Was macht Arbeit eigentlich sinnvoll und wie verändert Künstliche Intelligenz unser Verständnis davon? Mit diesen Fragen starteten die ersten Research Days der Ulysseus-Forschungsgruppe „Future of Meaningful Work“ am 26. und 27. März an der Université Côte d’Azur in Nizza.
Die Initiative ist Teil der Ulysseus European University Alliance und bringt Forscher:innen zusammen, die sich mit alternativen Formen von Arbeit, Organisation und Unternehmertum beschäftigen. Geleitet wird die Forschungsgruppe von Sophia Galière, die in Nizza ein ebenso dichtes wie inspirierendes Programm für den Austausch und die Zusammenarbeit gestaltet hat.
In Nizza trafen Wissenschafter:innen der Haaga-Helia University of Applied Sciences, des MCI | Die Unternehmerische Hochschule®, der University of Montenegro sowie der Université Côte d’Azur aufeinander, um eine gemeinsame Forschungsagenda zur Zukunft sinnstiftender Arbeit zu entwickeln. Im ersten Teil der Research Days stand dabei insbesondere das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt, sowohl der beteiligten Kolleg:innen als auch ihrer unterschiedlichen theoretischen Hintergründe und Perspektiven auf das Thema „Meaningful Work“. Diese Vielfalt an Zugängen bildete die Grundlage für die anschließenden vertieften Diskussionen.
Im Zentrum der weiteren Diskussionen stand nicht nur die Frage, wie „Meaningful Work“ in unterschiedlichen Kontexten verstanden wird, sondern vor allem, wie technologische Entwicklungen, insbesondere Künstliche Intelligenz, Arbeitsprozesse, Rollenbilder und Möglichkeiten sinnvoller Arbeit verändern. Schnell wurde deutlich: Es geht um weit mehr als Effizienzgewinne. Es geht um grundlegende Fragen von Identität, Gestaltung und Verantwortung in der Arbeitswelt der Zukunft.
Ein besonderes Highlight war der Besuch von Marcos Barros, Full Professor an der Grenoble Ecole de Management und Editor-in-Chief des Journals Organization. In seinem Beitrag gab er Einblicke in seine aktuelle Forschungsarbeit und zeigte zugleich Perspektiven für wissenschaftliche Publikationen auf. Aufbauend auf seinem Impuls arbeiteten die Teilnehmenden entlang der Leitfrage „How can you unsettle?“ daran, wie Forschung bestehende Denkmuster hinterfragen, Machtverhältnisse sichtbar machen und neue Zukunftsbilder von Arbeit eröffnen kann.
Der anschließende Writing Workshop bot Raum, unsere Forschungsprojekte gezielt weiterzuentwickeln und intensiv zu diskutieren. Der offene, kritisch-konstruktive Austausch half dabei, Argumentationslinien zu schärfen, Publikationsstrategien zu präzisieren und neue Kooperationsmöglichkeiten innerhalb der Gruppe zu identifizieren.
Bereits während der zwei Tage entstanden zwei konkrete gemeinsame Forschungsprojekte. Parallel dazu entwickelte die Gruppe ein erstes Manifest zur Zukunft von Meaningful Work, in dem zentrale Prinzipien und gemeinsame Zielsetzungen festgehalten wurden.
Die Research Days in Nizza waren geprägt von einem inspirierenden, internationalen Austausch an der Schnittstelle von Managementforschung, Zukunftsperspektiven auf Arbeit und den gesellschaftlichen mplikationen von KI. Sie haben ein starkes Fundament für die weitere Zusammenarbeit gelegt mit Blick auf gemeinsame Publikationen, Drittmittelprojekte und innovative Lehrformate im Ulysseus-Netzwerk. Die Fortsetzung folgt im Juli in Innsbruck.
Ulysseus Forschungsgruppe ©Julia Waldegger
Université Côte D‘Azur ©Julia Waldegger
Nizza ©Julia Waldegger
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