Im Bachelorstudium Sozial-, Gesundheits- & Public Management am MCI absolvieren die Studierenden im Laufe ihres Studiums ein verpflichtendes Berufspraktikum, das sie gezielt auf Tätigkeiten im Sozial-, Gesundheits- und öffentlichen Sektor vorbereitet. Dabei erhalten sie Einblicke in die Praxis, wenden Wissen aus dem Studium an und lernen potenzielle Arbeitgeber:innen kennen.
Unsere Studierenden sind dabei bei unterschiedlichsten Institutionen in verschiedenen Funktionen tätig, z. B. in der Administration, im Qualitätsmanagement, in der Personalorganisation oder in Leitungs- und Projektstrukturen, und gewinnen so Einblicke in die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Organisationen.
Gleichzeitig ermöglicht das Praktikum vielen Studierenden auch unmittelbare Erfahrungen in der Arbeit mit Klient:innen. Diese praxisnahen Einblicke helfen ihnen zu verstehen, welche Anforderungen im Sozial-, Gesundheits- und öffentlichen Bereich bestehen und welche Strukturen notwendig sind, um gute Arbeit zu ermöglichen.
Wir haben bei verschiedenen Einrichtungen nachgefragt, welche Erfahrungen sie in der Zusammenarbeit mit unseren Studierenden gemacht haben. Im Folgenden gibt Markus Preims, Betreuer und Leiter des Jugendraums Neustift, einige Einblicke.
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Stellen Sie bitte Ihr Unternehmen und Ihre Tätigkeit kurz vor.
Der Jugendraum Neustift ist eine vom Land Tirol subventionierte Gemeindeeinrichtung für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 25 Jahren. Wir orientieren uns an den Grundsätzen der Offenen Jugendarbeit: Offenheit, Niederschwelligkeit, Beziehungsarbeit, Beratung, Partizipation und Verankerung in der Gemeinde. Unser Team leistet rund 60 Wochenstunden und ist mit pädagogisch sowie psychologisch geschultem Personal besetzt.
Dreimal pro Woche öffnen wir nachmittags und abends unsere Türen als Treffpunkt für junge Menschen. Neben dem regulären Betrieb bieten wir zusätzliche Freizeitangebote an: Schwimmen und Kajaken am See, Sport und Bewegung, Workshops, kreative Aktivitäten und gemeinsames Kochen. Wir arbeiten auf der Beziehungsebene und stehen parteiisch auf der Seite der Jugendlichen. Das Personal spielt, redet, berät und begleitet sie durch den Alltag und, wenn gewünscht, auch durch schwierige Lebensphasen.
Welche Aufgaben übernehmen Praktikant:innen typischerweise, und wie stellen Sie sicher, dass sie sinnvoll lernen und einen Beitrag leisten?
Praktikant:innen arbeiten bei uns gleichwertig mit dem hauptamtlichen Personal zusammen. Sie sind während der Öffnungszeiten dabei, spielen, kochen, reden und beraten. Die alleinige Verantwortung liegt dabei nie bei ihnen, da wir stets mindestens zu zweit besetzt sind. Darüber hinaus sind sie eingeladen, eigene Ideen einzubringen und Perspektiven zu einzelnen Jugendlichen zu teilen. Diese werden auch im Rahmen von Teamsitzungen und Supervisionen diskutiert, an denen die Praktikant:innen teilnehmen.
Durch diese aktive Einbindung in die Teamarbeit erhalten sie nicht nur Einblicke in die pädagogische Praxis der Offenen Jugendarbeit, sondern lernen zugleich auch organisatorische Aspekte kennen, so etwa die Planung von Angeboten, die Abstimmung mit kommunalen Partner:innen sowie grundlegende administrative und betriebswirtschaftliche Prozesse. Auf diese Weise gewinnen sie ein Verständnis dafür, wie soziale Einrichtungen strukturiert sind und wie Projekte im sozialen Bereich geplant und umgesetzt werden.
Wie gestalten Sie die Betreuung im Praktikum und welche Kompetenzen haben sich bei Studierenden als besonders wichtig erwiesen?
In Teamsitzungen und Supervisionen gibt es Raum, um Fragen zu besprechen, Herausforderungen zu reflektieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Gleichzeitig ermöglicht die Arbeit in einem kleinen Team von fünf Personen auch im Alltag einen engen Austausch, in dem viele Themen direkt besprochen werden können.
Als besonders wertvoll haben sich vor allem Menschenverstand, zwischenmenschliche Kompetenz, Geduld und ein echtes Verständnis für die Lebenswelt junger Menschen erwiesen. Auch ein analytisches Verständnis für die Organisation einer sozialen Einrichtung sowie für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern ist von ausschlaggebender Bedeutung.
Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit Praktikant:innen vom MCI?
Unsere aktuelle Praktikantin hinterlässt einen sehr kompetenten und empathischen Eindruck. Sie ist nicht nur freundlich und hilfsbereit, sondern bringt vor allem in der Arbeit mit den Jugendlichen eine bemerkenswert positive Energie mit. Sie taucht wirklich in ihre Lebenswelten ein und kann dadurch spürbar positiv auf sie einwirken. Damit sind wir rundum zufrieden.
Welchen Tipp würden Sie Studierenden geben, die sich für ein Praktikum bei Ihnen interessieren?
Authentizität – gegenüber dem Team und den Jugendlichen gleichermaßen.
Sie wollen Themen aus Social, Health & Public Management mitgestalten? Dann bewerben Sie sich für unsere Programme und werden Sie Teil der Veränderung! We Are Managing the Public Interest!
Unsere Studierenden absolvieren ein verpflichtendes Berufspraktikum, das sie gezielt auf Tätigkeiten nach dem Studium vorbereitet. ©MCI/Gabl
Sozial-, Gesundheits- & Public Management | Bachelor
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