26. Januar 2019

Erste Stammzellen-Typisierungsaktion am MCI mit großartigem Ergebnis

Lebensrettende Therapie bei Blutkrebs – 20 % der Patienten ohne geeigneten Spender – berührende Reaktionen der MCI-Studierenden


Stammzellentypisierungs-Aktion am MCI. Foto: MCI
430 Menschen nutzten die Möglichkeit, sich am MCI als Stammzellenspender registrieren zu lassen. Foto: MCI

Eine an einer besonders komplizierten Form der Leukämie erkrankte Absolventin der Unternehmerischen Hochschule® gab schlussendlich den letzten Anstoß: Seit mehreren Jahren finden am MCI regelmäßig Blutspendeaktionen statt. Das nächste Mal sollte man sich auch als Stammzellen-Spender registrieren lassen können. Diese Aktion wurde nun aus gegebenem Anlass vorgezogen. In Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst des Österreichischen Roten Kreuzes wurde die MCI-Aula kurzerhand in eine Rotkreuz-Zentrale verwandelt, alle Studierenden  und MCI-Mitarbeiter waren eingeladen, sich als Stammzellen-Spender typisieren zu lassen. 430 Personen haben sich spontan registrieren lassen; weitere 100 Testkits wurden zusätzlich am MCI verteilt.

„Um anderen Menschen helfen zu können“, „Die Frage ist eigentlich: Warum nicht?“, „Ich habe den Aufruf gesehen und mich spontan entschlossen“, „Leben retten zu können“, „Das ist ja eigentlich keine große Sache“ waren spontane Reaktionen der Studierenden, die sich als potenzielle Stammzellenspender zur Verfügung stellen.

Stammzellen von gesunden Spendern stellen oft die einzige Chance dar, Patienten mit bösartigen Bluterkrankungen das Leben zu retten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewebemerkmale zweier Menschen zusammenpassen, liegt jedoch bei geringen 1:500.000. Zwei von 10 Patienten, viele darunter Kinder und Jugendliche, finden derzeit keinen geeigneten Spender. Die Registrierung von möglichst vielen Menschen macht es möglich, für erkrankte Personen weltweit nach passenden Spendern zu suchen.

Die Registrierung und Typisierung ist einfach. Zugelassen sind Personen zwischen 18 und 45 Jahren, die keine schwerwiegenden Erkrankungen aufweisen. Mit Hilfe eines Wattestäbchens wird ein Wangenabstrich entnommen, im Labor untersucht und – unter Einhaltung strenger Datenschutzkriterien – in eine internationale Datenbank eingetragen. Die eigentliche Stammzellenspende läuft ähnlich ab wie eine Blutplasmaspende. Zur Vorbereitung wird mehrere Tage lang ein Medikament verabreicht, das die Produktion von Stammzellen anregt. Die Entnahme wird üblicherweise in einem größeren medizinischen Zentrum (Krankenhaus, Klinik) vorgenommen.

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