Energy & Process Technologies

Die bestmögliche Nutzung von Ressourcen stellt ein zentrales Element einer nachhaltigen Zukunftsentwicklung dar. Der Forschungsschwerpunkt liegt im Schnittbereich der Energie- und Verfahrenstechnik und beschäftigt sich mit den facettenreichen Fragestellungen dieser Gebiete. Schwerpunkte liegen beispielsweise auf den Bereichen der Energiebereitstellung aus biogenen und nachwachsenden Rohstoffen, dem Themenkreis Wasser mit seinen Ausprägungen Abwasser, Prozesswasser und Trinkwasser sowie einem möglichst energie- und ressourceneffizienten Einsatz von Beschneiungsanlagen (Stichwort Schneemanagement).

Ziel der Projekte des Forschungsschwerpunkts sind innovative Lösungen und Konzepte für aktuelle und zukünftige Herausforderungen, die häufig gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung erarbeitet werden.

 

Strom und Wärme aus Biomasse

Die Bioenergie stellt eine der wichtigsten heimischen Energiequellen dar, wodurch kostspielige Importe von Erdgas und Erdöl verringert und eigene Ressourcen nachhaltig genutzt werden können. Zur weiteren Stärkung der Bioenergie sind die Entwicklung von Systemen und Anlagen zur Bereitstellung von Strom und Wärme aus holzartiger Biomasse notwendig. Dabei steht nicht nur ein dezentraler, nachhaltiger Energieversorgungsgedanke im Vordergrund, sondern auch die Maximierung der Effizienz und vor allem die Flexibilisierung des eingesetzten Rohstoffs. Um komplex aufgebaute Biomasse möglichst effizient und in gleichbleibender Qualität zugänglich zu machen, werden sowohl die optimierte Lagerung zur Vermeidung von Substanzverlusten und Basistransformationen der Materialien beforscht, als auch deren Trocknung, Pelletierung und Valorisierung in Richtung Biokohle.

Energieverteilung und -speicherung

Während für den Wärme- und Kälteendverbraucher die Erschließung alternativer Energiequellen oft vergleichsweise schwierig ist, können zentrale Anlagen mit hoher Effizienz und minimalen Schadstoff- bzw. CO2 Emissionen betrieben werden. Forschungsgegenstand ist daher die Untersuchung und Entwicklung entsprechender Energieverteil- und Speichersysteme auf unterschiedlichen Temperaturniveaus sowie für verschiedene Erzeuger- und Endverbrauchertechnologien.

Membrantechnik

Membranen haben sich nunmehr seit vielen Jahren in verschiedensten technischen und industriellen Bereichen etabliert. Der Forschungsbereich Membrantechnik befasst sich einerseits mit der Herstellung und Optimierung von Membranen für flüssige und gasförmige Medien und andererseits mit dem Einsatz von Membranverfahren in technischen Prozessen. Ein Augenmerk liegt dabei auf der Auswahl und labortechnischen Charakterisierung von Membranen für den jeweiligen Anwendungsfall.

Wasser- und Abwasserbehandlung

Die Forschungsaktivitäten im Bereich der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung haben zum Ziel, die zugrundeliegenden Reinigungsprozesse weiterzuentwickeln sowie den notwendigen Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Hierfür werden einerseits innovative Verfahren wie die chemisch-oxidative Wasseraufbereitung mit Sauerstoffionen und –radikalen eingesetzt. Andererseits werden etablierte Methoden wie das Belebtschlammverfahren oder die anaerobe Schlammfaulung in Reaktoren weiterentwickelt. Schwerpunktmäßig wird die Wechselwirkung der zugrundeliegenden biologischen Reinigungsprozesse mit der Reaktorhydraulik in den Behandlungsbecken verbessert, um den Schadstoffabbau bei gleichzeitig reduziertem Energieverbrauch für das Verfahren zu erhöhen.

Kontakt
Martin Spruck
Dr. Martin Spruck, MSc Hochschullektor +43 512 2070 - 3236

Bei Fragen zum Forschungsschwerpunkt kontaktieren Sie uns unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


BiK - Biomassekonditionierung
Laufzeit:
2011 - 2013

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Marcel Bernard Huber

ProjektmitarbeiterInnen:
Sabrina Dumfort, BSc MSc

Prof. (FH) Dr. techn. Angela Hofmann

Projektbeschreibung:
Im Zuge eines zweijährigen Projektes sollen Methoden zu einer verbesserten Konditionierung von biogenen Festbrennstoffen (zB Hackgut) gemeinsam mit Biomasseheizwerkbetreibern in Südtirol erarbeitet und getestet werden. Grund hierfür sind die respektablen Energieverluste bei der Lagerung von Biomassen auf zB Schütthaufen. Basis dafür wird eine entsprechende Studie zur praktischen und theoretischen Quantifizierung der Verluste unter bestimmten realen Bedingungen. In weiterer Folge sollen neben Trocknungstechniken auch Methoden zu einer verbesserten Lagerung von Biomasse untersucht werden. Ziel ist es die Gesamteffizienz bei der energetischen Verwertung von Biomasse zu steigern.

Multi-Channel-Kapillarmembrane
Laufzeit:
2010 - 2013

ProjektleiterIn:
FH-Prof. Mag. Marco Rupprich, Ph.D.

ProjektmitarbeiterInnen:
Dr. Martin Spruck, MSc

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Hermann Obholzer

Projektbeschreibung:
Planung und Fertigung eines Herstellungs- und Testsystems für Multi-Channel-Kapillarmembrane für die verbesserte Produkttrennung bei gleichzeitiger Kostenreduktion


Finanzierung:
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Öffentlicher Sektor Inland

ReCoal
Laufzeit:
2016 - 2017

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
Julian Kirchmair, BSc, MSc

Projektbeschreibung:
Im Sinne eines nachhaltigen Ressourcenmanagements sollen Nährstoffe, wie Phosphor und Stickstoff, aus Abwasserreinigungsanlagen wiederverwertet werden. Diese Nährstoffe bilden die Grundlage unseres Wohlstandes und sind essentiell für die heutige und zukünftige Landwirtschaft. Insbesondere scheint die Schließung des Phosphorkreislaufes geboten, nachdem erst der zivilisatorische Fortschritt dazu geführt hat, dass erhebliche Mengen Phosphat deponiert oder in unterschiedlichster Bausubstanz (durch Einsatz des Klärschlammes in der Zementindustrie als Sekundärbrennstoff) abgelagert werden. Die Projektidee beschreibt die Möglichkeit mit Hilfe von Mikroalgen kommunale Abwässer aufzubereiten und Biomasse zu produzieren. Das Presswasser des Faulschlamms aus einer Abwasserreinigungsanlage eignet sich gut, da hier hohe Konzentrationen an Stickstoff und Phosphor vorhanden sind und die konventionelle Behandlung, durch den hohen Belüftungsenergiebedarf, große Kosten verursacht. Neben dem Reinigungseffekt der Abwässer liegt die Innovation im Einsatz der Mikroalgen und der Aufbereitung der Algenbiomasse. Die Algenbiomasse soll in einer hydrothermalen Karbonisierung verkohlt werden, was dazu führt, dass die HTC-Kohle hygienisiert ist (Prozesstemperatur ~ 180-220°C) und als Bodenzusatzstoff (Anreicherung mit Phosphor und Stickstoff) Verwendung finden kann.

