27. Juni 2017

MCI-Expertise für Machbarkeit der Olympischen Winterspiele

Innsbruck-Tirol möglicher Vorreiter für moderne & nachhaltige olympische Spiele

Unter großer medialer Aufmerksamkeit wurden kürzlich die Ergebnisse der von Land Tirol, Stadt Innsbruck und Österreichischem Olympischen Komitee beauftragten „Machbarkeitsstudie Olympische Winterspiele Innsbruck-Tirol 2026“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Konsortium bestehend aus den beiden Frankfurter Partnern PROPROJEKT und AS+P Albert Speer + Partner sowie den in Innsbruck ansäßigen Partnern SOLID Event Management + Consulting und MCI Management Center Innsbruck haben im Detail untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen der Standort Innsbruck-Tirol als Gastgeber von Olympischen Winterspielen 2026 fungieren könnte.

Im Rahmen der Studie erfolgte eine detaillierte Abklärung der strategischen Ziele und Leitlinien, eine aufwändige Untersuchung potentieller Wettkampfstätten sowie möglicher Standorte für die Unterbringung von Athleten, Betreuern, Funktionären, Medienvertretern und Besuchern, eine systematische Evaluierung und Optimierung nach sportfachlichen, logistischen und wirtschaftlichen Implikationen sowie die Empfehlung einer Vorzugsvariante.

Tirol bietet mit der bereits vorhandenen Infrastruktur eine ausgezeichnete Grundlage für eine Austragung von Olympischen Winterspielen 2026. So ist beispielsweise ein Großteil der Wettkampfstätten bereits vorhanden oder kann mit relativ geringem Aufwand temporär bereitgestellt werden. Dauerhafte Neubauten sind keine nötig, was ein Alleinstellungsmerkmal in der Geschichte der Olympischen Winterspiele darstellen würde.

Die Verteilung der Wettkampfstätten und des Olympischen Dorfes auf ganz Tirol stellt eine weitere Besonderheit dar. Knapp 70 Prozent der Wettkämpfe würden außerhalb Innsbrucks ausgetragen werden. Schauplätze mit bereits vorhandener Expertise in der Austagung von Sport-Großevents wären unter anderem St. Anton am Arlberg (Ski Alpin), Kühtai (Snowboard, Freestyle Ski), Seefeld (Langlauf, Skispringen) oder Hochfilzen (Biathlon). Auch das benachbarte Inzell (Eisschnelllauf) in Bayern ist Teil des dezentralen Konzeptes. Dazu kommen noch Vorbereitungs-, Trainings- und Ausweichstätten.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zeigen zudem, dass eine Austragung von Olympischen Winterspielen 2026 bei konsequenter Anlehnung an das präsentierte Konzept auch ohne öffentliche Zuschüsse möglich sein muss: Die zu erwartenden Ausgaben in Höhe von rund 1,175 Milliarden Euro decken sich mit den zu erwartenden Einnahmen. Innsbruck-Tirol könnte sich so im Einklang mit der vom Internationalen Olympischen Komitee definierten „Agenda 2020“ als Vorreiter für moderne, nachhaltige und maßstäbliche Olympische Spiele positionieren, die das weltweite Großereignis an ihren sportlichen Ursprung und regionalen Ausgangspunkt, den alpinen Raum, zurückführen.

Die Studie hat eine fundierte Entscheidungsgrundlage geschaffen“, betont Tirols Landeshauptmann Günther Platter. „Sowohl für uns, dass wir die Bewerbung weiter verfolgen wollen, als auch für die Bevölkerung, die auf Basis umfassender Information nun eine Entscheidung treffen kann.“ Dass Innsbruck/Tirol ideal geeignet sei, würden die Ergebnisse der Analyse eindeutig belegen, so Landeshauptmann Platter. „Keine Infrastruktur müsste geschaffen werden und die Spiele könnten auf Basis redimensionierter Anforderungen durchgeführt werden.“

„So viele Menschen in Innsbruck und Tirol sind unglaublich sportbegeistert. Der Wunsch nach Olympischen Spielen ist daher auch stark aus der Sportcommunity gekommen“, erinnert Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. „Bei den Youth Olympic Games 2012 haben wir in Innsbruck bewiesen, dass es auch anders geht und eine Trendwende eingeleitet: Neue nachhaltige Großveranstaltungen, die ökologisch, ökonomisch sowie sozial nachhaltig Wirkung zeigen. Das hat sich letztlich auch am finanziell positiven Ergebnis dieser Spiele gezeigt“.

Und ÖOC-Präsident Karl Stoss ergänzt: „Im Bewerbungsprozess 2026 wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Kandidaten viel intensiver unterstützen. Sprich der Prozess wird erheblich leichter und kostengünstiger. Mit Innsbruck/Tirol haben wir eine Chance, zu beweisen, dass man Spiele heutzutage modern aber trotzdem im sympathischen Format organisieren kann. Auf Anlagen, die längst bestehen, in Orten, die über Wintersport-Tradition verfügen. Mit neuen Verkehrs-Konzepten, mit mehreren olympischen Dörfern – ohne Gigantismus, ohne weiße Elefanten.“

Der Bevölkerung werden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie in den kommenden Wochen und Monaten im Detail vorgestellt. Im Rahmen eines tirolweiten Referendums am 15. Oktober 2017 ist die Tiroler Bevölkerung dazu aufgerufen, über eine potentielle Bewerbung abzustimmen.



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Mag.(FH) Ulrike Fuchs
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