Informationsverhalten in der Corona-Krise

Date 12.05.2020

Center for Social & Health Innovation (CSHI) am MCI forscht im Bereich Public Health | aktuelle Studie befasst sich u. a. mit Fake News und Glaubwürdigkeit von Medien

 

Die Grafik zeigt die von den Befragten eingeschätzte Glaubwürdigkeit kursierender Fehlinformationen. Je dunkler das Blau, desto höher die eingeschätzte Glaubwürdigkeit. Je breiter ein Farbbereich, desto höher der Prozentsatz der Befragten, die sich dort positioniert haben. Grafik: Raffael Heiss, MCI.
Die Grafik zeigt die von den Befragten eingeschätzte Glaubwürdigkeit kursierender Fehlinformationen. Je dunkler das Blau, desto höher die eingeschätzte Glaubwürdigkeit. Je breiter ein Farbbereich, desto höher der Prozentsatz der Befragten, die sich dort positioniert haben. Grafik: Raffael Heiss, MCI.

Immer wieder werden während der Corona-Krise „Fake News“ ins Spiel gebracht. Eine Forschergruppe am MCI befasst sich daher mit der Frage, wie sich Menschen vor Fake News schützen und Informationen auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen können. Überhaupt spricht die Wissenschaft lieber von „Fehlinformationen“, denn aktuelle Studien weisen darauf hin, dass der Begriff „Fake News“ oft gezielt eingesetzt wird, um die Glaubwürdigkeit traditioneller Medien zu beschädigen.

Im Moment wertet die Forschergruppe gerade die erste Welle der Untersuchung aus, in der 1024 Österreicher/innen unter anderem über ihre Informationsgewohnheiten befragt wurden. Eine zweite Welle soll im Juni folgen. Erste Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die sich für Informationen über das Coronavirus auf Social Media verlassen, deutlich weniger gut informiert sind und kursierende Fehlinformationen weniger gut erkennen als Menschen, die häufig traditionelle Medien nutzen. „Für viele Menschen sind Infos auf Social Media attraktiv, weil sie beispielsweise Hoffnungen auf eine baldige Normalisierung nähren“, erklärt Raffael Heiss, der die MCI-Studie leitet. Man müsse sich jedoch die eigentlichen Intentionen hinter den Beiträgen bewusstmachen. Oft gehe es darum, möglichst viele Menschen zu erreichen oder politische Botschaften zu vermitteln. „Deshalb ist es immer wichtig, die Quelle der Informationen bewusst zu prüfen: Wer genau steht beispielsweise hinter einem Video, das gerade im Internet kursiert?“ Als Faustregel gilt: Wird keine Quelle angezeigt oder kennt man diese nicht, ist auf jeden Fall Vorsicht geboten.

Raffael Heiss forscht in dem am MCI eingerichteten Center for Social & Health Innovation (CSHI), einem multidisziplinär ausgerichteten Forschungszentrum für Public Health. Im Zuge der COVID19-Krise wurde ein wissenschaftlicher Blog eingerichtet: https://research.mci.edu/de/cshi/blog

 

 

 

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