Vom Hörsaal in die Praxis #4

Date 22.09.2026

Praktikumspartner Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) im Gespräch

Im Bachelorstudium Sozial-, Gesundheits- & Public Management am MCI | Die Unternehmerische Hochschule® ist im Zuge des Studiums ein verpflichtendes Berufspraktikum zu absolvieren, das die Studierenden auf Aufgaben und Tätigkeiten im Sozial-, Gesundheits- und öffentlichen Bereich vorbereitet. Dabei lernen sie nicht nur erste Arbeitgeber: innen kennen, sondern erhalten darüber hinaus erste Einsichten in die Praxis und haben die Möglichkeit, ihr erlerntes Wissen und Fähigkeiten aus dem Studium anzuwenden.

Unsere Studierenden lernen dabei verschiedenste Tätigkeitsbereiche kennen wie z.B. Administration, Qualitätsmanagement, Personalorganisation, Leitung sowie Projektarbeit. Zugleich wird den Studierenden auch die unmittelbare Arbeit mit Klienten: innen nähergebracht, wodurch sie Einsicht gewinnen, welche Strukturen für eine erfolgreiche Arbeit erforderlich sind.

Wir haben bei verschiedensten Praxispartner nachgefragt, welche Erfahrungen sie in der Zusammenarbeit mit unseren Studierenden gemacht haben. Hier einige Einblicke in die Arbeit der Tiroler Soziale Dienste GmbH.

****

Stellen Sie bitte Ihr Unternehmen und Ihre Tätigkeit kurz vor.

Die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) ist eine 100 %ige Tochter des Landes Tirol, die 2015 gegründet wurde. Wir sind eine mildtätige soziale Dienstleisterin des Landes Tirol und nehmen schutz- und hilfsbedürftige Menschen auf, um sie vorurteilsfrei beim Leben in Österreich zu begleiten oder wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Aktuell haben die Tiroler Sozialen Dienste rund 220 Mitarbeiter: innen. Neben unseren Notschlafstellen (NOST) und Noträumen für Frauen (NORA 1 und 2) betreiben wir 44 Grundversorgungseinrichtungen in ganz Tirol. Die Mitarbeiter: innen sind in den Tätigkeitsbereichen Grundversorgung, Integration, 24/7 und Verwaltung tätig.

  • Im Bereich Grundversorgung bieten wir Asylwerber: innen Unterbringung, Versorgung, Schutz, Stabilität und Orientierung im Alltag.
  • Im Bereich Integration unterstützen wir Klient: innen mit individualisierten Angeboten in den Bereichen Spracherwerb/Bildung, Arbeitsmarktvorbereitung und gesellschaftliche Teilhabe.
  • Im Bereich 24/7 bieten wir wohnungslosen Personen sowie von Wohnungslosigkeit bedrohten Frauen ein sicheres und gesundes Umfeld, gewährleisten Betreuung und zeigen Perspektiven auf.

Praktikant: innen haben sowohl in unseren Einrichtungen als auch in unserer Verwaltungszentrale die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren. Dabei lernen sie die konkreten täglichen Herausforderungen in der Arbeit mit Asylwerber: innen und wohnungslosen Personen kennen und sind in der Praxis eine wichtige und wertvolle Unterstützung.

Welche Aufgaben übernehmen Praktikant:innen typischerweise, und wie stellen Sie sicher, dass sie sinnvoll lernen und einen Beitrag leisten?

In den Bereichen Grundversorgung und 24/7 erhalten Praktikant: innen einen realistischen Einblick in den Betreuungsalltag und werden aktiv in alltägliche Tätigkeiten eingebunden, ohne dabei fachliche Verantwortung zu übernehmen. Die Betreuer: innen stehen jederzeit für (fachliche) Fragen und Unterstützung zur Verfügung.

Im Bereich Verwaltung erhalten Praktikant: innen Einblick in Abläufe und Strukturen, übernehmen Unterstützungs- und Assistenzaufgaben, wirken an Projekten mit und bearbeiten teilweise eigenständig konkrete Aufgabenpakete. Auch hier stehen die Mitarbeiter: innen jederzeit für (fachliche) Fragen und Unterstützung zur Verfügung.

Wie gestalten Sie die Betreuung im Praktikum und welche Kompetenzen haben sich bei Studierenden als besonders wichtig erwiesen?

Die Betreuung von Praktikant:innen erfolgt schwerpunktmäßig durch eine: n persönliche: n Praktikumsbetreuer:in. Im Zuge verschiedener Aufgaben und Tätigkeiten fungieren weitere TSD-Mitarbeiter: innen als Ansprechpersonen.

Besonders wichtig sind neben sozialen Kompetenzen, wie beispielsweise Kommunikationsfähigkeit, auch das Interesse an den Tätigkeitsbereichen der TSD bzw. am Sozialbereich sowie eine interessiert-positive Grundhaltung gegenüber Klient:innen und entsprechendes Engagement.

Ein Praktikum bietet darüber hinaus die Möglichkeit, erlerntes Wissen den Herausforderungen und Fragestellungen des Arbeitsalltags gegenüberzustellen. Es ermöglicht zudem, die eigene Methodenkompetenz zu stärken und erlernte Arbeitsmethoden anzuwenden und auszuprobieren. Darüber hinaus können Selbstkompetenzen wie Sorgfalt und Anpassungsfähigkeit weiterentwickelt und gestärkt werden.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit Praktikant:innen vom MCI?

Das Engagement, die Hands-on-Mentalität, die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, die interessierten Rückfragen, die Offenheit sowie das große fachliche Interesse der Praktikant: innen prägen ihre Mitarbeit.

Welchen Tipp würden Sie Studierenden geben, die sich für ein Praktikum bei Ihnen interessieren?

Wichtig ist, offen für die unterschiedlichen Aspekte, Fachbereiche und Klient: innengruppen im Sozialbereich zu sein. Vor einer Bewerbung lohnt es sich zu recherchieren, in welchen Bereichen das Unternehmen tätig ist, und zu überlegen, in welchen Bereichen das persönliche Interesse am größten ist. Werden mehrere Praktika absolviert ist es von Vorteil, möglichst unterschiedliche/vielfältige Tätigkeitsbereiche/Branchen kennen zu lernen.

*******

Sie wollen Themen aus Social, Health & Public Management mitgestalten? Dann bewerben Sie sich für unsere Programme und werden Sie Teil der Veränderung! We are managing the Public Interest!

<p>Tiroler Soziale Dienste ©TSD/VerenaKathrein</p>

Tiroler Soziale Dienste ©TSD/VerenaKathrein

<p>Tiroler Soziale Dienste ©TSD/VerenaKathrein</p>
Ideenwettbewerb für Schüler:innen startet wieder
Ideenwettbewerb für Schüler:innen startet wieder
Innovationen im Sozial- und Gesundheitswesen – „die Gesellschaft von Morgen“
Gemeinsam geht mehr: Mental Health am MCI
Gemeinsam geht mehr: Mental Health am MCI
Der Yellow September rückt mentale Gesundheit in den Mittelpunkt
CSHI bei der EuHEA-Konferenz in Rotterdam
CSHI bei der EuHEA-Konferenz in Rotterdam
Erste Ergebnisse zu Präferenzen und Zahlungsbereitschaft für ambulante Versorgung in Tirol vorgestellt