LYMAS Projekt

Date 31.07.2025

Lebensstrategien junger Arbeitsmigrant:innen in alternden Gesellschaften

Das LYMAS-Projekt konzentriert sich auf die Erfahrungen junger Arbeitsmigrant:innen im Kontext alternder Gesellschaften. Ziel ist es, zu verstehen, wie diese Gruppe die lokalen, nationalen und transnationalen Auswirkungen des demografischen Wandels in ihren Familien-, Gemeinschafts- und Gesellschaftskontexten erlebt. Die Forschung will klären, welche Auswirkungen eine alternde Gesellschaft auf jüngere Generationen hat und wie sich die Dynamiken der Minorisierung und Exklusion in Verbindung mit der Migration und Zugehörigkeit zu ethnischen und kulturellen Minderheiten mit den breiteren gesellschaftlichen Realitäten eines Alterungsprozesses überschneiden.

Wesentliche Ziele des LYMAS-Projekts sind:

  1. Auswirkungen des demografischen Wandels: Untersuchung, wie junge Migrant:innen und ihre Familien den demografischen Wandel beeinflussen und von ihm beeinflusst werden, mit einem Fokus auf regionale, nationale und transnationale Entwicklungen.
  2. Einfluss alternder Familiennetzwerke: Erforschung, wie alte Familiennetzwerke und Mehrgenerationen-Dynamiken die Lebensverläufe junger Migrant:innen beeinflussen, einschließlich ihrer Beziehungen, Familienplanung, lebenslangen Lernens, Arbeit und sozialer Ungleichheit.
  3. Unterstützungsnetzwerke und Altenpflege: Verständnis der Rolle junger Migrant:innen in der Unterstützung ihrer älteren Verwandten, insbesondere in Kontexten, in denen die Altenpflege möglicherweise unzureichend oder uneinheitlich ist.
  4. Demografische Veränderungen und intergenerationale Beziehungen: Analyse, wie demografisch bedingte gesellschaftliche Veränderungen, die Rollen, Verpflichtungen und Beziehungen junger Migrant:innen beeinflussen, einschließlich neuer intergenerationaler Abhängigkeiten.
  5. Intergenerationale Verwandtschaftspflege: Untersuchung der Natur und des Zwecks der intergenerationalen Verwandtschaftspflege unter jungen Migrant:innen sowie der damit verbundenen Kosten und Nutzen.

Methodologisch verfolgt das MCI Forschungsteam im Projekt einen vielschichtigen Ansatz, der Policy-Analysen und Expert:innen-interviews mit partizipativen und visuellen Methoden kombiniert. Diese Herangehensweise ermöglicht eine umfassende Analyse sowohl der politischen und sozialen Makro-Kontexte als auch der Perspektiven der jungen Menschen selbst.

Durch die Betrachtung der Erfahrungen junger Arbeitsmigrant:innen in Deutschland, der Schweiz, Polen und Österreich – Länder mit unterschiedlichen sozioökonomischen und kulturellen Kontexten – zielt das LYMAS-Projekt darauf ab, wertvolle Einblicke in die regionalen und transnationalen Dynamiken des demografischen Wandels zu gewinnen. Es soll verstanden werden, wie demografische Veränderungen Migrant:innen beeinflussen und welche politischen Antworten auf diese Herausforderungen erforderlich sind.

Grüße aus Dänemark
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MCI-Expertise im internationalen Diskurs zur Migration
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