungen:                                                                                                        

  • Welche Erwartungen und Bedürfnisse haben Gäste an das Urlaubserlebnis im alpinen Raum? Welches Verhalten charakterisiert sie?
  • Welches sind die zentralen Erfolgsfaktoren im alpinen Wintersport? Wie entwickeln sich Nachfrageverhalten und Wertschöpfung?

 

FAMILIENUNTERNEHMEN

Tourismusunternehmen sind zum Großteil kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zum Teil auch Mikrounternehmen, welche besonderen Charakteristika unterworfen sind. Über 92% aller Unternehmen in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft haben durchschnittlich weniger als 10 Mitarbeiter, in der Hotellerie über 72% der Unternehmen. Aufgrund dieser kleinstrukturierten Betriebsgröße und der hohen Interaktion zwischen Mitarbeiter und Kunde kommt dem Unternehmer eine Schlüsselrolle zu.  

Ein überwiegender Teil touristischer KMU sind Familienunternehmen. Das System „Familie“ beeinflusst dabei unternehmerische Entscheidungen in allen Belangen, so dass betriebswirtschaftliche Prinzipien nicht mehr Vorrang haben. Strategische Entscheidungen, interne Prozesse, aber auch die Leistungserstellung erfolgt nach spezifischen Mustern, so dass sich in der Realität durchaus auch Vorteile von touristischen Familienunternehmen ausmachen lassen.

Familienunternehmen sind das Rückgrat der Tiroler Tourismuswirtschaft und stehen damit in der Forschungsarbeit am MCI Tourismus im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Qualität der einzelnen Leistungsträger ist angebotsseitig letztlich auch für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg einer Destination entscheidend. Hierbei sind folgende Fragestellungen von zentraler Bedeutung:

  • Welche Faktoren beeinflussen das Arbeitsumfeld im Tourismus? Welche Rolle nehmen unternehmerische Führungspersönlichkeiten dabei ein?
  • Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Betriebsnachfolge in Familienunternehmen? Was zeichnet erfolgreiche Übergaben aus?
  • Welche Dimensionen beeinflussen das Innovationsverhalten in Familienunternehmen? Wie können sie sich strategisch positionieren?
  • Wie zeichnet sich der digitale Wandel in Familienunternehmen ab? Wie reagieren Familienunternehmen auf sich daraus ergebende Chancen und Herausforderungen?

 

DESTINATION

Tourismusunternehmen sind meist Teil einer touristischen Wertekette und daher Leistungspartner in der Destination. Der zu kreierende Wert wird von einer Vielzahl von Unternehmen produziert. Letztlich wird mit dem Begriff Destination das für eine Zielgruppe relevante Zielgebiet umschrieben, das sämtliche für den Aufenthalt notwendige und hinreichende Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung, Unterhaltung, etc. umfasst. Eine Destination stellt somit die eigentliche Wettbewerbseinheit im Tourismus dar, die strategisch geführt werden muss. Die Qualität von Destinationen ist angebotsseitig entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg einer touristischen Region. Neben den Leistungsträgern in einer Destination spielt die lokale Bevölkerung eine zentrale Rolle für eine nachhaltige Destinationsentwicklung. Folgende Fragen werden innerhalb der Destinationsforschung am MCI behandelt:

  • Anhand welcher Indikatoren lässt sich die Performance von Destinationen messen und vergleichen?
  • Welche internen und externen Einflussfaktoren prägen die Entwicklung alpiner Destinationen?
  • Wie können sich alpine Destinationen durch Marketingmaßnahmen und Markenführung positionieren?
  • Welchen Beitrag leistet der Tourismus zur regionalen Wertschöpfung?
  • Wie zeichnet sich der digitale Wandel im Destinationsmanagement ab? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für alpine Destinationen?

 

Kontakt
Hubert J. Siller
FH-Prof. Mag. Hubert J. Siller Leiter Department & Studiengang +43 512 2070 - 3300
Weitere Informationen
Mountain Tourism Management

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