Erfahrungsbericht: Berufspraktikum beim Verein für Obdachlose

Date 29.09.2026

Einblicke in ein Praktikum im Bereich der Wohnungslosenhilfe

Im Rahmen des Bachelorstudiengangs Sozial-, Gesundheits- & Public Management absolvieren alle Studierenden ein integratives Berufspraktikum. Dieses bietet die Möglichkeit, theoretisches Wissen in heimischen oder internationalen Unternehmen und Organisationen direkt anzuwenden. Das Berufspraktikum wird vom Studiengang organisatorisch unterstützt und in enger Abstimmung mit der jeweiligen Praktikumsstelle betreut.

Wie wertvoll diese Praxisphase für die persönliche und berufliche Orientierung ist, zeigt der Erfahrungsbericht eines MCI-Studierenden über sein Praktikum beim Verein für Obdachlose (VfO) in Innsbruck.

Als „rechte Hand“ der Geschäftsführung mitten im Geschehen

Ich hatte das große Glück, einen der beiden Geschäftsführer des VfO täglich als ‚rechte Hand‘ bei seiner Arbeit unterstützen zu dürfen. Dadurch habe ich umfassende Einblicke in das operative Alltagsgeschehen einer Geschäftsführung erhalten und hautnah erlebt, wie ein gemeinnütziges Unternehmen erfolgreich geführt wird.

Ich durfte ihn zu Terminen mit der Stadt Innsbruck sowie zu Treffen wichtiger Bündnisse und Arbeitsgemeinschaften der Wohnungslosenhilfe begleiten. Dabei konnte ich mich mit tagesaktuellen Themen wie Medienberichten im ORF und in der Tiroler Tageszeitung, der Planung von Kampagnen zur anstehenden Landtagswahl sowie städtischen Workshops zu Themen wie Sucht, Jugend und Pflege im Kontext des Wohnungsangebots auseinandersetzen. Ein besonderes Highlight war das Networking: Ich konnte wertvolle Kontakte zu Entscheidungsträgern aus Politik und Wohlfahrtspflege knüpfen.

Einblicke in Gesetzgebung, Medienarbeit und Praxis

Da ich neben meinem MCI-Studium auch Rechtswissenschaften studiere, war mein Praktikum in juristischer Hinsicht besonders spannend. Meine Praktikumszeit fiel genau in die Phase nach dem Inkrafttreten des neuen Tiroler Mindestsicherungsgesetzes am 1. Juli 2026. Gemeinsam mit Jurist:innen durfte ich unter anderem Bescheide vor dem Landesverwaltungsgericht anfechten und an juristischen Diskursen zur Verfassungsmäßigkeit von Gesetzestexten mitwirken.

Neben den Management-Aufgaben habe ich auch die verschiedenen Einrichtungen des VfO kennengelernt – von der Teestube (wo wir sogar einen Beitrag für den Sender ARTE gedreht haben) über die Kleiderausgabe bis hin zur Mobilen Sozialhilfe.

Wertvolle Orientierung für den Karriereweg

Diese Erfahrungen haben mir meine beruflichen Stärken klar aufgezeigt: Während der direkte Betreuungsalltag im sozialen Bereich mental sehr fordernd ist, liegt meine Stärke im administrativen und rechtlichen Bereich. Durch die Kombination meiner beiden Studiengänge möchte ich künftig im Management und auf rechtlicher Ebene dazu beitragen, soziale Einrichtungen nachhaltig zu unterstützen.

Ein großes Dankeschön geht auch an das MCI: Ich habe den Geschäftsführer des VfO ursprünglich bei einer Veranstaltung am Campus kennengelernt. Das zeigt, wie wichtig diese Events für uns Studierende sind!

Mein Fazit: Das tolle Team beim VfO hat mich hervorragend durch die Praktikumszeit begleitet. Diese Mischung aus Management, Recht und Praxisnähe hat das Praktikum lehrreich und kurzweilig gemacht.

<p>©MCI/Gabl</p>

©MCI/Gabl

<p>©MCI/Gabl</p>
Pflegepersonal gewinnen und binden: Neue CSHI-Handreichung
Pflegepersonal gewinnen und binden: Neue CSHI-Handreichung
CSHI entwickelt im Rahmen des Forschungsprojekts EVIGT praxisnahe Ansätze für eine ganzheitliche Personalstrategie vom Recruiting bis zum Offboarding
Vom Hörsaal in die Praxis #4
Vom Hörsaal in die Praxis #4
Praktikumspartner Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) im Gespräch
Ideenwettbewerb für Schüler:innen startet wieder
Ideenwettbewerb für Schüler:innen startet wieder
Innovationen im Sozial- und Gesundheitswesen – „die Gesellschaft von Morgen“