Kleine Stadt, große Entscheidung: Warum ein Berliner in Lienz studiert

Date 17.03.2026

Ein Blick auf persönliche Beweggründe, regionale Besonderheiten und die Bedeutung des Studienortes

Insgesamt 20 Studierende begannen im Herbst 2025 am MCI Campus Lienz ihr Technikstudium, darunter auch Ole Berger. In einem Gespräch nimmt er uns mit auf eine spannende Reise durch seinen Studienalltag und berichtet, wie Natur, Gemeinschaft und akademische Angebote einen ungewöhnlichen Studienweg prägen.

Persönlicher Hintergrund: Ole Berger, 20 Jahre alt, aufgewachsen in Berlin, Technikstudium Campus Lienz, Schwerpunkt Mechatronik

Die letzten zwei Jahre war ich auf Reisen und habe mich in dieser Zeit für ein Studium entschieden. Ich meine, irgendwann muss man auch mal anfangen, nicht? Hier am Campus Lienz besuche ich das Technikstudium mit dem Schwerpunkt Mechatronik. Innerhalb dieses Schwerpunktes sind wir zwei Studierende. Weitere Schwerpunkte sind Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik, Medizin- Gesundheits- & Sporttechnologie sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Die ersten beiden Semester genießen wir in Lienz und dann die darauffolgenden in Innsbruck.

Wie haben Sie von der Möglichkeit erfahren am MCI zu studieren?

Auf der einen Seite habe ich vom MCI gehört, dass es ganz gut sein soll und es meinen absoluten persönlichen Präferenzen einer Hochschule mit Praxisbezug und kleinen Lerngruppen entspricht. Dazu kam noch der Hintergrund, dass ich mich ein bisschen in die Berge verliebt habe und die einzigen Berge, die wir in Berlin haben, Müllberge sind. Dort kann man weder Trail Running betreiben noch klettern, da kann man nicht wandern und nicht Snowboarden. Das sind alles Sachen, die ich gerne mache. Nach einem Jahr Neuseeland habe ich diese Sportarten für mich ein bisschen entdeckt und so hat es mich jetzt einfach in Richtung Berge gezogen.

Warum haben Sie sich für ein Bachelorstudium am Campus Lienz entschieden?

Ich habe durch Freunde in Neuseeland tatsächlich vom MCI selber erstmal gehört. Somit habe ich mich über die Standorte informiert und mir gedacht: Ich bin ein Fan von Abwechslung. Lienz hat sich dann ganz gut angeboten, dass ich jetzt ein Jahr hier bin und, wie gesagt, zwei Jahre in Innsbruck. Dann verbringe ich nicht die ganzen vollen drei Jahre da. Dies bringt ein bisschen Abwechslung im Studium mit sich. In Lienz sind die Lerngruppen noch ein bisschen persönlicher und kleiner im Vergleich zu Innsbruck. Und das finde ich auch gar nicht so schlecht, wenn man auch auf einer persönlichen Ebene mit den Lehrenden sehr gut klarkommt.

Welche Reaktionen gab es in Ihrem persönlichen Umfeld, als Sie von Ihren Plänen erzählt haben?

Aufgrund meiner Reisen war meine Familie sowieso schon daran gewöhnt, dass ich kaum zu Hause war. Klar, Österreich und Deutschland, da ist es nicht ganz so ein großer Unterschied in den Kulturen, aber jetzt hat sich das einfach angeboten und dann habe ich die Chance ergriffen, einfach mal was Neues auszuprobieren.

Was hat Sie an Lienz oder dem Studienangebot besonders angesprochen? Was gefällt Ihnen besonders gut?

Die kleinen Lerngruppen und das berufsbegleitende Studienmodell ist ein weiterer Vorteil. Wir haben montags und dienstags sehr lange Blöcke, am Mittwoch dafür nur bis 12 Uhr. Die restliche Zeit ist frei einteilbar und kann man zum Lernen oder für Freizeitaktivitäten nutzen.

Wie können wir uns den Alltag in Lienz, das Studierendenleben und die Wohnungssituation vorstellen?

Was das soziale Umfeld angeht, kann man sagen, dass diese kleine Gruppe mit 19 Leuten derzeit am Campus einen starken Zusammenhalt hat und richtig zusammengeschweißt ist. Wir haben hier jetzt unterschiedliche Lerngruppen und wir treffen uns eigentlich täglich am Campus. Das ist ein bisschen unser zweites Zuhause geworden. Da kann jeder dazu stoßen, ganz nach Bedarf. Und dann geht's auch gerne mal gemeinsam auf die Skipiste.

Noch ein Vorteil von Lienz ist ja wirklich, dass hier alles sehr kompakt ist. Auch Supermärkte sind nahe am Campus. Da kann man mal eben von der Uni in der Pause hinlaufen und kurz eine Tafel Schokolade zum Snacken für alle holen. Dann geht's einem wieder ein bisschen besser und ist gestärkt für die Lehrveranstaltung. Auch zur Skipiste sind es nur fünf Minuten und wenn man dann mal vier Stunden Pause hat zwischendurch, kann man auch davon dreieinhalb Stunden auf der Skipiste verbringen. Die Wohnungssituation ist glaube ich der größte Vorteil gegenüber Innsbruck. Die Wohnungspreise sind deutlich niedriger. Ich zahle jetzt hier für 70 Quadratmeter ca. 800 Euro insgesamt.

Was würdest du Schüler:innen oder Bewerber:innen mit auf den Weg geben?

Hier das Studium zu beginnen war sehr spontan, aber genau das mag ich eigentlich sehr gern. Ich kann Bewerber:innen nur raten keine Scheu zu haben, neue Sachen auszuprobieren und den Schritt weg von zu Hause zu wagen. Einfach neue Dinge ergreifen und wenn es nicht passt, dann ist es auch so. Es bringt dich immer dahin wohin das Schicksal dich verschlägt.

<p>Ole Berger beim Open House am Campus Lienz ©MCI/Hanna Amplatz</p>

Ole Berger beim Open House am Campus Lienz ©MCI/Hanna Amplatz

<p>Der erste Jahrgang am Campus Lienz ©MCI/Hanna Amplatz</p>

Der erste Jahrgang am Campus Lienz ©MCI/Hanna Amplatz

<p>MCI Campus Lienz ©MCI/Sabine Lhotzky</p>

MCI Campus Lienz ©MCI/Sabine Lhotzky

<p>Impressionen aus Lienz ©MCI/Sabine Lhotzky</p>

Impressionen aus Lienz ©MCI/Sabine Lhotzky

<p>Brunner im Stadtpark ©MCI/Sabine Lhotzky</p>

Brunner im Stadtpark ©MCI/Sabine Lhotzky

<p>Ole Berger beim Open House am Campus Lienz ©MCI/Hanna Amplatz</p>
<p>Der erste Jahrgang am Campus Lienz ©MCI/Hanna Amplatz</p>
<p>MCI Campus Lienz ©MCI/Sabine Lhotzky</p>
<p>Impressionen aus Lienz ©MCI/Sabine Lhotzky</p>
<p>Brunner im Stadtpark ©MCI/Sabine Lhotzky</p>
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