MCI-Alumna als PhD-Kandidatin am Center for Social & Health Innovation

Date 04.02.2026

Amelie Sigge erforscht die wachsende Gefahr von durch Mücken übertragenen Infektionskrankheiten in Österreich

Seit Kurzem beschäftigt sich Amelie Sigge im Rahmen ihres PhD-Projekts am MCI Center for Social & Health Innovation in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, mit einem neuen Gesundheitsrisiko: Durch Stechmücken übertragene Infektionskrankheiten. Immer häufiger kommen diese in Europa vor [1][2].

So stellen etwa Erkrankungen wie Denguefieber oder Infektionen mit dem Zika-, West-Nil- oder Chikungunya-Virus den Kontinent und seine öffentliche Gesundheit vor neue Herausforderungen. Auch Österreich ist davor nicht gefeit. Im Gegenteil – als ein vom Tourismus und grenzüberschreitender Mobilität geprägtes Land stellt der Anstieg solcher Infektionskrankheiten eine zunehmende Gefahr für Österreichs öffentliche Gesundheit dar [3][4].

Was also tun? „Fight The Bite“, dachte sich Amelie, und wird als PhD-Kandidatin an ebendieser Problemstelle anknüpfen. Dabei stehen besonders die Themen Prävention und Resilienz im Fokus ihrer Forschung. Praktisch gesprochen sollen Wissenslücken sowie fördernde und hemmende Faktoren für die Krisenvorsorge identifiziert und darauf aufbauend evidenzbasierte Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit in Österreich entwickelt werden.

Das Forschungsvorhaben wird dabei einen partizipativen Mixed-Methods Ansatz verfolgen, in dem einerseits die Allgemeinbevölkerung, andererseits Expert:innen im Feld miteinbezogen werden. Schlussendlich soll das PhD-Projekt Entscheidungsträger:innen dabei unterstützen, klima- und gesundheitsbedingte Risiken frühzeitig und wirksam zu adressieren, um so der Verbreitung von durch Mücken übertragenen Erkrankungen Einhalt zu gebieten.

Amelie ist Absolventin sowohl des Bachelorprogramms Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement als auch des Masterstudiengangs International Health & Social Management am. Während dieses Studiums werden Aspekte des Gesundheits- und Sozialbereichs mit Grundlagen aus Wirtschaft, Politikwissenschaft und internationalem Management verknüpft.

Darüber hinaus sollen die Studierenden auf die aktuellen Herausforderungen in diesem Sektor vorbereitet werden und die Fähigkeit erwerben, die Gesundheitsversorgung auf nationaler und internationaler Ebene weiterzuentwickeln. Das hat sich Amelie nicht zwei Mal sagen lassen, und hat die Chance genutzt, ihr PhD-Vorhaben auf ihre erfolgreich absolvierte Masterarbeit zum selben Thema aufzubauen.

Doch nicht nur eine PhD-Position ist ein höchst interessanter Karriereweg nach Abschluss des Masterstudiums, auch im nationalen sowie im internationalen Gesundheits- und Sozialbereich eröffnet das Programm den Absolvent:innen vielfältige Möglichkeiten. Alumni sind unter anderem in Führungspositionen in Gesundheitsorganisationen, in der Politik, in der Beratung, im Projektmanagement oder im Unternehmertum tätig.

Das PhD-Projekt „Fight The Bite“ zeigt eindrucksvoll, wie globale Herausforderungen lokal gedacht und praxisnahe Lösungen entwickelt werden können. Es steht damit exemplarisch für eine neue Generation von Forscher:innen im Gesundheits- und Sozialbereich, die sich mit Engagement und Expertise dafür einsetzen, die öffentliche Gesundheit nachhaltig zu schützen und zu fördern.

 

********

[1] ECDC. (2024). Worsening spread of mosquito-borne disease outbreaks in EU/EEA, according to latest ECDC figures. European Centre for Disease Prevention and Control. https://www.ecdc.europa.eu/en/news-events/worsening-spread-mosquito-borne-disease-outbreaks-eueea-according-latest-ecdc-figures?

[2] AGES. (2026). Infos zu Gelsen und Krankheiten. Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. https://www.ages.at/mensch/krankheit/infos-zu-gelsen-und-krankheiten

[3] Land Tirol. (2024). The Tyrol in Europe: Contacts with other regions. Amt der Tiroler Landesregierung. https://www.tirol.gv.at/en/the-tyrol-in-europe/contacts-with-other-regions/

[4] Fuehrer, H.‑P., Schoener, E., Weiler, S., Barogh, B. S., Zittra, C., & Walder, G. (2020). Monitoring of alien mosquitoes in Western Austria (Tyrol, Austria, 2018). PLoS Neglected Tropical Diseases, 14(6). https://doi.org/10.1371/journal.pntd.0008433

<p>Amelie Sigge, Dissertantin am Center for Social & Health Innovation ©MCI/Aaron Heimerl</p>

Amelie Sigge, Dissertantin am Center for Social & Health Innovation ©MCI/Aaron Heimerl

<p>Amelie Sigge, Dissertantin am Center for Social & Health Innovation ©MCI/Aaron Heimerl</p>
MCI-Alumna als PhD-Kandidatin am Center for Social & Health Innovation
MCI-Alumna als PhD-Kandidatin am Center for Social & Health Innovation
Amelie Sigge erforscht die wachsende Gefahr von durch Mücken übertragenen Infektionskrankheiten in Österreich
COVION-Konsortialtreffen in Innsbruck
COVION-Konsortialtreffen in Innsbruck
Fortschritte auf dem Weg zur Augmented-Reality-Navigation in der Chirurgie
Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS)
Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS)
Innovation für Gesellschaft und Wirtschaft