Ab 1. Mai 2026: Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse von österreichischen HAW/FH nun auch in Italien gesetzlich anerkannt

Date 18.03.2026

Differenzierung gegenüber Uni-Abschlüssen nun endlich aufgehoben | MCI starker Verhandlungspartner für österreichische HAW/FH

Erfreuliche Nachrichten gibt es für Studierende und Alumni österreichischer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) bzw. Fachhochschulen zu vermelden. Mit 1. Mai 2026 tritt die Anerkennung ausgewählter österreichischer Studienabschlüsse aus diesem stark wachsenden Hochschulsegment in Italien in Kraft.

Grundlage ist ein zwischenstaatliches Übereinkommen zwischen der Republik Österreich und der Republik Italien („Notenwechsel“), das ausgewählte Bachelor- und Masterabschlüsse in Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und technischen Wissenschaften nun offiziell als gleichwertig anerkennt.

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung zeigt sich erfreut: „Gerade in einem vereinten Europa müssen Bildungswege über Grenzen hinweg funktionieren. Internationale Mobilität, wissenschaftlicher Austausch und berufliche Perspektiven dürfen nicht an formalen Hürden scheitern. Diese Einigung zeigt, was möglich ist, wenn Länder gemeinsam Lösungen entwickeln im Interesse der Studierenden, Absolvent:innen und eines offenen, starken Europas.“

Mit der nunmehrigen Einbeziehung von neun HAW/FH-Bachelor- und acht HAW/FH-Masterstudiengängen in das bilaterale Abkommen setzen Österreich und Italien einen Meilenstein, von dem insbesondere die mehr als 11.000 italienischen Studierenden in Österreich – darunter rund 6.640 aus Südtirol – unmittelbar profitieren. Gleichzeitig erleichtert dieses Abkommen auch österreichischen Absolventinnen und Absolventen den Schritt über die Grenze, weil ihre gleichgestellten Studienabschlüsse künftig in Italien rascher und unbürokratischer anerkannt werden.

Beate Meinl-Reisinger, Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten, betont: „Damit öffnen sich für viele junge Menschen und Fachkräfte neue Perspektiven in Europa. Wenn Abschlüsse grenzüberschreitend anerkannt werden, erleichtert das den Weg in Ausbildung und Beruf. Genau das ist gelebtes Europa: mehr Mobilität, weniger Hürden und neue Chancen über Grenzen hinweg.“

Der Durchbruch geht auf langjährige Verhandlungen der Gemischten Expertenkommission Italien–Österreich zurück, die im März des vergangenen Jahres in Rom zum Abschluss gebracht werden konnten. Beteiligt waren Delegierte der Außen- und Wissenschaftsministerien beider Länder, der ENIC-NARIC-Zentren (Nationale Informationszentren für akademische Anerkennung), der Universität Innsbruck und des MCI.

Im Anschluss an die erfolgreich zu Ende geführten Verhandlungen galt es, zu den im zwischenstaatlichen Abkommen verankerten Studienabschlüssen einschlägige Durchführungsbestimmungen zu erlassen, das erweiterte Abkommen auf diplomatischem Prozess zu ratifizieren, den parlamentarischen Beschlussfassungen zuzuführen und das in Rechtskraft erwachsene Ergebnis im Bundesgesetzblatt zu veröffentlichen.

Das mit 1. Mai 2026 offiziell gültige Abkommen bringt spürbare Vorteile für Absolventinnen und Absolventen österreichischer HAW/FH. In Italien sind akademische Berufsberechtigungen häufig an einen Studienabschluss einer italienischen Universität gebunden. Durch Aufnahme in das bilaterale Anerkennungs-Übereinkommen werden nun auch österreichische HAW-Abschlüsse in Italien offiziell anerkannt, womit sich neue Möglichkeiten für die Ausübung akademischer Berufe ergeben.