C-MEM Oberflächen und Material Optimierung
Laufzeit:
2016 - 2017

ProjektleiterIn:
FH-Prof. Mag. Marco Rupprich, Ph.D.

ProjektmitarbeiterInnen:
Roman Leithner, BSc BSc MSc

Veronika Huber, MSc

Dipl.-Ing. (FH) Marc Koch

Dr. Martin Spruck, MSc

Projektbeschreibung:
Die von SFC Umwelttechnik produzierten C-MEM Membranfasern werden für die Trink- und Abwas-serreinigung eingesetzt. Aufgrund der komplexen Produktion dieser Membranen können diese derzeit nur im eingegrenzten Bereich der Ultrafiltration (0,1 - 0,01 µm) und nur mit einem speziellen HDPE erzeugt werden, welches (i) eine beschränkte Haltbarkeit bzw. Beständigkeit in der Anwendung auf-weist, (ii) auf dem europäischen Markt nicht verfügbar und dadurch mit Lieferengpässen und hohen Transportkosten verbunden ist und (iii) teilweise hohe Ausschussraten verursacht und auch keine Adaptierung der bestehenden Membranfaser zulässt. Die Hauptziele dieses Projektes sind daher (i) ein lokal erhältliches HDPE mit Hilfe der Projektpartner nach unseren Anforderungen zu modifizieren, (ii) eine wenige Nanometer dicke ionenselektive Beschichtung für den Filtrationsbereich (0,01 - 0,001µm) zu entwickeln und abschließend (iii) auch die Produktionsanlagen auf dieses neue Material und Beschichtungstechnologie zu adaptieren bzw. umzurüsten. Dadurch soll die Produktion der Fasern hinsichtlich Ausschuss und Qualität optimiert, der Anwendungsbereich stark erweitert und insgesamt auch der C-MEM Prozess verbessert wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist zusätzlich der Know-How Vorsprung, der dadurch zur Konkurrenz aufgebaut wird, weil dieses neu entwickelte Material und die neuen Produktionsprozesse der Membran nicht frei verfügbar sein werden.

HiGas2
Laufzeit:
2015 - 2016

ProjektleiterIn:
FH-Prof. PD DDipl.-Ing. Dr.techn. Lukas Möltner

ProjektmitarbeiterInnen:
Verena Schallhart, BSc, MSc

Lucas Konstantinoff, MSc

Projektbeschreibung:
Im Projekt HiGas2 soll das Potential der gezielten Beeinflussung der Ladungsbewegung an einem dem Stand der Technik entsprechenden Gasmotor gezeigt werden. Es sollen Motorkomponenten und Betriebsstrategien entwickelt werden, die die Ladungsbewegung erhöhen und eine hochturbulente Verbrennung ermöglichen. Das Ziel ist eine deutliche Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades bei gleichzeitiger Reduktion der Emissionen. Parallel zur Inbetriebnahme des Versuchsmotors wurde in den bisherigen Forschungsaktivitäten am MCI bereits ein Strömungsprüfstand zur Quantifizierung der Ladungsbewegung konstruiert und aufgebaut womit die ideale Basis für das Erreichen des Forschungsziels geboten ist.

Hydrothermale Karbonisierung von Gemüsereststoffen
Laufzeit:
2016 - 2017

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
Projektbeschreibung:
Beim Anbau und der Verarbeitung der kultivierten Sorten zu den unterschiedlichen Produkten, fällt eine große Menge an biologischen Reststoffen an. Im Sinne der Ressourcenschonung und einer sinnvollen Kreislaufwirtschaft sollen diese Reststoffe eine neuartige Behandlung erfahren. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie soll das Potential der Hydrothermalen Karbonisierung für die Behandlung biologische Reststoffe der Giner Kartoffel & Gemüse GmbH ermittelt werden. Die Giner Kartoffel & Gemüse GmbH hat sich zum Ziel gesetzt die Technologie der Hydrothermalen Karbonisierung auf biologische Reststoffe, im speziellen Reststoffe aus der Verarbeitung von Gemüse und Obst, anzuwenden und zu etablieren. Ferner ist bei der Giner Kartoffel & Gemüse GmbH ein Projekt in Planung welche die Konzipierung einer HTC-Pilotanlage anstrebt.

Tirol 2050 – Ressourcen- und Energieszenarien
Laufzeit:
2017 - 2018

ProjektleiterIn:
Prof. (FH) Dr. techn. Angela Hofmann

ProjektmitarbeiterInnen:
Ing. Christoph Pöham, BSc, MSc

Ing. Dr. Aldo Giovannini

Projektbeschreibung:
Für zukünftige energiestrategische Entscheidungen des Landes Tirol ist das MCI mit der Ausarbeitung von voraussichtlich zwei Ressourceneinsatzszenarien für Tirol bis zum Jahr 2050 in Anlehnung an die Österreich-Studie des Jahres 2010 ‚Energieautarkie für Österreich 2050‘ beauftragt worden. Aufgrund der Tiroler Spezifika (v.a. klimatische und geomorphologische Besonderheiten) wird erwartet, dass sich die Ergebnisse bedeutend von denen der österreichweiten Studie unterscheiden werden. Im Rahmen der Studie sollen die zur Verfügung stehenden heimischen Ressourcen quantifiziert werden und den zukünftigen Bedarfsszenarien für 2050 gegenübergestellt werden. Auf diese Art kann quantifiziert werden, wie mit heutigen sowie absehbaren zukünftigen technologischen Möglichkeiten eine Bedarfsdeckung in Übereinstimmung mit den vorgegebenen Rahmenbedingungen Europas, Österreichs und sonstigen Tiroler Rahmenbedingungen erfolgen kann. Als Ergebnis der Studie wird eine grobe ‚Marschrichtung‘ erwartet, welche Ressourcen auf welche Art und Weise und in welchem Umfang am Umbau des Energiesystems beteiligt werden unter Berücksichtigung der - politisch und gesellschaftlich akzeptierten - Verfügbarkeit und Nutzbarkeit der Ressourcen.

