05. Juli 2024

Tiroler Ideenwettbewerb inspiriert Schülerinnen und Schüler

Landesrätin Cornelia Hagele, Jürgen Gschnell, stellv. Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck und Lukas Kerschbaumer vom MCI, ehren Gewinner:innen

In einer Zeit großer gesellschaftlicher Herausforderungen wie demografischer Wandel, ökologischer Umbruch und ökonomischer Unsicherheit, startete im Februar 2024 der Ideenwettbewerb „Innovationen im Sozial- und Gesundheitswesen – die Gesellschaft von morgen“. Dieses innovative Projekt wurde von der Caritas der Diözese Innsbruck, dem Land Tirol, sowie dem MCI-Studiengang Sozial-, Gesundheits- & Public Management zusammen mit dem Center for Social & Health Innovation des MCI initiiert und richtete sich an Schülerinnen und Schüler der oberen Schulstufen in ganz Österreich.

Die Jugendlichen waren aufgefordert, ihre Visionen für die Zukunft des Sozial- und Gesundheitswesens zu teilen, um auf aktuelle sowie zukünftige gesellschaftliche Probleme nicht nur zu reagieren, sondern aktiv Lösungen zu gestalten. Die Bandbreite der eingereichten Ideen reichte von der Schaffung eines Senior:innendorfes, das älteren Menschen mehr soziale Teilhabe ermöglichen soll, über innovative Ansätze zur Inklusion von Migrantinnen und Migranten, bis hin zur Nutzung künstlicher Intelligenz in der Krebsdiagnostik.

Die Gewinnerprojekte wurden aus 33 Einreichungen von einer Expert:innenjury ausgewählt und zeichnen sich durch besondere Kreativität und Innovationspotential aus. Sie zeigen eindrucksvoll, wie engagierte junge Menschen durch ihre Ideen die Gesellschaft positiv verändern können. Eine Neuauflage des Wettbewerbs ist für Herbst 2024 geplant, um weiterhin junge Talente zu fördern und frische Ideen für die Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.

Landesrätin Cornelia Hagele überreichte zusammen mit Jürgen Gschnell, stellv. Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck und Lukas Kerschbaumer, Vertreter des Center for Social & Health Innovation (CSHI) bzw. Leiter des Studiengangs Sozial-, Gesundheits- & Public Management (SGPM) des MCI, die Preise an die Gewinner:innen.

Gewinnerprojekte:

  1. Senior:innendorf – Alexia Bader und Gabriel Bogdanovic schlagen die Schaffung eines "Senior:innendorfs" vor, das die soziale Teilhabe älterer Menschen fördern und der Vereinsamung entgegenwirken soll. Das Konzept beinhaltet sowohl Wohnmöglichkeiten als auch Gemeinschaftseinrichtungen wie Supermärkte, Parks und Cafés, um ein lebenswertes Umfeld für Senior:innen zu schaffen.

  2. Eine Welt, viele Stimmen: Inklusion von Migrantinnen und Migranten – Johanna Raschhofer, Sara-Maria Bora, Lara Kisioglu, Anna Prisching, Emma Handl, Aischat Taramova und Yaren Diskiran entwickelten ein Buddy-System zur besseren Integration von Migrantinnen und Migranten. Dieses System soll persönliche Beziehungen zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen fördern, indem es auf gemeinsamen Interessen und beruflichen Hintergründen aufbaut und so die soziale Inklusion verbessert.

  3. Krebsdiagnose durch KI – Meqat Al-Zbedy und Izel Aslan präsentieren einen Ansatz zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Krebsdiagnostik. Ihr Projekt zielt darauf ab, die Früherkennung und Behandlung von Krebs zu verbessern, indem bestehende bildgebende Verfahren durch KI unterstützt werden, um präzisere Diagnosen zu ermöglichen und den Behandlungsverlauf zu optimieren.

Landesrätin Cornelia Hagele: „In Anbetracht der Entwicklung der Altersstruktur in den kommenden Jahren ist klar, dass wir den Sozial- und Gesundheitsbereich weiter- und vor allem neu denken müssen. Wie wichtig dabei innovatives Denken und Handeln ist, um Herausforderungen wie dem Personalmangel zu begegnen, dessen werden wir uns immer bewusster. Insbesondere junge Menschen nehmen bei der Entwicklung innovativer Lösungsansätze für komplexe Aufgaben eine tragende Rolle ein. Durch Initiativen wie dem Ideenwettbewerb des MCI wurde ein Format geschaffen, das Jugendliche möglichst früh für die Themen ‚Forschung und Innovation‘ begeistern soll. Dabei werden sie animiert, ihre Kenntnisse in den Bereichen Digitalisierung und Innovatives Denken zu erweitern und auf die so wichtigen Bereiche im Sozial- und Gesundheitswesen anzuwenden.“

Jürgen Gschnell, stellv. Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck: „Es ist für uns als Caritas sehr wichtig, dass wir junge Menschen mit ihren Visionen für eine gute Zukunft zu Wort kommen lassen.“

Elisabeth Rathgeb, Direktorin der Caritas der Diözese Innsbruck: „Der Ideenwettbewerb motiviert junge Menschen, kreative soziale Konzepte zu entwickeln. Das bereichert unsere Arbeit in der Caritas und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ich danke allen, die sich beteiligt haben und dem MCI für die gute Kooperation!“

Lukas Kerschbaumer (SGPM & CSHI): „Besonders positiv aufgefallen ist, dass einige Schüler:innen von Lehrerinnen und Lehrern zur Einreichung ihrer Ideen angeregt und auch gefördert wurden. Damit wurde der Ideenwettbewerb nicht nur zu einem Ereignis für Schüler:innen, sondern auch für Klassen und Schulen. Dies ist ein erfreulicher Nebeneffekt, der Innovationen im Sozial- und Gesundheitswesen noch stärker begünstigt.“