Cornelia Hagele, Tiroler Landesrätin für Wissenschaft, Bildung und Forschung sowie Gesundheit und Pflege: „Die Anerkennung österreichischer HAW-Abschlüsse in Italien ist ein wichtiger Schritt für Durchlässigkeit, Mobilität und Chancengleichheit im europäischen Hochschulraum. Gerade für Tirol ist dies besonders wichtig, da die Nähe zu Italien und der intensive Austausch über die Grenze hinweg eine zentrale Rolle spielen. Für unsere Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen eröffnen sich dadurch neue Perspektiven in Studium, Beruf und Forschung.“

Ulrike Prommer, Präsidentin der österreichischen HAW/FH: „Es freut mich außerordentlich, dass dieser wichtige Schritt nun endlich Realität geworden ist. Damit wird eine langjährige Benachteiligung gegenüber universitären Abschlüssen in Österreich und Italien überwunden und die internationale Mobilität der Absolventinnen und Absolventen von HAW bzw. FH weiter gestärkt.“

Oswald Wolkenstein, MCI Aufsichtsratsvorsitzender: „MCI geht hier wieder einmal voran. Das unglaubliche internationale Netzwerk, das unermüdliche Engagement des MCI-Teams und die enorme Innovationskraft der Unternehmerischen Hochschule® ebnen für ganz Österreich den Weg zum Nutzen unseres Wissenschafts-, Technologie- und Wirtschaftsstandorts in einem vereinten Europa.“

Andreas Altmann, MCI Rektor: „Als international agierende Hochschule mit starker Verankerung in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino haben wir uns am MCI seit jeher mit Nachdruck für die Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Italien eingesetzt.

Mein ausdrücklicher Dank für ihr nachdrückliches Engagement gilt insbesondere MinR Karl Prummer (BMEIA) und MinR Ingrid Wadsack-Köchl mit ihrer Expertin Hannah Pesek (BMFWF), den zuständigen Entscheidungsträgern in Rom Direttrice Lavinia Monti (Ministero degli Esteri) und Direttore Luca Lantero (CIMEA), den befassten Entscheidungsträgerinnen im Land Südtirol Direktorin Rolanda Tschugguell mit ihrer Expertin Cristina Pellini, der für Studientitelanerkennung an österreichischen Universitäten zuständigen Expertin Andrea Madaluno (Universität Innsbruck) sowie nicht zuletzt meinem Team am MCI Abteilungsleiterin Susanne Lichtmannegger mit unserem Top-Experten Matthias Sparber sowie den jeweiligen politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern, Botschaftern, Sektionschefs und Teams in den einschlägigen Ministerien, Botschaften und Dienststellen.“