AltHolzGas
Laufzeit:
2017 - 2019

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
Thomas Hämmerle, BSc, MSc

Projektbeschreibung:
Ziel des Projektes ist die Verwertung von Altholz in SynCraft Holzvergasungsanlagen. Der Fokus der Verarbeitung liegt dabei auf Holzemballagen und Holzverpackungen, die nach Möglichkeit der aktuellen Altholzrecyclingverordnung als Ersatzbrennstoff ausgewiesen werden können. Für die genannten Altholzfraktionen sollen unterschiedliche Aufbereitungsvarianten für die Verwertung in SynCraft-Anlagen untersucht werden. Im Speziellen handelt es sich dabei um unterschiedliche Hacker- und Schredder Technologien (Aufbereitungslinien für Altholz).

Optimierung des Energieeintrags zur Durchmischung von Faultürmen
Laufzeit:
2018 - 2020

ProjektleiterIn:
Dr. Michael Meister, MSc

ProjektmitarbeiterInnen:
Projektbeschreibung:
Das Ziel des vorliegenden Forschungsprojekts ist es, den zur Durchmischung von Faultürmen benötigten Energieeintrag zu optimieren, damit der Vergärungsprozess ökonomisch attraktiv wird. Neben der Durchmischung durch Gaseinpressung sowie durch schnell rotierende Impeller, hat sich insbesondere die Verwendung langsam rotierender Rührwerke als energetisch effizient erwiesen. Für einen optimalen Betrieb müssen allerdings das Rührwerk sowie dessen Betriebsbedingungen mit der Faulturmgeometrie und den physikalischen Eigenschaften der darin enthaltenen wässrigen Masse abgestimmt werden. Da Rührwerke bis dato auf Erfahrungswerten basierend dimensioniert bzw. betrieben werden, kann von einem erheblichen Verbesserungspotential ausgegangen werden. Das Projekt "OPTFAUL" sieht die Durchführung eines Laborversuchs sowie numerische Strömungsberechnungen zur Optimierung des Energieeintrags der Faulturmdurchmischung vor. Der geplante Versuchsaufbau ermöglicht die Messung der Durchmischungsstärke sowie des Energiebedarfs für unterschiedliche Szenarien, um die Effizienz verschiedener Rührwerke zu vergleichen. Für die 2 geeignetsten wird eine detaillierte numerische Strömungsberechnung für einen realen Faulturm durchgeführt. Nach der energetischen Optimierung werden die Projektergebnisse mit Betriebsdaten von Kläranlagen im Raum Tirol verglichen, um das Verbesserungspotential sowie die dafür notwendigen Maßnahmen aufzuzeigen.

PileCommunication
Laufzeit:
2018 - 2019

ProjektleiterIn:
Sabrina Dumfort, BSc MSc

ProjektmitarbeiterInnen:
René Nußbaumer, BSc, MSc

Projektbeschreibung:
Während der Lagerung von Heu und Holzhackgut kommt es auf Grund von biologischen Abbauprozessen zur Selbsterwärmung, die unter ungünstigen Lagerbedingungen in einer Selbstentzündung resultieren kann. Im Zuge des Projekts PiCo-PileCommunication sollen vorbereitende Untersuchungen zur Entwicklung eines Frühwarnsystems durchgeführt werden, das auf der Analyse der Gaszusammensetzung von Schüttgütern basiert. Entgegen herkömmlicher Rauchmelder soll dieses System bereits vor der eigentlichen Entzündung Alarm schlagen. Im Zuge des Projekts werden die zu Grunde liegenden Mechanismen der Selbstentzündung untersucht und die während dieser Prozesse freigesetzten Gase gemessen. Anhand dieser Laborexperimente können Leitsubstanzen definiert werden, die eine bevorstehende Selbstentzündung signalisieren.

HiGas
Laufzeit:
2014 - 2015

ProjektleiterIn:
FH-Prof. PD DDipl.-Ing. Dr.techn. Lukas Möltner

ProjektmitarbeiterInnen:
Mag. Christina-Maria Gress

Lucas Konstantinoff, MSc

Projektbeschreibung:
Die Verwendung von Gasmotoren stellt zurzeit die kommerziell effektivste Methode dar, brennbares Gas dezentral in Strom- und Wärmeenergie umzuwandeln. Gasmotoren zeichnen sich durch ihre Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit aus und bieten darüber hinaus Einsatzfähigkeit bei flexibler Brennstoffzusammensetzung. Durch die Möglichkeiten der Umwandlung von Bio- und Synthesegas und effiziente dezentrale Einsatzmöglichkeit erfährt die Branche große Nachfragezuwächse. Im Sinne eines hohen Wirkungsgrads ist aufgrund thermodynamischer Gesetzmäßigkeiten eine schnelle Verbrennung innerhalb des Brennraums von entscheidender Bedeutung. Im Rahmen der Forschungsaktivitäten soll die Verbrennung durch eine Erhöhung der Bewegung des Brenngases im Zylinderkopf, der sogenannten Ladungsbewegung gezielt beschleunigt werden. Im Projekt HiGas soll das Potential der gezielten Beeinflussung der Ladungsbewegung an einem dem Stand der Technik entsprechenden Gasmotor gezeigt werden. Es sollen Motorkomponenten und Betriebsstrategien entwickelt werden, die die Ladungsbewegung erhöhen und eine hochturbulente Verbrennung ermöglichen. Das Ziel ist eine deutliche Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades bei gleichzeitiger Reduktion der Emissionen.

Microbe Energy
Laufzeit:
2014 - 2017

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
FH-Prof. Mag. Marco Rupprich, Ph.D.

Prof. (FH) Dr. techn. Angela Hofmann

Projektbeschreibung:
Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung verschiedener Vorbehandlungsstrategien zur Steigerung der Biomethanisierung. Dabei sollen folgende 4 Vorbehandlungsmethoden untersucht werden: - Vorbehandlung durch Enzyme - Vorbehandlung (bzw. Co-Vergärung) mit anaeroben Pilzen (Neocallimastigomycota) - Vorbehandlung durch steam-explosion - Vorbehandlung durch Hydrothermale Karbonisierung

Qualifizierungsnetz Materialwissenschaften
Laufzeit:
2014 - 2016

ProjektleiterIn:
FH-Prof. Mag. Marco Rupprich, Ph.D.

