Künstliche Intelligenz (KI) bestimmt nicht nur an Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. Fachhochschulen und Universitäten immer mehr den Alltag, sondern auch Organisationen sozialer Dienste müssen sich verstärkt mit daraus entstehenden Chancen und Herausforderungen auseinandersetzen. Aber was verändert KI eigentlich konkret auf organisationaler Ebene von sozialen Diensten? Und wie können soziale Dienstleistungsorganisationen darauf nicht nur reagieren, sondern proaktiv Lernprozesse für den Umgang mit KI anstoßen?
Unter dem Titel „Digitale Brüche durch KI. Eine organisationspädagogische Perspektive auf Künstliche Intelligenz als lernenden Lerngegenstand in sozialen Dienstleistungsorganisationen“ hielt Thomas Dierker, Hochschullektor am MCI Department Soziale Arbeit, einen Vortrag auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in München. Dabei setzte er sich mit diesen und weiteren Fragen der organisationspädagogischen Aushandlung und Lernprozessen in sozialen Dienstleistungsorganisationen unter dem Einfluss von KI auseinander.
Eingebettet war der Vortrag in das Symposium „Digitale Brüche, pädagogische Antworten: Zur Produktivität von Irritation und Disruption in pädagogischen Feldern“ mit weiteren Beiträgen von Kolleg:innen der Freien Universität Berlin, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena.
In seinem Beitrag plädiert Thomas Dierker dafür, KI nicht nur als technischen Lerninhalt, sondern als (organisations-) pädagogischen Akteur in organisationalen Transformationen wahrzunehmen. Die dabei entstehenden Brüche in Handlungs- und Strukturlogiken sollen dabei nicht nur als Störungen, sondern als produktive Reflexionsräume verstanden werden, in denen Lernen und Organisation neu verhandelt werden. Der dem Vortrag zugrunde liegende Artikel befindet sich derzeit im Review-Prozess zur Veröffentlichung im 7. Jahrbuch der Sektion Organisationspädagogik der DGfE mit dem Schwerpunktthema „Organisation & Digitalität“.
Die Relevanz des Themas für die Soziale Arbeit und sozialen Dienste ist durch die zunehmende Bedeutung von KI allgegenwertig. Das MCI Department Soziale Arbeit verfolgt diese zunehmende Bedeutung durch eine strategische Implementierung von Lehre und Forschung zu Themen der digitalen Transformation. Der Beitrag von Thomas Dierker, der sich insbesondere mit KI in sozialen Dienstleistungsorganisationen beschäftigt, stellt dabei ein weiteres Puzzleteil dieser strategischen Ausrichtung dar, durch die unsere Studierenden und Praxispartner:innen im gleichen Maße profitieren und die internationalen Forschungskooperationen gestärkt werden.
Thomas Dierker, Hochschullektor am MCI Department Soziale Arbeit, bei seinem Vortrag auf der DGfE Konferenz 2026 in München ©MCI
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