Grüße aus Australien

Date 10.02.2026

Manuel Kühne berichtet von seinem Auslandssemester an der Charles Darwin University

Warum haben Sie sich gerade für diese Hochschule entschieden?

Ich habe mich für diese Partnerhochschule entschieden, da mich das australische Gesundheitssystem und die damit verbundenen sozialarbeiterischen Einrichtungen sehr interessiert haben. Besonders spannend waren für mich die Kurse „Communication Skills“ und „Human Service Organizations“, um einen anderen Blick auf die Soziale Arbeit zu bekommen.

Zum anderen hat mich das Leben in einem Klimaraum nahe dem Äquator angesprochen: Ich wollte wissen, wie es ist, in einer Stadt zu leben, in der solch eine diverse Landschaft und Artenvielfalt vorherrschen. Gerade für mich, der noch nie im außereuropäischen Ausland war, war dies eine sehr eindrucksvolle Erfahrung.

Nicht zuletzt war auch die andere Sprache ein Punkt, der mich dazu bewegt hat, in Darwin zu studieren. Ich wollte meine Englischkenntnisse auf einen neuen Stand bringen und die australische Kultur kennenlernen.

Wie gefällt Ihnen die Universitätsstadt? Wie erleben Sie die Kultur des Gastlandes?

Darwin als Stadt kann ich nur weiterempfehlen. Die Stadt ist durch ihre Diversität (es sind über 100 verschiedene Nationalitäten in Darwin vertreten) und ihre künstlerisch geprägte Kultur sehr vielseitig. Man kann viele verschiedene Kunstaustellungen, Wochenmärkte und andere Events besuchen, welche besonders in der Trockensaison ein großes Angebot darstellen. Zudem befindet sich direkt neben dem Studentenwohnheim der Casuarina Beach, an dem man besonders gut Sonnenuntergänge anschauen kann. Landschaftlich ist ein Trip in das Outback mit den vielen Nationalparks ein Muss!

Die Kultur ist sehr vielseitig und die Menschen sind sehr aufgeschlossen. Es besteht meistens ein sehr offener Umgang. Jedoch ist es sehr prägnant, dass eine große Kluft zwischen der nicht-indigenen Bevölkerung und den indigenen Gemeinschaften besteht. Die in vielen Bereichen bemerkbare Benachteiligung der Aboriginals ist ein für mich sehr schwer zu ertragendes Bild gewesen. Außerdem spielt Rassismus leider des Öfteren eine Rolle.

Wo sehen Sie die größten Unterschiede zwischen Ihrer Gasthochschule und dem MCI?

Der größte Unterschied besteht bereits im Aufbau der Universität. An der Universität läuft ein Großteil der Kurse online. Es wird mehr Fokus auf Literaturarbeit und Nachbearbeitung der in den Lehrveranstaltungen vorbereiteten Themen gelegt. Somit ist ein Großteil des Studiums in Eigenregie zu bearbeiten. Außerdem ist der Campus dadurch deutlich leerer, da viele der Kommiliton:innen das Studium online absolvieren. Eine Präsenzzeit von nur acht Stunden pro Woche, hat es mir am Anfang schwer gemacht, Anschluss am Unicampus zu finden.

Inhaltlich unterscheiden sich Lehrveranstaltungen wie „Communication Skills“ oder Lehrverantaltungen in Verbindung mit Migration kaum. Jedoch zeigen sich in Australien gänzlich andere Strukturen im Rahmen der Einrichtungen. Der größte Unterschied bestand jedoch in der Gruppengröße in den Lehrveranstaltungen (200-300 Studierende).

Die Betreuung durch das Exchange Students Programm gestaltet sich sehr gut; dort gibt es auch direkte Ansprechpartner:innen. Jedoch haben in meinem Fall nur sechs andere Personen ein Auslandssemester absolviert. Somit gibt es keine großen Exchange Bubbles.

Was war bislang die größte Herausforderung während Ihres Auslandssemesters?

Die größte Herausforderung gab es für mich persönlich in der Anfangszeit. Dadurch, dass es nur wenige Vernetzungstreffen und wenige andere Exchange Students gab, fiel es mir sehr schwer, Anschluss zu finden. Außerdem war wenig Campusleben vorhanden. Dies führte dazu, dass ich mich anfangs oft isoliert fühlte und es einige Zeit dauerte, bis ich meinen Alltag vor Ort wirklich genießen konnte. Erst mit zunehmender Dauer des Aufenthalts lernte ich über externe Vereine und Events neue Menschen kennen und konnte mir langsam ein soziales Umfeld aufbauen. Rückblickend hat mich diese Phase jedoch auch gelehrt, geduldiger auf andere zuzugehen sowie neue Situationen eigenständig zu meistern und mir mehr Zeit für diesen Prozess des Kennenlernens und Ankommens zu geben.

Möchten Sie uns sonst noch etwas erzählen?

Lieblingsplätze: Mindil Beach Market, Lee Point, Litchfield National Park

Kulturangebote: Darwin Beer race, Darwin Festival

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Australien ©Manuel Kühne</p>
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