ProjektmitarbeiterInnen:
Mag. Jelena Drinic

FH-Prof. DI Dr.-Ing. Michael Kraxner

Sabine Watzdorf, MSc

Mag. Alexander Dumfort

FH-Prof. Dr. Werner Stadlmayr

Projektbeschreibung:
Das gegenständliche Projekt beantragt die Förderung des Aufbaus eines Tiroler Qualifizierungsnetzes, das die Erhöhung der Fachkompetenz der Mitarbeiter in Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation (FTEI) der teilnehmenden Unternehmen in den Technologiefeldern Material- und Nanowissenschaften zum Ziel hat. Qualifizierungsmaßnahmen sind die Vermittlung von Know-How durch praktische Übungen und Vorlesungen an den teilnehmenden Hochschulen zu den Grundlagen, Methoden, aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Anwendungsfeldern. Die Inhalte der Fortbildungsmaßnahmen richten sich nach dem Qualifizierungsbedarf der Unternehmen, insbesondere werden firmenrelevante Fragestellungen in einem eigenen Modul bearbeitet. Über die Förderperiode hinaus bildet sich ein Netzwerk an Ansprechpartnern und potentiellen Kooperationspartnern mit einem umfangreichen Einblick in die Kompetenzen und Infrastruktur der teilnehmenden Hochschulen und Partnerunternehmen. Die Hochschulen können zukünftig noch besser ihre Lehr- und Forschungsinhalte nach dem Bedarf der Unternehmen gestalten und entsprechende Kooperationen eingehen. Das Projekt wird durch im Rahmen des Programms "Forschungskompetenzen für die Wirtschaft" der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert.


PowerBox - Optimierung und Rohstoffflexibilisierung der Schwebebettvergasungstechnologie
Laufzeit:
2009 - 2016

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
Dipl.-Ing. (FH) Marcel Bernard Huber

Prof. (FH) Dr. techn. Angela Hofmann

Johannes Gratzl, BSc MSc

Christoph Franzl

Dipl.-Ing. (FH) Jan Krueger

Marcel Lepuschitz, BSc

Sabrina Dumfort, BSc MSc

Robert Thaler, BSc MSc

Silvia Kostner

Mag. Christina-Maria Gress

Markus Huemer, MSc

Ing. Benedikt Bodner, BSc MSc

Dipl.-Ing. (FH) Georg Kreutner

Lisa-Marie Auer, BSc MSc

Projektbeschreibung:
Die Nutzung alternativer, biogener Rohstoffe, kurz ABR genannt, als Energieträger stellt einen Schlüsselfaktor bei der Umsetzung einer globalen Energiewende dar. Das am MCI 2007 entwickelte, thermochemische Umwandlungverfahren mittels gestufter Schwebebettvergasung bietet optimale, verfahrenstechnische Grundvoraussetzungen um diese Rohstoffe dezentral und effizient in Strom und Wärme überführen zu können. Während Holzhackgut minderer Qualität bereits in der ersten Projektphase zur kommerziellen Reife geführt werden konnte, ist man nun dran, das System für die Verwertung von ABR tauglich zu machen.

Projektpartner:
Thöni
Unternehmenssektor Inland
SCE
Unternehmenssektor Inland
SWS
Unternehmenssektor Inland

Publikationen/Literatur:
Standard 20090809 Diverse Zeitungsartikel 18th Europäische Biomassekonferenz - Lyon 19th Europäische Biomassekonferenz - Berlin Internationale Conference on Polygeneration Strategies - Wien

(co)Operation SKD
Laufzeit:
2014 - 2018

ProjektleiterIn:
Dr. Alexander Trockenbacher

ProjektmitarbeiterInnen:
Bettina Rainer, BSc MSc

Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

Heidrun Füssl-Le, BSc, MSc

FH-Prof. Mag. Marco Rupprich, Ph.D.

Sebastian Perkams, BSc MSc

Prof. (FH) Dr. techn. Angela Hofmann

Dipl.-Ing. Michael G. Schnitzlein, PhD

FH-Prof. Dr. Christoph Griesbeck

Dr. Martin Spruck, MSc

Peter Leitner, BSc MSc

Projektbeschreibung:
Ziel des Projektes ist die Etablierung eines ökonomischen Gesamtprozesses zur Produktion von werthaltigen Produkten aus phototrophen Mikroorganismen (Algen, Mikroalgen) und die anschließende energetische Verwertung der Biomasse. Dafür werden bestehende F&E-Strukturen im Bereich der Studiengänge Biotechnologie und Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik (MCI) bzw. Bio-und Umwelt- Verfahrens- und Material und Kunststofftechnik (FH OÖ) aufgebaut, weiterentwickelt und verknüpft, sowie die analytische Expertise des Austrian Drug Screening Institutes (ADSI) in das Konsortium eingebracht werden. Die Entwicklung der einzelnen Prozessschritte und der Kompetenzaufbau für die Betrachtung des Gesamtprozesses stehen im Vordergrund, um für potentielle Firmenpartner aus den Bereichen der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie zielgerichtete Dienstleistungen anbieten zu können.

Biomassekonditionierung 2
Laufzeit:
2014 - 2016

ProjektleiterIn:
Sabrina Dumfort, BSc MSc

ProjektmitarbeiterInnen:
Projektbeschreibung:
Um den wirtschaftlichen Schaden für Heizwerke durch Lagerungsverluste und das Risiko einer Selbstentzündung zu minimieren, sollen während des zweijährigen Projektes Untersuchungen zur Modellierung einer Hackgutmiete stattfinden. Im wissenschaftlichen Fokus steht dabei die Untersuchung verschiedener Parameter wie Temperatur, Feuchtigkeit, Sauerstoff- und Lichtverfügbarkeit auf das Holzabbauverhalten mittels eines bereits entwickelten und etablierten Laboraufbaus. Daraus generierte Erkenntnisse werden direkt mit der Praxis verglichen. Übergeordnetes Ziel ist dabei die Steigerung der Gesamteffizienz bei der energetischen Verwertung von Biomasse.

