04. Februar 2022

Auslandssemester an der Umeå University in Schweden im Herbst 2021

Ein lesenswerter Erfahrungsbericht von den beiden Bachelor MCiT Studierenden Theresa König & Stefan Santifaller

 

 

Theresa König & Stefan Santifaller verbrachten ihr Auslandssemester an der Umeå University in Schweden im Herbst 2021.
Theresa und Stefan beim Eisbaden in Tavelsjö. Foto Credit: Stefan Santifaller

Theresa und Stefan, weshalb fiel eure Wahl auf die Umeå University?

Stefan: Da wir beide sehr interessiert am schwedischen Lebensstil sind und als sehr Naturverbundene die faszinierende und farbenfrohe Schönheit Skandinaviens persönlich erleben wollten, fiel unsere Wahl auf die Umeå University. Ein weiterer sehr ausschlaggebender Punkt für unser Erasmus-Semester in Schweden war mit Sicherheit auch die relativ stabile Situation rund um die Corona-Pandemie im Gastgeberland. Was sich jetzt im Nachhinein deutlich bestätigen lässt.

Wo seht ihr die größten Unterschiede zwischen eurer Gastuniversität und dem MCI?

Stefan: Die größten Unterschiede resultieren mit Sicherheit aus dem sehr theoretischen Lernansatz an der Umeå University und dem relativ hohen Praxisbezug am MCI | Die Unternehmerische Hochschule. Ein weiterer großer Unterschied bestand darin, dass die Kurse an der Gastuniversität nicht parallel bis zum Semesterende geführt werden, sondern samt Klausuren in monatliche Blöcke aneinandergereiht sind. Die Prüfungen waren mit vier Stunden, verglichen zum MCI, sehr lang. Weiters ist uns bereits zu Beginn aufgefallen, dass KommilitonInnen dort nicht so sehr im Austausch stehen und kein so “familiäres” Verhältnis pflegen wie wir es vom MCI gewohnt sind.

Wie ist es, während COVID-19 ein Auslandssemester in Schweden zu absolvieren?

Theresa: Ehrlich gesagt hat man in Schweden nahezu nichts von der Pandemie gemerkt. Die Maske haben wir lediglich am Flughafen für die An- und Abreise getragen. Auch war es zum Beispiel im Supermarkt anfangs sehr ungewohnt, dass keiner mit Maske oder Abstand zueinander unterwegs war. Trotz keinerlei Einschränkungen hat alles wunderbar funktioniert. Umso ungewohnter war für uns beim Nachhausekommen die Konfrontation mit allen strikten Maßnahmen.

 Wie gefällt euch Umeå?

Theresa: Wir waren beide sehr positiv überrascht von der Stadt. Dafür, dass sie recht unbekannt ist, wurden unsere Erwartungen auf jeden Fall übertroffen. Generell ist Umeå ähnlich wie Innsbruck; sei es durch den hohen Studentenanteil, die vielen Fahrräder, dass es doch recht überschaubar und alles gut erreichbar ist, oder auch den großen Fluss “Ume älv”. Die Stadt ist zudem sehr naturnah. Man ist schnell am bekannten See Nydala, kann viel Wandern in den Wäldern oder zum Beispiel Kayaken, so lange die Tage noch hell sind. Überraschend war für uns jedoch, dass die Lebenskosten, insbesondere Lebensmittel, sehr viel teurer waren, als wir das gewohnt sind. Da wurde dann schon genau kalkuliert und überlegt, wie umfangreich gekocht wird. Für eines hatten wir aber immer das nötige Kleingeld - wobei in cash eh nichts bezahlt wird in Schweden, jeder Kleinstbetrag wird mit Kreditkarte beglichen - sog. “Fika”: eine sehr bekannte Tradition der Schweden, nämlich eine Kaffeepause mit Freunden zu der man gut und gerne auch die schwedischen Zimtschnecken “Kanelbullar” isst.

 Was war die größte Herausforderung während eures Auslandssemesters?

Theresa: Für mich waren es die immer kürzer werdenden Tage, bis hin zu max. drei Stunden Sonnenschein. Wobei die Sonne dann auch nicht hoch, sondern die ganze Zeit wie kurz vorm Untergehen stand. Da musste man sich dann schon organisieren, dass man zum Beispiel an die frische Luft geht, solange es hell ist. Dank der vielen Freundschaften, die sich während meiner Zeit in Umea aufgebaut haben, ist die gute Laune trotzdem nie zu kurz gekommen! :-)

Stefan: Anfangs bestand die Herausforderung in der Umstellung auf den englischsprachigen Uni-Alltag, an welchen ich mich bereits nach einigen Tagen vollständig gewöhnt hatte. Gegen Ende des Semesters war es hingegen die “unendliche” Dunkelheit. Diese ließ sich für mich allerdings dank der sehr intensiven Zeit im IKSU - eine der größten Sportanlagen Nordeuropas, die die Stadt zu bieten hat - mental gut bewältigen.

Theresa und Stefan, wir danken euch für eure spannenden Einblicke in euer Auslandsseemster!

Kontakt
FH-Prof. Dr. Peter J. Mirski | Leiter Department & Studiengang Bachelorstudiengang Management, Communication & IT
FH-Prof. Dr. Peter J. Mirski Leiter Department & Studiengang +43 512 2070 - 3500