Mit seinen Forschungsarbeiten zur Lichtwahrnehmung bei der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii schuf Peter Hegemann die Grundlage für völlig neue wissenschaftliche Ansätze. Die Entdeckung lichtgesteuerter Ionenkanäle eröffnete neue Möglichkeiten zur Erforschung von Nervenzellen und könnte künftig auch zu Therapien für Erkrankungen wie Parkinson beitragen.
Als Mitbegründer der Optogenetik prägte Hegemann damit ein Forschungsgebiet, das eindrucksvoll zeigt, wie aus Grundlagenforschung wissenschaftliche Durchbrüche und neue Anwendungsmöglichkeiten entstehen können.
Peter Hegemann war bereits mehrmals als Gastvortragender am MCI tätig und gab dabei Einblicke in seine Forschungsarbeiten. Im Mittelpunkt stand insbesondere die Frage, wie Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung neue Wissenschaftsfelder erschließen und innovative Anwendungen ermöglichen können.
Auch in der Forschung bestehen enge Verbindungen: Im Rahmen eines Kooperationsprojekts des MCI wirkte Hegemann als Betreuer der ersten Doktorandin des MCI in der Biotechnologie mit.
Eine weitere Verbindung besteht über Christoph Griesbeck, Leiter des MCI Departments Bio- & Lebensmitteltechnologie, der mehrere Jahre als Postdoctoral Researcher bei Prof. Peter Hegemann tätig war.
Mit der Verleihung des Nobelpreises für Medizin 2026 erfährt Peter Hegemanns wissenschaftliche Arbeit höchste internationale Anerkennung. Das MCI gratuliert dem Nobelpreisträger herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung.
Die einzellige Grünalge Chlamydomonas reinhardtii ist in der Lage, sich am Licht zu orientieren. Die Erforschung der molekularen Grundlagen dahinter eröffnete das neue Gebiet der Optogenetik und damit auch medizinische Anwendungen
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