Projektpartner:
Bioenergie Tirol
Sonstige Inland
SYNECO tec
Unternehmenssektor Inland

Syngine - Gasmotor Optimierung
Laufzeit:
2011 - 2012

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Marcel Bernard Huber

ProjektmitarbeiterInnen:
Stefan Müller, BSc MSc

FH-Prof. PD DDipl.-Ing. Dr.techn. Lukas Möltner

Projektbeschreibung:
Bei der thermochemischen Umwandlung fester biogener Rohstoffe (Vergasung) spielt die Verwertung des Gases in effizienten Gasmotoren und damit die Umwandlung in Strom und Wärme eine entscheidende Rolle. Konventionelle Gasmotoren sind für die Verwertung von Holzgas nur bedingt geeignet (geringer Wirkungsgrad) und es sind entsprechende Modifikationen vorzunehmen. Unser Projektpartner PGES hat ein derartiges Modifikationsset entwickelt, dessen Performance und Eignung nun durch Umbau eines bestehenden Gasmotors und Integration in die Vergasungstestanlage PowerBox in Schwaz ausführlich untersucht werden soll. Die Ergebnisse aus diesem Projekt können einen wertvollen Beitrag für die Kommerzialisierung zukünftiger Biomasse KWK Anlagen auf Basis der Vergasungstechnologie liefern.

Projektpartner:
SCE
Unternehmenssektor Inland

AFB– Advanced Functionalisation of Biochar - Regionale, nachhaltige Bereitstellung von Aktivkohle als Koppelprodukt eines modernen Holzkraftwerks
Laufzeit:
2018 - 2020

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
Michael Kresta, BSc

David Gurtner, BSc

Thomas Hämmerle, BSc, MSc

Jan Back, BSc MSc

Jascha Keifenheim, BSc

Josef Haselwanter

Projektbeschreibung:
Die Aktivierung von Kohlen ist per se nichts Neues und wird großindustriell auch durchgeführt. Problematisch dabei sind jedoch die derzeit eingesetzten Tonnagen in den jeweiligen Prozessen. Der Großteil der Kohlen wird anhand von Drehrohröfen mit minimal Durchsätzen von 10.000 t a-1 aktiviert. Da Holzkraftwerke von SYNCRAFT derzeit maximal 400 t a-1 Holzkohle als Nebenprodukt aus regional bezogenem Waldrestholz produzieren, kann die Technologie der Drehrohrofen-Aktivierung aufgrund der hohen spez. Aktivierungskosten nicht angewendet werden. Somit müssen Konzepte entwickelt werden, welche eine ökologische und ökonomische "small scale Aktivierung" erlauben. Ferner kann mit dieser Technologie eine regional regenerativ hergestellte Aktivkohle produziert werden, welche die notwendigen Ressourcen, die meist importiert werden müssen, schont. Zusätzlich sind, laut dem Ithaka Institut, für die Herstellung einer Tonne Aktivkohle 3,5 bis 5 t Steinkohle oder 5 bis 6,5 t Braunkohle notwendig welche im Schnitt ca. 11 - 18 t CO2- Emissionen generieren. Jedoch verlangt der Markt nach einer großen Bandbreite an Aktivkohlen mit unterschiedlichen Spezifikation (BET, BJH, Form, Beschichtungen, …).

TiHoB – Tiroler-Holzkohle-Bindemittel – Regionale, nachhaltige Herstellung von Holzkohle-Briketts und Pellets durch Verwendung eines innovativen Bindemittels
Laufzeit:
2018 - 2020

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
Thomas Hämmerle, BSc, MSc

Projektbeschreibung:
Ein primäres Problem energieerzeugender Systeme unter Verwendung von Holz oder Kohle sind die anfallenden Feinstäube und Aschen. Diese zu binden und deren Entsorgung ist aufwendig und kostenintensiv. Wenn überhaupt werden derzeit hochwertige Produkte aus der Nahrungsmittelindustrie wie Zuckerrohr, Kartoffel- oder Maisstärke zur Abbindung eingesetzt. In diesem Projekt soll ein anderer Ansatz gewählt werden. Dabei sollen zu 100 % recycelte Altfette und -öle in Kombination mit Tonmineralien eine Basis zur Komprimierung der Stäube und Aschen geben. Ziel ist die Bindung von Kohlen, Aschen und Stäuben zur Weiterverwendung in der Industrie (Aufkohlen) aber auch bis hin zur Herstellung von lebensmittelkonformen Grillholzkohlen aus Holzkohlen und -Aschen unter Verwendung von recycelten Rohstoffen.

Aufklärung des Reaktionsmechanismus und der Kinetik der Hydrothermalen Karbonisierung (HTC-ARK)
Laufzeit:
2015 - 2016

ProjektleiterIn:
FH-Prof. Dr. Werner Stadlmayr

ProjektmitarbeiterInnen:
Fabian Huber, BSc

Kevin Höcherl, BSc

Projektbeschreibung:
Biomasse - das ist zum Beispiel Klärschlamm, Algen und Laub - hat, als potentiell nachwachsender Rohstoff, viel Aufmerksamkeit im Forschungsbereich auf sich gezogen. Während es mehrere Möglichkeiten zur Vorbehandlung von Biomasse gibt, gilt besonders die Hydrothermale Karbonisierung (HTC, hydrothermal carbonisation) als umweltfreundlich und zukunftsweisend. Die HTC ist eine Technik, bei welcher die Biomasse unter erhöhtem Druck und bei erhöhter Temperatur in einem wässrigen Medium in energetisch nutzbare Stoffe umgewandelt wird. Dies hat im Wesentlichen drei große Vorzüge: - Erstens sind die notwendigen Temperaturen oftmals wesentlich geringer, als bei alternativen Verfahren, - zweitens ist es nicht notwendig, die Biomasse vorher energieintensiv zu trocknen und - drittens werden anfallende Abgase im Wasser gelöst und dort gebunden, was eine weitere Nachbehandlung der Prozess-Abluft möglicherweise gänzlich überflüssig machen könnte. Das Ziel dieser Studie ist ein besseres Verständnis der Kinetik und des chemischen Mechanismus, der im Hintergrund dieser spannenden Reaktion abläuft - eine Vertiefung des Grundlagenwissens darf hier Hoffnung auf einen relevanten Brückenschlag zur zukünftigen Applikation machen.

