17. Juni 2020

MCiT INSIGHTS – NORDLICHTER UND BEEINDRUCKENDE NATUR IM HOHEN NORDEN

Unsere Studentin Nina Gussnig berichtet von ihrem Auslandssemester in Umeå, Schweden.

 

Nina Gussnig während ihres Auslandssemesters in Schweden. Foto: Nina Gussnig
Nina Gussnig während ihres Auslandssemesters in Schweden. Foto: Nina Gussnig

Im August 2019 startete ich in mein Auslandsabenteuer in Schweden für ein Semester. Es sollten lehrreiche, erlebnisvolle sowie vor allem emotionale Monate auf mich warten, die ich so schnell nicht vergessen würde.

Umeå ist die größte Stadt im Norden Schwedens und liegt etwa 700 km nördlich von der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Das Herz der Stadt ist die Umeå University mit rund 34.000 Studierenden, welche der Stadt zu Internationalität und Lebendigkeit verhilft. In kultureller und sozialer Hinsicht sind die Schweden uns Österreicher sehr ähnlich. Sie lieben die Natur, sind tolerant und hilfsbereit. Entgegen meinen Befürchtungen war das Wetter schlussendlich halb so schlimm. Auch die Dunkelheit war sehr gut zu bewältigen, obwohl Ende Dezember die Sonne etwa um 09:25 Uhr auf und um 13:44 Uhr bereits wieder unterging. Die Sonne war fast den ganzen Dezember sehr knapp über dem Horizont in gedämpften, roten Strahlen zu sehen - wenn sie denn überhaupt zu sehen war.

In das Studienleben habe ich mich aufgrund der diversen Kennenlernprogramme und der Buddy-Gruppen, bestehend aus schwedischen und internationalen Studierenden, schnell eingefunden. Durch BBQs am See, über gemeinsame Sporteinheiten bis hin zu Houseparties lernten wir die schwedische Kultur sowie neue Leute auf einfachste Weise kennen und lieben. Die Universität und die Kurse sind sehr gut aufgebaut und es wird viel Wert sowohl auf eigenständiges als auch gemeinsames Lernen in Gruppen gelegt. Neben dem Unterricht blieb aber noch genügend Freizeit und diese habe ich zum Reisen mit meinen neuen Freunden genutzt.

Anfang Oktober machten wir uns mit Mietwagen und zehn Leuten aus fünf Nationen auf den Weg nach Kiruna im Norden des Landes. Hier herrschte bereits Winter und wir genossen den ersten Schnee in vollen Zügen. Die Begegnung mit schwedischen Rentieren machte unseren Ausflug umso erlebnisreicher. Nach den ersten Prüfungen belohnten wir uns mit einem Ausflug nach Norwegen. Hier habe ich als Österreicherin mein Herz an die unbeschreibliche Natur verloren. Woraufhin wir uns gleich eine Woche später erneut auf den Weg ins Nachbarland machten. Dieser Urlaub sollte unser Highlight des gesamten Aufenthaltes werden. Zu viert machten wir uns auf den Weg auf die einzigartige Inselgruppe der Lofoten. Auf unserem Zwischenstopp in Bodø bescherte uns die Natur bereits ein herrliches Willkommensgeschenk und der Himmel färbte sich grün und violett. Über eine Stunde bestaunten wir die spektakulären Nordlichter. Insgesamt vier Tage verbrachten wir auf den fast menschenleeren Inseln. Meine Freundin schilderte die Lofoten in einer, für mich, perfekten Beschreibung: „Die Lofoten zu besuchen, ist wie eine Wanderung durch ein Picasso Gemälde.“ Meiner Ansicht nach beschreibt die Aussage diesen magischen Ort, mit seinen weißen Sandstränden, die man eigentlich nur aus dem Karibikkatalog kannte, perfekt.

Neben Schlittschuhlaufen und Rodeln in Finnland, war ein Besuch der schwedischen Hauptstadt Stockholm während meines Aufenthalts ein Muss. Ich nutzte die Zeit, um eine Studienkollegin des MCI zu besuchen, die dort ihr Auslandssemester absolvierte. Wir genossen die zahlreichen Freizeitaktivitäten und gönnten uns hin und wieder ein Bier für schlappe neun Euro. Nach den vielen doch eher naturorientierten Ausflugszielen, war es sehr schön wieder einmal in einer Großstadt zu sein.

Rückblickend denke ich, dass ich mit meiner Wahl für das Auslandssemester alles richtiggemacht habe. Ich liebte die Natur und das Entdecken von neuen Orten und genauso wie die Universität, von der ich sehr viel mitgenommen habe. Mein größtes Glück war es, so unfassbar nette Menschen kennenzulernen, die mit mir die Erfahrungen und Erlebnisse teilten. Für mich persönlich war Umeå die beste Entscheidung für mein Auslandssemester und ich werde zukünftig sicherlich wieder nach Skandinavien kommen.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen, die diese Zeit für mich möglich gemacht haben und bei all denen, die sie unvergesslich gemacht haben. Wir sehen uns bald!

Kontakt
FH-Prof. Dr. Peter J. Mirski | Leiter Department & Studiengang Bachelorstudiengang Management, Communication & IT
FH-Prof. Dr. Peter J. Mirski Leiter Department & Studiengang