Health Tech

Der Einsatz von Technologie im Gesundheitswesen und angrenzender Bereiche wie beispielsweise dem Sport oder der Gerontologie, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Ein Hauptgrund für diese Veränderung ist ein mitunter grundlegender gesellschaftlicher Wandel. Die Gesellschaft nimmt Abstand von einem fast ausschließlich kurativ geprägten Denkmuster, und bewegt sich hin zu einem holistischen, präventiven und nicht zuletzt integrativen Ansatz. Der Mensch an sich und nicht ausschließlich der Mensch in seiner Patientenrolle steht im Fokus. Parallel dazu haben sich auch die verfügbaren technologischen und informationstechnischen Möglichkeiten rasant weiterentwickelt.

Der Forschungsschwerpunkt Health Tech widmet sich der Herausforderung, innovative Technologien mit neuen Ansätzen in der Medizin, in der Gesundheitsversorgung, im Sport und im Tourismus zu verbinden und daraus digitale Produkte und Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung zu entwickeln oder deren Weiterentwicklung zu unterstützen. Übergeordnetes Ziel ist dabei stets die Gesundheit der Menschen zu erhalten und/oder wiederherzustellen bzw. deren Gesundheitsversorgung bestmöglich zu unterstützen.

 

Assistive Technologien

Der Bereich der assistiven Technologien widmet sich der Erforschung von anwenderzentrierten, technologischen Ansätzen. Diese sollen für Personen eingesetzt werden, die durch eine angeborene oder erworbene Behinderung, Erkrankung oder Alterungsprozesse dauerhaft oder temporär über eingeschränkte physische und/oder psychische Fähigkeiten verfügen. Insbesondere die Bereiche der Rehabilitation, Prothetik, Mobilität und des Active Assisted Living spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Robotik im Gesundheitswesen

Die Medizin vertraut im Bereich von chirurgischen Anwendungen bereits seit geraumer Zeit auf den Einsatz von Robotik und Telemanipulatoren. Dieser Trend setzt sich im gesamten Gesundheitsbereich fort, so gewinnen Therapie- und Pflegeroboter immer mehr an Bedeutung. Ein weiteres Wachstumsfeld stellen Serviceroboter dar, die abseits der physischen Unterstützung für das Monitoring oder die soziale Interaktion eingesetzt werden.

Technologie-gestützte Systeme in Sport, Gesundheit & Tourismus

Gesundheit umfasst weitaus mehr als nur die kernmedizinische Behandlung von Individuen. Durch die Verfügbarkeit entsprechender Technologien und Ansätze lässt sich Gesundheit und sportlicher Erfolg holistisch unterstützen. Im Spitzensport finden sich schon zahlreiche technologische Lösungen, die den Trainingserfolg steigern bzw. die Sicherheit erhöhen. Neue Wachstumsfelder sind der Breitensport und der Einsatz von Gesundheitstechnologien im Tourismus, aber auch die Anwendung neuer Technologien und Methoden im Spitzensport liegt im Fokus des Forschungsbereichs.

e-Health

Die Grundlage für einen zielgerichteten bzw. effizienten Einsatz von (Informations-)Technologien in der Gesundheitsversorgung und verwandter Bereiche ist deren integrierte Datenverwendung. Die Vernetzung von Informationssystemen, deren Interoperabilität und eine transinstitutionelle Verwendung von Datenbeständen stehen im Zentrum der Agenden dieses Forschungsbereichs.

Kontakt
Alexander Hörbst
a.o. Univ.-Prof. MMag. Dr. Alexander Hörbst, Bakk.techn. Leiter Department & Studiengang

Bei Fragen zum Forschungsschwerpunkt kontaktieren Sie uns unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Bau und Entwicklung eines Funktionsmusters einer Ballschussmaschine (Footbomat)
Laufzeit:
2015

ProjektleiterIn:
Bernhard Hollaus, M.Sc.

Projektbeschreibung:
Was ist nun der Footbomat? Das Ziel des Footbomaten ist es ein modernes Training für Fußballer, speziell Torhüter, zu unterstützen mittels automatisch generierten Schüssen, Flanken, Abschlägen und Pässen. Die Vision: Mehrere automatisierte Ballschussmaschinen sollen spezielle Situationen wie Sie in einem Fußballspiel häufig vorkommen (Flanken, Schüsse, Nachschüsse, etc.) nachbilden. Umsetzung: Der erste Schritt hierzu ist Thema dieses Projekts, nämlich die Erstellung eines ersten Prototypen bzw. eines "Footbomaten". Der zweite Schritt geht dann in Richtung Optimierung und Vernetzung mehrerer "Footbomaten" Weiter soll in Zukunft mittels Bildverarbeitung, Leittechnik und Software noch einiges an zusätzlichen Leistungsmerkmalen hinzugefügt werden (Bsp.: Trainingserfolgsbilnazen, Spielererkennung, App-basierte Trainingsgestaltung, etc.). Das ist weiterführende Forschungstätigkeit die nicht Teil dieses Projekts ist.