Kultivierung von Algen mit LED Beleuchtung
Laufzeit:
2014 - 2015

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf
Sebastian Perkams, BSc MSc

ProjektmitarbeiterInnen:
Mag. Alexander Dumfort

Projektbeschreibung:
Im Rahmen des Algenkultivierungsprogramms wird ein Konzept zur Reinigung kommunaler Abwässer mit Hilfe von Algen entwickelt. Während die Zusammensetzung des Abwassers als Nährmedium vorgegeben ist und CO2-im Überschuss zugeführt werden kann, ist die Belichtung, also das gezielte Beleuchten der Algenlösung, ein essenzieller und kontrollierbarer Prozessparameter. Dadurch werden eine Optimierung des Algenwachstums und eine effektive Reinigung der Abwässer ermöglicht. Ziel ist es, eine dem Tageslicht nachempfundene Belichtungslösung zu finden. Der Bereich Umwelt- und Verfahrenstechnik des MCI testet möglichst einfach, robuste und kostengünstige Beleuchtungskonzepte, die für Anwendungen in Kläranlagen geeignet wären. Dabei kommen verschiedene analytische Methoden (Trockenmasse-, Phosphat-, Stickstoffbestimmung, CSB, TOC) zum Einsatz.

PHARMAQUA
Laufzeit:
2016 - 2018

ProjektleiterIn:
FH-Prof. Mag. Marco Rupprich, Ph.D.

ProjektmitarbeiterInnen:
Dipl.-Ing. (FH) Marc Koch

Dr. Martin Spruck, MSc

Jan Back, BSc MSc

Projektbeschreibung:
Ziel des gegenständlichen Projekts ist die Entwicklung eines Labormusters, bei dem durch die Kombination der Vorteile einer Hohlfasermembran ("Size-Exclusion") mit den adsorptiven Eigenschaften von Zeolithen bzw. Aktivkohle ein innovativer Weg zur Entfernung von organischen Spurenstoffen getestet werden soll, die auf die selektive Abtrennung von anthropogenen Spurenstoffe sowie auf einen möglichst einfachen und kostengünstigen Einsatz abgestimmt ist.

ModMem - Herstellung und Charakterisierung einer neuartigen Ionischen Flüssigkeits-Membran zur Biogasreinigung
Laufzeit:
2017 - 2019

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Marc Koch

ProjektmitarbeiterInnen:
Projektbeschreibung:
Der innovative Ansatz und Ziel für das gegenständliche Forschungsprojekt ist die Herstellung, Charakterisierung und Optimierung neuartiger funktionalisierter Membranen mit ionischen Flüssigkeiten. Für die Membranherstellung soll das Phaseninversionsverfahren nach Loeb und Sourirajan verwendet, modifiziert und weiterentwickelt werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk in der Entwicklung von Gaspermeationsmembrane für die Biogasreinigung.

OptiCom - Optimum Combustion in Small Gas Engines
Laufzeit:
2017 - 2018

ProjektleiterIn:
FH-Prof. PD DDipl.-Ing. Dr.techn. Lukas Möltner

ProjektmitarbeiterInnen:
Lucas Konstantinoff, MSc

Projektbeschreibung:
In den vorangegangenen Projekten HiGas und HiGas2 wurde eine Methodik entwickelt mit der die Wirksamkeit von Ladungsbewegung beeinflussenden Geometrien von Zylinderköpfen auf ihre Auswirkung an Biogasmotoren gezeigt werden kann. Dazu werden Zylinderköpfe auf einem am MCI entwickelten Strömungsprüfstand (Flow Bench) auf ihre Strömungseigenschaften hin untersucht und anschließend auf einem Versuchsmotor vermessen. Auf dieser Flow Bench können Zylinderköpfe bezüglich Luftdurchsatz und Ladungsbewegung, primär die Rotation der Ladung um die Kolbenachse (= Drall) quantitativ bewertet werden. Am Versuchsmotor können anschließend der thermische Wirkungsgrad und die zeitlich aufgelösten Energieumsätze ermittelt, und somit die Wirksamkeit der Maßnahmen bewertet werden. Somit ist es möglich die Geschwindigkeit der Verbrennung in einen Zusammenhang mit den zuvor ermittelten Strömungscharakteristika von Zylinderköpfen zu bringen. Die gesteigerte Turbulenz im Brennraum und wirkungsgradbegünstigende Ladungsbewegung ist primär auf ventilsitznahe Geometrien am Zylinderkopf zurückzuführen. Es ist jedoch bekannt, dass eine zu hohe Turbulenz den Effekt eines besseren Wirkungsgrades durch schnellere Verbrennung negativ überkompensieren kann. Eine zu hohe Ladungsbewegung führt zu hohen Wandwärmeverlusten und somit zu einem geringeren Wirkungsgrad. Für die generierte Turbulenz gibt es daher in Hinblick auf den Wirkungsgrad ein Optimum. Die optimale Ladungsbewegung soll im angestrebten Projekt OptiCom durch unterschiedliche Varianten des Einlass-Designs gefunden werden

HTC-ARK 2
Laufzeit:
2017 - 2018

ProjektleiterIn:
FH-Prof. Dr. Werner Stadlmayr

ProjektmitarbeiterInnen:
Daniel Hargaßner, BSc

Patrick Wilczek, BSc

Projektbeschreibung:
Im Vorgängerprojekt HTC-ARK konnte ein bisher nicht bekanntes Verhalten von Kohlen beobachtet werden, welche durch Hydrothermale Karbonisierung (HTC) hergestellt wurden. Bei Zugabe verschiedener Additive konnte in einem sehr engen Konzentrationsbereich ein stark exothermes Verhalten der Kohle bei Verbrennung nachgewiesen werden. Da dieses Phänomen vollständig neu ist, soll eine Aufklärung seiner Natur erfolgen und festgestellt werden, ob der Effekt auf eine geänderte Morphologie der Probe oder auf eine veränderte chemische Zusammensetzung zurückgeht.

Beschichtungsmethode zur Nachbehandlung von Hohlfasermembrane
Laufzeit:
2015 - 2016

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Marc Koch

ProjektmitarbeiterInnen:
Dr. Martin Spruck, MSc

Roman Leithner, BSc BSc MSc

Projektbeschreibung:
In dem vorliegenden Projekt sollen MF/UF Hohlfasermembrane auf Polymerbasis durch einen zusätzlichen nachgeschaltenen Prozessschritt in Richtung Nanofiltrationsmembran weiterentwickelt werden. Nanofiltration zeichnet sich durch das Abtrennen von Substanzen wie beispielsweise Schwermetallionen oder Pestizide aus. Dadurch soll das bestehende Produktportfolio erweitert werden. Im Zuge von geplanten Versuchsreihen sollen kritische Herstellungsparameter für den Beschichtungsprozess wie beispielsweise die Chemikalienkonzentrationen oder Verweilzeit untersuchen und optimale Prozessbedingungen identifizieren.

