Vom 31. Juli bis 4. August 2026 versammelte die Academy of Management Wissenschafter:innen aus aller Welt in Philadelphia, um Forschung zu präsentieren, Ideen auszutauschen und neue Kooperationen zu entwickeln. Yevgen Bogodistov, Professor und Forscher am MCI, nahm an zahlreichen Programmpunkten der diesjährigen Konferenz teil. Zwei besondere Schwerpunkte waren die Präsentation seiner Forschung und die Leitung des Professional Development Workshops „Cognition in the Rough“.
Yevgen Bogodistov beschäftigt sich in seiner Forschung unter anderem mit gesellschaftlich relevanten Themen, wie Lehren unter extremen Bedingungen. Bei der AOM präsentierte er gemeinsam mit Professorin Amanda Budde-Sung von der United States Air Force Academy Forschung zum Thema „Teaching in War-Impacted Classrooms“.
In der Präsentation „Teaching in War-Impacted Classrooms: Psychological Issues, Strategies, and Educators' Experience“ beschäftigten sich die zwei Forschenden mit Interviews ukrainischer Hochschullehrender, die während der Vollinvasion weiter unterrichteten. Teilweise lehrten sie aus Schutzräumen, bei instabiler Strom- und Internetversorgung und unter unmittelbarer Bedrohung.
Auf Basis des Job Demands-Resources-Modells identifizierten die Forschenden zwei unterschiedliche Umgangsweisen mit den extremen und anhaltenden Belastungen. Während sich einige Lehrende emotional vom Unterricht distanzierten, um die Situation zu bewältigen, suchten andere verstärkt die Verbindung zu ihrem Umfeld. Diese „approaching“-Strategie zeigte auf Gruppenebene positive Effekte und konnte den Zusammenhalt unter Studierenden und Kolleg:innen unter gemeinsamer Belastung stärken.
Neben der Präsentation seiner eigenen Forschung engagierte sich Yevgen Bogodistov bei der AOM auch in der wissenschaftlichen Weiterentwicklung anderer Forschender. Gemeinsam mit Luis Martins, Professor an der University of Texas at Austin, leitete er den „Cognition in the Rough“ Professional Development Workshop. Der jährlich stattfindende Workshop bietet Wissenschaftler:innen die Möglichkeit, Forschung in einer frühen Entwicklungsphase vorzustellen, Ideen auszutauschen und konstruktives Feedback von erfahrenen Faculty-Mitgliedern und anderen Forschenden zu erhalten.
In diesem Jahr arbeiteten Luis Martins und Yevgen Bogodistov mit den Autor:innen von vier eingereichten Papers. Im Mittelpunkt standen die Diskussion von Forschungsideen, das Hinterfragen von Annahmen und die Entwicklung alternativer Perspektiven, um die jeweiligen Forschungsprojekte weiterzuentwickeln.
„Nicht nur die Präsentation der eigenen Forschung, sondern auch die Möglichkeit, zur Weiterentwicklung anderer Forschungsprojekte und Forschender beizutragen, macht wissenschaftliche Konferenzen für mich persönlich besonders wertvoll“, berichtet Yevgen Bogodistov.
Die AOM zählt heute mehr als 20.000 Mitglieder in 120 Ländern. Das nächste jährliche Meeting findet vom 30. Juli bis 3. August 2027 in Wien statt.
MCI Professor Yevgen Bogodistov ©MCI
Forschungspräsentation AOM 2026 ©MCI
V.l.: Yevgen Bogodistov, Luis Martins ©MCI
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