Im Rahmen der Lehrveranstaltung Projektmanagement II unter der Leitung von Laura Feith González setzten einige Studierende des fünften Semesters des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit am MCI ein eigenständiges Projekt zum Thema Ernährungssicherheit um. Ein gemeinsamer Ideation-Workshop markierte den Startpunkt: Innerhalb kurzer Zeit entwickelten die Studierenden aus ersten Ideen tragfähige Projektkonzepte.
Darauf aufbauend plante und organisierte die Projektgruppe eine Veranstaltung, die sich mit den sozialen, politischen und strukturellen Dimensionen von Ernährungssicherheit auseinandersetzte. Das Projekt verband praxisnahes Projektmanagement mit einer fundierten Auseinandersetzung mit einem hochaktuellen gesellschaftlichen Thema und stärkte damit zentrale Kompetenzen für die professionelle Soziale Arbeit.
Die Projektgruppe Ernährungssicherheit arbeitete mit der Ausstellung „Unser Essen in unseren Händen“ des Welthaus Innsbruck. Die kürzlich aktualisierte Ausstellung beleuchtet globale Zusammenhänge von Ernährung, Boden, Klima, Landwirtschaft, Wasser, Biodiversität, Konzernmacht und Ernährungssouveränität. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und kann von Bildungseinrichtungen ausgeliehen werden. Für einen Tag holten die Studierenden die Ausstellung an das MCI, um sie dort im Rahmen einer eigenen Veranstaltung zugänglich zu machen.
Ziel der Zusammenarbeit zwischen der Lehrveranstaltung und dem Welthaus Innsbruck war es, eine Bildungsveranstaltung zu planen und zusätzliche Materialien zu entwickeln, die sich nahtlos in die Ausstellung einfügen und speziell für Schüler:innen ab 14 Jahren geeignet sind. Da der Kurs auf Englisch abgehalten wurde und auch Austauschstudierende beteiligt waren, eignete sich das Thema besonders gut für einen globalen Zugang.
Die Studierenden erarbeiteten unter anderem eine englischsprachige Zusammenfassung der Ausstellung zur Vorbereitung von Lehrkräften, interaktive Plakate zu globalen Lieferketten sowie ein interaktives Quiz im Stil einer Spielshow inklusive Handbuch und Spielanleitung.
Der zentrale Projekttag fand am MCI statt. Zu Besuch war eine 2. Klasse der BAfEP Kettenbrücke, begleitet von zwei Lehrkräften. Die Studierenden führten die Schüler:innen durch die Ausstellung des Welthauses sowie durch die selbst entwickelten interaktiven Stationen. Die Vermittlung erfolgte bilingual auf Deutsch und Englisch, um alle einzubinden und gleichzeitig den globalen Charakter des Themas Ernährung sichtbar zu machen. An verschiedenen Stationen setzten sich die Schüler:innen aktiv mit Fragen rund um Ernährung, globale Lieferketten und Konsum auseinander.
Besonders großen Anklang fanden die interaktiven Plakate zu den Lieferketten von Kakao und Rindfleisch sowie das Quiz „Save the Planet – MillionenShow Edition“, das spielerisch Wissen vermittelte und zum Mitdenken anregte. Die Inhalte wurden von den Studierenden altersgerecht aufbereitet, verständlich erklärt und dialogisch vermittelt. Der direkte Austausch stand dabei im Mittelpunkt. Eine weitere Station widmete sich dem Thema bewusstes Essen. Dafür organisierten die Studierenden Lebensmittelspenden, unterstützt durch regionale Partner:innen.
Ein besonderer Dank gilt dem Welthaus Innsbruck für die inhaltliche Grundlage der Ausstellung und die wertvolle Zusammenarbeit sowie den Partner:innen der Lebensmittelspenden – dem Kandlerhof, der SoLaWi des Vereins Emmaus sowie Käse Tirol – für die Unterstützung dieses Ausstellungstags und die hohe Qualität der bereitgestellten Lebensmittel. Ein großes Dankeschön geht außerdem an die BAfEP Kettenbrücke für den Besuch, das Interesse und den engagierten Austausch sowie an die Projektgruppe, die diesen Ausstellungstag geplant, gestaltet und umgesetzt hat.
Eindrücke des Projekts „Ernährungssicherheit erlebbar machen“ ©MCI/Department Soziale Arbeit
Eindrücke des Projekts „Ernährungssicherheit erlebbar machen“ ©MCI/Department Soziale
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