OptiFaul - Steigerung der Energieeffizienz von Kläranlagen durch eine optimierte Faulraumdurchmischung
Laufzeit:
2019 - 2022

ProjektleiterIn:
Dr. Michael Meister, MSc

ProjektmitarbeiterInnen:
Martin Pillei, BSc MSc

Dipl.-Ing. (FH) Marc Koch

Thomas Neuner, BSc, MSc

Projektbeschreibung:
Die Projektidee hat die Zielsetzung, den zur Durchmischung von Faultürmen benötigten Energieeintrag zu optimieren. Zum einen besteht ein großes wissenschaftliches Interesse, ein grundlegendes Verständnis über eine effiziente Faulturmdurchmischung aufzubauen. Da die im Faulturm enthaltene wässrige Schlammmasse von den physikalischen Eigenschaften her erheblich von Wasser abweicht, können Erkenntnisse über die effiziente Durchmischung anderer Reaktoren der Abwasserwirtschaft nicht ohne weiteres für die Faulturmdurchmischung herangezogen werden. Das vorliegende Forschungsprojekt zeichnet sich zudem durch die hohe Praxisrelevanz aus, da eine Reduktion des für die Durchmischung aufgewendeten Energieeintrags für die Kläranlagenbetreiber eine direkte Kostenersparnis ermöglicht. Sowohl die Faulturm- und Rührwerks-Konstruktion als auch der laufende Betrieb basieren bis dato auf Erfahrungswerten. Die Durchmischungsstärke kann in der Praxis nicht direkt überwacht werden (Betonschale des Faulturms, Schlammkonsistenz, …) und indirekte Methoden wie Tracermessungen sind aufwendig und kostenintensiv. Daher werden Faultürme im alltäglichen Betrieb "zur Sicherheit" meist wesentlich stärker als notwendig durchmischt. Neben konkreten Vorgaben zum optimalen Betrieb der Faulturmdurchmischung soll das Verbesserungspotential durch den Vergleich mit realen Betriebsdaten von nahe gelegenen Kläranlagenbetreibern aufgezeigt werden. Es ist daher davon auszugehen, dass Kläranlagenbetreiber u.a. im Raum Tirol direkt von den Ergebnissen aus diesem Forschungsprojekt profitieren werden.

PowerKohle
Laufzeit:
2015 - 2017

ProjektleiterIn:
Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Hupfauf

ProjektmitarbeiterInnen:
Marcel Lepuschitz, BSc

Dipl.-Ing. (FH) Marcel Bernard Huber

Dipl.-Ing. (FH) Jan Krueger

Ing. Christian Ehrenstrasser, BSc MSc

Christoph Franzl

Dipl.-Ing. (FH) Georg Kreutner

Silvia Kostner

Thomas Hämmerle, BSc, MSc

Mario Riezler, BSc

Fatih Sagcan, BSc, MSc

Jan Back, BSc MSc

Projektbeschreibung:
Die aus dem Schwebebettvergasungsverfahren anfallende Biokohle stellt nicht wie bei anderen Bioenergieanlagen zumeist einen Reststoff oder Abfall dar, sondern ist aufgrund der Charakteristik und des Reinheitsgrads als vielfältiger Roh- und Wertstoff einzustufen. Diese durch eigene und unabhängig durchgeführte Analysen aufgezeigte Besonderheit der Biokohle aus CraftWERK-Anlagen stellt die Ausgangslage für das vorliegende Projekt dar, welches zum Ziel hat klare Verwertungs- und Einsatzmöglichkeiten für das Rohprodukt Biokohle aus CraftWERK-Anlagen zu untersuchen und miteinander zu vergleichen. Dabei sollen jene Verwertungspfade identifiziert werden welche kurzfristig, möglichst regional, möglichst ertragreich und ohne aufwändige Aufbereitung des Rohprodukts für die jeweiligen Mengen an Biokohle pro CraftWERK am attraktivsten erscheinen. Neben diesen kurzfristigen Verwertungskanälen sollen aber auch jene identifiziert werden, welche mittelfristig auch für größere Mengen guten Absatzmöglichkeiten bieten. Aus dieser globalen Zielsetzung für das gegenständliche Projekt lassen sich folgende 3 Projektsubziele definieren: - Qualitätsvergleich unterschiedlicher Biokohlen - Entwicklung Schnellanalysemethode für Biokohle - Anforderungs-/Kriterienkatalog: Anwendungsmöglichkeiten für Biokohle

Analyse von Motorölen für die Produktion von Motorradmotoren
Laufzeit:
2015

ProjektleiterIn:
FH-Prof. PD DDipl.-Ing. Dr.techn. Lukas Möltner

ProjektmitarbeiterInnen:
Verena Schallhart, BSc, MSc

Mag. Jelena Drinic

Projektbeschreibung:
Im Verlauf der Produktion von Motorradmotoren werden diese nach der Komplettierung mit Motoröl befüllt, welches nach einem anschließenden Probelauf wieder abgelassen wird. Der Grund für diese Vorgehensweise liegt darin begründet, dass beim Erststart eine beträchtliche Menge an Metallabrieb und Fremdstoffen aus der Fertigung vom Motoröl aus dem Motor gespült werden und dieses somit für eine weitere Verwendung nicht mehr einsetzbar ist. Aus ökonomischen aber auch ökologischen Gesichtspunkten wird das abgelassene Motoröl gesammelt und für eine erneute Verwendung regeneriert. Neben dem Eintrag von Feststoffen, welche durch mechanische Abtrennung (Filtration) effizient separiert werden können stellt der produktionsbedingte Eintrag von wasserhaltigem Kühlmittel eine weitere Quelle dar, die zu einer Beein-trächtigung der Schmierstoffqualität führen kann. Die Abtrennung des Kühlmittels aus dem Motoröl wird derzeit durch eine Vakuumverdampfung realisiert. Motoröl ist je nach Additivierung durchaus in der Lage eine bestimmte Menge an Wasser aufzunehmen ohne das es zu einer Entmischung und Phasentrennung kommt. Diese kritische Menge an Wasser die vom Öl in Form einer Emulsion maximal gebunden werden kann verändert sich jedoch mit dem Alterungszustand des Motoröls, sodass derzeit keine verlässlichen Aussagen über den Zustand und den maximal möglichen Wassergehalt (Sättigungspunkt) getroffen werden können. Im Rahmen der angestrebten Forschungsaktivitäten soll einerseits die Bestimmung des Wassergehalts zu diskreten Zeitpunkten über einen definierten Zeitraum stattfinden. Mithilfe von Aufzeichnung von Seiten KTM, wie z.B. die Anzahl und Type der produzierten Motoren soll mittels der Messdaten eine Korrelation zwischen den Betriebsbedingungen des Motoröls und des Wassergehalts gefunden werden. Andererseits soll für ausgewählte Ölproben der Sättigungspunkt, d.h. der maximal mögliche Wassergehalt experimentell ermittelt werden, mit dem Ziel einer größtmöglichen Materialeffizienz, bzw. der optimalen Nutzung des Motoröls. Zusätzlich zur Bestimmung des Wassergehalts, bzw. des Sättigungspunktes wird ein bereits gelieferter Sensor auf seine Eignung zur Online-Messung untersucht. Ein weiteres Projektziel ist die Bestimmung des Feststoffgehaltes in gebrauchtem Motoröl und nach Möglichkeit dessen Analyse.