Die gemeinsame Expertenkommission Italien-Österreich tagte im Ministerium für Universität und Forschung in Rom: Hintergrund: Rolanda Tschugguel (Land Südtirol), Andreas Altmann (MCI Innsbruck), Cristina Pellini (Land Südtirol), Luca Lantero (CIMEA), Ingrid Wadsack-Köchl und Hannah Pesek (BMBWF, ENIC-NARIC Austria) und Andrea Maddaluno (Universität Innsbruck); Vordergrund: Karl Prummer (Leiter der Abteilung für Südtirol und Südeuropa im BMEIA) und Lavinia Monti (Leiterin des Departments internationale Zusammenarbeit im italienischen Ministerium für Universität und Forschung) ©LPA/CIMEA<br />
Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung ©BKA/Andy Wenzel<br />
Beate Meinl-Reisinger, Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten ©BKA/Andy Wenzel<br />
Cornelia Hagele, Tiroler Landesrätin für Wissenschaft, Bildung und Forschung sowie Gesundheit und Pflege<br />
Ulrike Prommer, Präsidentin der österreichischen HAW/FH ©IMC Krems<br />
Oswald Wolkenstein, MCI Aufsichtsratsvorsitzender ©WK Tirol<br />
Andreas Altmann, MCI Rektor ©MCI/Barbara Koller<br />
Die gemeinsame Expertenkommission Italien-Österreich tagte im Ministerium für Universität und Forschung in Rom: Hintergrund: Rolanda Tschugguel (Land Südtirol), Andreas Altmann (MCI Innsbruck), Cristina Pellini (Land Südtirol), Luca Lantero (CIMEA), Ingrid Wadsack-Köchl und Hannah Pesek (BMBWF, ENIC-NARIC Austria) und Andrea Maddaluno (Universität Innsbruck); Vordergrund: Karl Prummer (Leiter der Abteilung für Südtirol und Südeuropa im BMEIA) und Lavinia Monti (Leiterin des Departments internationale Zusammenarbeit im italienischen Ministerium für Universität und Forschung) ©LPA/CIMEA<br />
Die gemeinsame Expertenkommission Italien-Österreich tagte im Ministerium für Universität und Forschung in Rom: Hintergrund: Rolanda Tschugguel (Land Südtirol), Andreas Altmann (MCI Innsbruck), Cristina Pellini (Land Südtirol), Luca Lantero (CIMEA), Ingrid Wadsack-Köchl und Hannah Pesek (BMBWF, ENIC-NARIC Austria) und Andrea Maddaluno (Universität Innsbruck); Vordergrund: Karl Prummer (Leiter der Abteilung für Südtirol und Südeuropa im BMEIA) und Lavinia Monti (Leiterin des Departments internationale Zusammenarbeit im italienischen Ministerium für Universität und Forschung) ©LPA/CIMEA
Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung ©BKA/Andy Wenzel<br />
Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung ©BKA/Andy Wenzel
Beate Meinl-Reisinger, Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten ©BKA/Andy Wenzel<br />
Beate Meinl-Reisinger, Bundesministerin für europäische und internationale Angelegenheiten ©BKA/Andy Wenzel
Cornelia Hagele, Tiroler Landesrätin für Wissenschaft, Bildung und Forschung sowie Gesundheit und Pflege<br />
Cornelia Hagele, Tiroler Landesrätin für Wissenschaft, Bildung und Forschung sowie Gesundheit und Pflege
Ulrike Prommer, Präsidentin der österreichischen HAW/FH ©IMC Krems<br />
Ulrike Prommer, Präsidentin der österreichischen HAW/FH ©IMC Krems
Oswald Wolkenstein, MCI Aufsichtsratsvorsitzender ©WK Tirol<br />
Oswald Wolkenstein, MCI Aufsichtsratsvorsitzender ©WK Tirol
Andreas Altmann, MCI Rektor ©MCI/Barbara Koller<br />
Andreas Altmann, MCI Rektor ©MCI/Barbara Koller
<p>Die gemeinsame Expertenkommission Italien-Österreich tagte im Ministerium für Universität und Forschung in Rom: Hintergrund: Rolanda Tschugguel (Land Südtirol), Andreas Altmann (MCI Innsbruck), Cristina Pellini (Land Südtirol), Luca Lantero (CIMEA), Ingrid Wadsack-Köchl und Hannah Pesek (BMBWF, ENIC-NARIC Austria) und Andrea Maddaluno (Universität Innsbruck); Vordergrund: Karl Prummer (Leiter der Abteilung für Südtirol und Südeuropa im BMEIA) und Lavinia Monti (Leiterin des Departments internationale Zusammenarbeit im italienischen Ministerium für Universität und Forschung) ©LPA/CIMEA</p>

Die gemeinsame Expertenkommission Italien-Österreich tagte im Ministerium für Universität und Forschung in Rom: Hintergrund: Rolanda Tschugguel (Land Südtirol), Andreas Altmann (MCI Innsbruck), Cristina Pellini (Land Südtirol), Luca Lantero (CIMEA), Ingrid Wadsack-Köchl und Hannah Pesek (BMBWF, ENIC-NARIC Austria) und Andrea Maddaluno (Universität Innsbruck); Vordergrund: Karl Prummer (Leiter der Abteilung für Südtirol und Südeuropa im BMEIA) und Lavinia Monti (Leiterin des Departments internationale Zusammenarbeit im italienischen Ministerium für Universität und Forschung) ©LPA/CIMEA

<p>Die gemeinsame Expertenkommission Italien-Österreich tagte im Ministerium für Universität und Forschung in Rom: Hintergrund: Rolanda Tschugguel (Land Südtirol), Andreas Altmann (MCI Innsbruck), Cristina Pellini (Land Südtirol), Luca Lantero (CIMEA), Ingrid Wadsack-Köchl und Hannah Pesek (BMBWF, ENIC-NARIC Austria) und Andrea Maddaluno (Universität Innsbruck); Vordergrund: Karl Prummer (Leiter der Abteilung für Südtirol und Südeuropa im BMEIA) und Lavinia Monti (Leiterin des Departments internationale Zusammenarbeit im italienischen Ministerium für Universität und Forschung) ©LPA/CIMEA</p>
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