Das MCI Department Soziale Arbeit beteiligte sich kürzlich aktiv am ogsaFORUM 2026, welches dieses Jahr an der Hochschule Campus Wien stattfand. Das Forum der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa) findet alle zwei Jahre alternierend zu einer mehrtägigen Konferenz statt und ermöglicht an einem Tag einen intensiven Fachdiskurs. Dabei geht es prinzipiell darum, sich mit Stakeholdern aus Lehre, Wissenschaft und Praxis zu vernetzen, voneinander zu lernen und aktuelle Entwicklungen in der Profession und Disziplin Sozialer Arbeit detailliert zu diskutieren.
Dabei wurde in mehreren Workshops ein möglichst breites Themenspektrum durch eine Vielzahl an Arbeitsgemeinschaften bearbeitet und Feld- und fachspezifische Blicke wurden auf unterschiedlichste Facetten der Gegenwart Sozialer Arbeit gerichtet. Am Vormittag wurden die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaften durch eine Keynote zum Thema „Soziale Ausschließung als kritische Analysekategorie zur Reflexion spezialisierter Sozialer Arbeit“ von den FH-Professor:innen Saskia Ehrhardt und Christoph Stoik gerahmt. Die Referent:innen hoben hervor, wie wichtig eine kritische Reflexion eigener Selbstverständnisse in der Sozialarbeitspraxis ist, um disziplinäre und professionelle Ansprüche zu erfüllen und einen kontinuierlichen Blick „über den eigenen Tellerrand“ zu bewahren.
Das MCI Department Soziale Arbeit war in diesem Jahr durch Bastian Oechsle und Moritz Reisberger (beide wissenschaftliche Mitarbeiter) vertreten:
Bastian Oechsle engagiert sich aktiv in der Arbeitsgemeinschaft „Praxis“ der ogsa. Der Work-shop dieser AG fokussierte auf die sog. „Praxis-Triade“ in Berufspraktika von Studierenden – also den unterschiedlichen Rollen von Fachkräften, Studierenden und Lehrenden im Kontext der Praktikumsphasen im Studium. Viel diskutiert wurde u. a. zu nötigen Voraussetzungen an Praxisanleitungen, mögliche Anerkennungen beruflicher Tätigkeiten für das Studium und Unterschiede im Ausmaß von Praktika an den unterschiedlichen österreichischen Hochschulen Sozialer Arbeit. Die Auseinandersetzung mit der Thematik zeigte, dass es für die Weiterentwicklung von Praxiserwerb und Praxislernphasen weiterhin engen Austausch und Vernetzung mit Vertreter:innen aus der Praxis und Vertreter:innen der Studierenden benötigt.
Moritz Reisberger leitete gemeinsam mit Katharina Auer-Voigtländer und Lukas Richter (beide USTP – University of Applied Sciences St. Pölten) einen Workshop der AG Forschung mit einem Schwerpunkt auf nationale und internationale Forschungsförderungen und Möglichkeiten zu hochschulübergreifenden Forschungskooperationen. Im Zentrum des Workshops stand ein spannender Vortrag von Birgit Bauer (Dr.in an der USTP), die dem interessierten Publikum einen Überblick zur Forschungsförderungslandschaft in Österreich gab. Darauf folgte eine gemeinsame Diskussion zu den Unterschieden der Förderprogramme und den Erfahrungen der Anwesenden zu den Förderdetails. Somit gelang es, erste Ideen für mögliche Forschungsprojekte und Forschungskooperationen zu sammeln und sich im besten Sinne kollegial zu beraten.
Eine wohlwollende Stimmung zur produktiven Zusammenarbeit prägte nicht nur die Workshops, sondern den gesamten Tag an der Hochschule Campus Wien. Somit überwog eine positive Grundstimmung, wenngleich aktuelle Herausforderungen im Kontext multipler Krisen der Gegenwart immer wieder zur Sprache kamen. In diesem Zusammenhang zeigt sich die gemeinsame Stärke aller Fachkräfte der Sozialen Arbeit in Österreich: Nur gemeinsam, durch tiefgreifende Diskussionen, gegenseitige Offenheit und einem (selbst-)kritischen Blick lassen sich gesellschaftliche Herausforderungen innovativ, professionell und zukunftsfähig gestalten. Das MCI Department Soziale Arbeit ist in diesen Diskursen ein wichtiger Partner und engagiert sich weiterhin mit Freude in den ogsa-Arbeitsgemeinschaften und Gremien.
V.l.: Bastian Oechsle und Moritz Reisberger (MCI Department Soziale Arbeit) am ogsaFORUM 2026 in Wien ©MCI
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