90 Studierende, Lehrende, Vertreter:innen internationaler Partnerinstitutionen sowie Expertinnen und Experten folgten der Einladung des MCI zu den „SAR European Student Advocacy Days 2026“ in Innsbruck. Die zweitägige Konferenz, organisiert in Kooperation mit dem internationalen Netzwerk Scholars at Risk (SAR), unterstreicht die Rolle von Hochschulen als Räume freier Forschung, kritischen Denkens und gesellschaftlicher Verantwortung und stellt akademische Freiheit, demokratische Verantwortung und internationale Zusammenarbeit in den Vordergrund.
Das vielseitige Programm umfasste Keynote-Vorträge, Präsentationen, Workshops, Fallstudien und Exkursionen, in denen aktuelle Herausforderungen für Demokratie und Wissenschaftsfreiheit aus europäischer wie globaler Perspektive beleuchtet wurden.
Zu den Vortragenden zählten unter anderem Othmar Karas, Präsident des European Forum Alpbach und ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Oleksandr Shtokvych von der Central European University sowie die ugandische Genderforscherin Stella Nyanzi. Eine Exkursion mit Dirk Rupnow von der Universität Innsbruck griff zudem die historische Verantwortung von Hochschulen auf und schlug eine reflektierte Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Darüber hinaus präsentierten engagierte Studierende aus aller Welt ihre Advocacy-Projekte für inhaftierte und bedrohte Wissenschafter:innen und zeigten, wie sich Engagement für Menschenrechte mit wissenschaftlicher Analyse, Praxisorientierung und Zukunftskompetenzen verbinden lässt.
Regina Obexer, Leiterin des MCI Center for Responsible Management & Social Impact, und Belachew Gebrewold, Leiter des Departments Soziale Arbeit, betonen: „Die European Student Advocacy Days haben eindrucksvoll gezeigt, wie Studierende akademisches Wissen mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. Dieses Engagement steht für gelebte Internationalität und demokratische Mitgestaltung. Unser Dank gilt allen Mitwirkenden, insbesondere Clare Robinson und Adam Braver von Scholars at Risk, für die vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit.“
MCI Rektor Andreas Altmann ergänzt: „Akademische Freiheit ist die Grundlage für Innovation, Forschung & Entwicklung und unternehmerisches Denken und unerlässlich für eine lebenswerte Gesellschaft. Als international agierende Hochschule sehen wir es als unseren Auftrag, Studierende nicht nur wissenschaftlich exzellent auszubilden, sondern sie auch für ihre Verantwortung in der Gesellschaft zu sensibilisieren.“
Scholars at Risk (SAR) ist ein internationales Netzwerk, das sich für die Förderung der akademischen Freiheit einsetzt. Das MCI ist seit 2021 aktives Mitglied im SAR-Netzwerk und veranstaltet regelmäßig Student Advocacy Seminare im Rahmen des Masterstudiums Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -management. Dabei setzen sich Studierende mit konkreten Fällen verfolgter Wissenschafter:innen auseinander und entwickeln praxisorientierte Unterstützungsstrategien.
MCI Rektor Andreas Altmann, Laura Feith González (MCI), Clare Robinson (SAR), Adam Braver (SAR), Regina Obexer (MCI), Audrey Ryan (Roger Williams University), Belachew Gebrewold (MCI) ©MCI/Aaron Heimerl
Audrey Ryan (Roger Williams University), Clare Robinson (SAR), Oleksandr Shtokvych (Central European University), Regina Obexer (MCI), Belachew Gebrewold (MCI), Stella Nyanzi (Genderforscherin & Aktivistin), Adam Braver (SAR), Laura Feith González (MCI) ©MCI/Aaron Heimerl
Stella Nyanzi, ugandische Genderforscherin und Menschenrechtsaktivistin, im Gespräch mit Adam Braver (Scholars at Risk) ©MCI/Aaron Heimerl
Keynote von Othmar Karas, Präsident des European Forum Alpbach und ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments ©MCI/Aaron Heimerl
Othmar Karas, Präsident des European Forum Alpbach und ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, im Gespräch mit MCI Rektor Andreas Altmann ©MCI/Aaron Heimerl
Eindrücke der „SAR European Student Advocacy Days 2026“ am MCI in Innsbruck ©MCI/Aaron Heimerl
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