Warum haben Sie sich gerade für diese Hochschule entschieden?
Ich habe mich für die Universität in Ljubljana entschieden, weil ich lieber in einer kleineren Stadt so wie Innsbruck bleiben wollte. Ljubljana ist die kleinste Hauptstadt Europas und war daher für mich eine gute Wahl. Ebenso hat ein Freund von mir bereits dort sein Erasmus gemacht und ich konnte von seinen guten Erfahrungen profitieren. Zudem ist es nicht so weit weg gewesen, was mir den Kontakt zu meinen „Menschen“ vereinfacht und einige Besuche aus der Heimat ermöglicht hat.
Wie gefällt Ihnen die Universitätsstadt? Wie erleben Sie die Kultur des Gastlandes?
Das Zentrum von Ljubljana ist wirklich schön mit der Burg, die über der Stadt thront. Es gibt viele kleine Lädchen, gute Restaurants und schöne Cafés. Jedoch ist die Innenstadt auf Tourismus ausgelegt und die äußeren Bezirke der Stadt sind weniger einladend.
Die Menschen in Slowenien habe ich als sehr nett, hilfsbereit und gastfreundlich erlebt. Ich bin die letzten Jahre schon zweimal dort gewesen und habe immer die gleichen positiven Erfahrungen gemacht. Ich würde sagen, dass die Kultur eine Mischung aus den angrenzenden Ländern wie Österreich, Italien und Kroatien ist. Man merkt immer unterschiedliche Einflüsse, ob bei der Architektur, dem Essen oder der Mentalität. Vor allem ist auch der jugoslawische Einfluss nicht zu ignorieren.
Wo sehen Sie die größten Unterschiede zwischen Ihrer Gastuniversität/-hochschule und dem MCI?
Die Fakultät Soziale Arbeit bot eigene Kurse für die Erasmus-Studierenden an, sodass ich wenig mit einheimischen Studierenden in Kontakt gekommen bin. Die Kurse waren durchweg weniger anspruchsvoll und zeitintensiv. Das MCI ist eine Fachhochschule wohingegen die Fakulteta Za Socialno Delo Teil der Universität Ljubljana ist. Das merkt man vor allem an der weniger strengen Anwesenheitspflicht und an dem Anteil der theoretischen Kurse, die angeboten werden.
Was war bislang die größte Herausforderung während Ihres Auslandssemesters?
Sehr schwierig war für mich, die Sprachbarriere in meinem Praktikum. Die Fakultät bietet ein 60-stündiges Praktikum an, welches einem nach angegebenen Präferenzen zugeteilt wird. Da ich kein Slowenisch spreche und viele Adressat:innen kein Englisch, war der Beziehungsaufbau im Praktikum anfänglich herausfordernd.
Möchten Sie uns sonst noch etwas erzählen? (z.B. über Lieblingsplätze, besondere Eindrücke und Erlebnisse, spezielle Begegnungen und Erinnerungen, etc.)
Meine Lieblingsplätze in der Stadt waren definitiv mehrere Restaurants, die beim Angebot des „stundentski boni“ mitmachen. Hier erhält man in vielen teilnehmenden Restaurants für drei bis fünf Euro eine Mahlzeit, sowie Suppe, Salat und einen Apfel.
Des Weiteren habe ich mich dazu entschieden, mit dem Fahrrad nach Ljubljana zu fahren, um zum einen den Green Travel Bonus zu bekommen und zum anderen, um die Distanz zwischen Innsbruck und Ljubljana besser einschätzen zu können und mehr von Österreich und Slowenien zu sehen. Ich war fünf Tage unterwegs und habe dabei in Hostels und Hotels übernachtet. Der schönste Moment war, als ich die Grenze überschritten habe. Das hat sich für mich nach absoluter Freiheit angefühlt.
Eindrücke aus dem Auslandssemester in Ljubljana © Leonhard Schmidt
Soziale Arbeit | Bachelor
Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -management | Master
Internationalität am MCI
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