Lightweight Supersledge
Laufzeit:
2017 - 2018

ProjektleiterIn:
Bernhard Hollaus, M.Sc.

Projektbeschreibung:
Rodeln gehört weltweit zu den Randsportarten, ist jedoch im DACH-Raum schon seit Jahrhunderten beliebt. Über Generationen hinweg wurden Geometrien von Rodeln aus Holz durch häufiges Probieren den daraus gewonnen Erfahrungen optimiert. Durch den Einzug neuer Materialen, im Speziellen des faserverstärkten Kunststoffes, konnte im Projekt Lightweigth Supersledge eine Gewichtsreduktion einer bestehenden Rodel um ca. 50% erzielt werden. Nun ist die schnelle Sportrodel nur mehr 4kg schwer und bietet dadurch sowohl aus sportlicher als auch logistischer Sicht erhebliche Vorteile im Vergleich zu den klassischen Holzrodeln.

Temperierbarer Kompressionsstrumpf
Laufzeit:
2018 - 2019

ProjektleiterIn:
Bernhard Hollaus, M.Sc.

ProjektmitarbeiterInnen:
Mattias Abfalterer, BSc

Projektbeschreibung:
Das Unternehmen IHP hat durch die Fitness Sparte sehr viel Kontakt mit Sportlern, Trainern, Physiotherapeuten und auch Sportärzten. In den letzten Jahren hat sich durch diesen engen Kontakt ein Bedarf herauskristallisiert für eine bessere und individuellere Rehabilitation im Spitzen- und Amateursport. Nach Verletzungen besteht der Wunsch zur möglichst schnellen Heilung. Physiotherapeuten versuchen dabei den Heilungsverlauf zu unterstützen, beispielsweise mittels Kälte- und Wärmetherapie. In beiden Fällen sind State of the Art Geräte weit weg von einem Optimum, da sie weder individuell einstellbar noch entsprechend universell einsetzbar sind. Ziel dieses Projektes ist diese Lücke zu schließen und ein universell einsetzbaren, individuell steuerbares Kälte- und Wärmetherapiegerät zu entwickeln für den Einsatz in der Rehabilitation, sowie bei Akutverletzungen und in der Zeit nach einem Verletzungsereignis.

Quarterceive 2.0
Laufzeit:
2017 - 2018

ProjektleiterIn:
Bernhard Hollaus, M.Sc.

Projektbeschreibung:
Ziel des Projekts ist es einerseits eine App und die dahinter liegende Hardware zu entwickeln, andererseits wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen im Feld der Sportwissenschaft im American Football. Mit den Kernfunktionalitäten der App soll es möglich werden, Trainingsmaschinen aufgrund von evaluierbaren Daten Entscheinungen und Kommandos zu senden.


  • Ammenwerth E, Schnell-Inderst p, Hoerbst A. Patient empowerment by electronic health records: First results of a systematic review on the the benefit of patient portals. In: L. Stoicu-Tivadar, B. Blobel, T. Marcun and A. Orel (Eds.): e-Health Across Borders without Boundaries. Studies in Health Technology and Informatics Vol. 165. 2011. Amsterdam: IOS Press.
  • Hollaus, B., Raschner, C., & Mehrle, A. (2018). Development of release velocity and spin prediction models for passing machines in American football. Proceedings of the Institution of Mechanical Engineers, Part P: Journal of Sports Engineering and Technology. doi:10.1177/1754337118774448
  • Quang Ha-Van, Hannes Schwendinger, Yeongmi Kim, Matthias Harders, Design and Characterization of an Actuated Drill Mockup for Orthopedic Surgical Training, IEEE Transactions on Haptics

  • Hollaus, B., Raschner, C., & Mehrle, A. (2018) Poster: Precise Automated Passing in American Football
  • Hoerbst A, Hackl W, Ammenwerth E. SeReM2 - A Meta Model for the structured Definition of Quality Requirements for Electronic Health Record Services. Presentation at the 13th World Congress on Medical Informatics, 12. – 15. September 2010, Cape Town.

  • Patent Nr. EP2629737B1