Herzklappenforschung des MCI ausgezeichnet

Date 04.02.2026

„President’s Choice Award“ bei weltweit größtem Fachkongress für Herzchirurgie an MCI-Forschungsteam verliehen

Im Rahmen der weltweit größten Fachkonferenz für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der EACTS (European Association for Cardio-Thoracic Surgery) wurde ein Forschungsteam des MCI mit dem renommierten „President’s Choice Award“ ausgezeichnet. Die Ehrung zählt zu den höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen des EACTS Annual Meetings und wird ausschließlich an besonders herausragende Beiträge vergeben.

Die ausgezeichneten Forschungsaktivitäten wurden von Manuel Berger des MCI Departments Medical & Health Technologies koordiniert und in enger Kooperation mit dem Team der Herzchirurgie Innsbruck unter der Leitung von Nikolaos Bonaros durchgeführt. Neben Forschenden und Ärzt:innen wirkten auch MCI-Studierende im Rahmen ihrer Masterarbeiten maßgeblich an der Studie mit. Präsentiert wurden die Forschungsergebnisse beim 39. EACTS Annual Meeting in Kopenhagen während der hochkarätigen Session „President’s Choice“, die die besten Abstracts des internationalen Kongresses vorstellt.

Neue Ansätze für den Herzklappen-Einbau

Im Rahmen der prämierten Forschung wurden die Strömungsverhältnisse der biologischen Herzklappenprothese „Medtronic Avalus“ mithilfe numerischer Strömungssimulationen analysiert. Ziel dabei war es, durch die Untersuchung unterschiedlicher Einbauwinkel und Klappengrößen die bestmögliche Konfiguration für Patientinnen und Patienten zu identifizieren.

Die Ergebnisse zeigen: Ein um 12 Grad geneigter Einbau in Kombination mit einer um eine Nummer größeren Prothese schafft besonders vorteilhafte Strömungsbedingungen. Diese Erkenntnisse könnten künftig dazu beitragen, Komplikationen nach operativen Eingriffen zu reduzieren und den Genesungsverlauf nachhaltig zu verbessern.

Manuel Berger, Forscher und Lehrender am MCI, erklärt: „Am MCI ist es uns ein zentrales Anliegen, Lehre, Forschung und Praxis sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Herzchirurgie und die aktive Einbindung unserer Studierenden konnten wir wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse gewinnen und daraus konkrete Empfehlungen für die herzchirurgische Anwendung ableiten.“

„Die interdisziplinäre Kooperation mit dem MCI war nicht nur wissenschaftlich äußerst produktiv, sondern zeigt auch, wie praxisrelevante Forschung direkt zur Weiterentwicklung chirurgischer Standards beitragen kann“, so Nikolaos Bonaros, stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Herzchirurgie in Innsbruck.

MCI Rektor Andreas Altmann gratuliert: In der synergetischen Verschränkung von medizinischer Forschung und technologischem Know-how liegen die großen Potenziale der Zukunft. Ich freue mich sehr über diese prestigeträchtige Auszeichnung und gratuliere dem Forschungsteam sehr herzlich.“

Über EACTS

Die European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) ist die führende europäische Fachgesellschaft im Bereich der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Die EACTS fördert Innovation, wissenschaftlichen Austausch und neue chirurgische Ansätze mit dem Ziel, die medizinische Versorgung weltweit zu verbessern. Ihre jährliche Konferenz bringt tausende internationale Expertinnen und Experten zusammen und zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen der Fachwelt.

V.l.: Nikolaos Bonaros (stv. Direktor der Herzchirurgie Innsbruck), Jonna Golks (MCI-Masterabsolventin Medical & Sports Technologies), Manuel Berger (MCI-Forscher und Lehrender) ©MCI/Christina Luxner<br />
V.l.: Nikolaos Bonaros (stv. Direktor der Herzchirurgie Innsbruck), Jonna Golks (MCI-Masterabsolventin Medical & Sports Technologies), Manuel Berger (MCI-Forscher und Lehrender) ©MCI/Christina Luxner<br />
V.l.: Nikolaos Bonaros (stv. Direktor der Herzchirurgie Innsbruck), Jonna Golks (MCI-Masterabsolventin Medical & Sports Technologies), Manuel Berger (MCI-Forscher und Lehrender) ©MCI/Christina Luxner
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V.l.: Nikolaos Bonaros (stv. Direktor der Herzchirurgie Innsbruck), Jonna Golks (MCI-Masterabsolventin Medical & Sports Technologies), Manuel Berger (MCI-Forscher und Lehrender) ©MCI/Christina Luxner

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