Herstellung von Composite Mehrkanal-Kapillarmembrane für die Nanofiltration
Laufzeit:
2014 - 2015

ProjektleiterIn:
Dr. Martin Spruck, MSc

ProjektmitarbeiterInnen:
Iris Eichner, BSc

Projektbeschreibung:
Die Membrantechnik hat sich als Trennverfahren im Bereich der Wasseraufbereitung etabliert. Das Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung neuartiger Nanofiltrations-Membrane auf der Basis von Mehrkanal-Kapillarsystemen. Diese spezielle Bauform bietet Vorteile wie beispielsweise eine hohe Packungsdichte und verringerte Verblockungsgefahr. Die Einsatzgebiete solcher Membrane liegen in der Pharma-, Getränke- und Textilindustrie sowie in der Abwasserbehandlung.

EHIL - Einsatz von Holzkohle in der Industriellen Landwirtschaft
Laufzeit:
2019 - 2021

ProjektleiterIn:
Thomas Hämmerle, BSc, MSc

ProjektmitarbeiterInnen:
Thomas Klammsteiner, MSc

Sabrina Dumfort, BSc MSc

Felix Kurzemann, MA

Projektbeschreibung:
Ziel des Projekts ist die praxisnahe Ko-Kompostierung von Holzkohle und die Anwendung dieser Erdenmischung in der industriellen Landwirtschaft. Um dieses Ziel zu erreichen werden im Projekt mehrere Sub-Ziele verfolgt, u.a. Herstellung verschiedener Endrezepturen und Ausbringung ebendieser auf Versuchsflächen, um die Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum und chemische sowie mikrobiologische Veränderungen des Bodens betrachten zu können.

KLA:R-Klärschlamm und Abwasser: Ressourcen nutzen
Laufzeit:
2015 - 2016

ProjektleiterIn:
FH-Prof. Mag. Marco Rupprich, Ph.D.

ProjektmitarbeiterInnen:
Mag. Alexander Dumfort

Projektbeschreibung:
Mit dem Projekt KLA:R des Vereins klasse!forschung werden komplexe Zusammenhänge in der Abwasserreinigung gemeinsam mit ExpertInnen aus Wissenschaft und Wirtschaft so aufbereitet, dass diese für Kinder und Jugendliche von 8-18 Jahren der Region Innsbruck west bis Telfs faszinierend vermittelt werden können. Schulische und außerschulische Aktivitäten mit besonderem Augenmerk auf junge Mädchen und SchülerInnen mit Migrationshintergrund sollen Begeisterung für moderne Technologien und Anwendungen der Abwasserreinigung, unter Einbeziehung des unternehmerischen Kontexts, fördern und Bewusstsein für den schonenden Umgang mit unseren Ressourcen schaffen.


BioAdd - Additiveinsatz zur qualitätserhaltenden Lagerung von Holzhackgut
Laufzeit:
2017 - 2020

ProjektleiterIn:
Sabrina Dumfort, BSc MSc
Prof. (FH) Dr. techn. Angela Hofmann

ProjektmitarbeiterInnen:
Silvia Kostner

Philip Eienbach

Stefan Eder, BSc

Projektbeschreibung:
Ziel gegenständlichen Projektes ist die Untersuchung der Einsetzbarkeit von alkalischen Additivstoffen während der Lagerung von Holzhackgut. Diese Maßnahme gewährleistet zum einen eine Reduktion des Substanzverlustes durch mikrobielle Abbauprozesse, zum anderen wird das Risiko einer Selbstentzündung des Haufwerks entkräftet. Überdies wird der Einfluss der Additive auf die anschließende Verbrennung und Vergasung des Brennstoffes untersucht. Neben labortechnischen Experimenten sowie Lagerversuchen wird die wirtschaftliche und technische Machbarkeit validiert und ein Konzept zur Brennstoffadditivierung während der Lagerung ausgearbeitet werden.


  • Huber M.B., Huemer M., Hofmann A., Dumfort S.: Floating fixed-bed-gasification: from vision to reality; Energy Procedia 93, 120-124.
  • J. Back, R. Brandstätter, M. Spruck, M. Koch, M. Rupprich. Fabrication of PVDF multi-channel capillary membranes and their application in water treatment. Presentation at ACHEMA 2018 - Membranes and Membrane Processes, 2018, Frankfurt, Germany.
  • B. Hupfauf, T. Hämmerle, M.Lepuschitz (2016). Plant growth tests and the issue of the analysis of PAHs with biochar from gasifier plants. Energy Procedia, 93, 9-13. doi: 10.1016/j.egypro.2016.07.142
  • J. Back, R. Brandstätter, M. Spruck, M. Koch, S. Penner, M. Rupprich. Parameter Screening of PVDF/PVP Multi-Channel Capillary Membranes. Polymers, 2019, 11(3), 463.
  • Meister, Michael; Rezavand, Massoud; Winkler, Daniel; Rauch, Wolfgang (2016): A GPU-Compatible Scheme for Coupling SPH to Process-Based Wastewater Treatment Models. In: Proceedings of the 11th SPHERIC International Conference. München: Technische Universität München, ISBN 9-783000-533587, pp. 305 - 312.

  • B. Hupfauf; Quality of biochar production, 17th International Conference SLOBIOM 2017, Ljubljana, 2017

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