Grüße aus Rio de Janeiro

Date 29.01.2026

Janina Dill berichtet von ihrem Auslandssemester an der PUC-Rio Pontifical Catholic University in Brasilien

Warum haben Sie sich gerade für diese Hochschule entschieden?

Am Ende war es tatsächlich mein Bauchgefühl. Schon beim Gedanken an Brasilien hat es ganz doll gekribbelt – und dieses Kribbeln war für mich ein starkes Zeichen. Ich glaube, gerade bei so prägenden Entscheidungen darf man dem eigenen Gefühl vertrauen. Rückblickend war es genau die richtige Wahl.

Wie gefällt Ihnen die Universitätsstadt? Wie erleben Sie die Kultur des Gastlandes?

Rio de Janeiro ist eine unglaublich vielseitige, lebendige und farbenfrohe Stadt. Sie vereint auf faszinierende Weise atemberaubende Natur mit einem riesigen kulturellen Angebot. Zwischen Strand, Bergen, Stadtvierteln und Musik liegt hier alles ganz nah beieinander.

Was meinen Aufenthalt jedoch wirklich besonders gemacht hat, sind die Menschen. Die Offenheit, Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Brasilianer:innen habe ich als sehr bereichernd erlebt.

Brasilianer:innen lieben ihren Strand und ihre Sambas – und das aus gutem Grund. Beides sind Orte voller Lebensfreude, Gemeinschaft und Leichtigkeit. Gleichzeitig haben mir brasilianische Freund:innen auch andere kulturelle Facetten nähergebracht, zum Beispiel die lebendige Jazz-Szene der Stadt. Auch das gehört zu Rio und macht die Stadt so vielschichtig.

Wo sehen Sie die größten Unterschiede zwischen Ihrer Gastuniversität und dem MCI?

Mein erster Gedanke war der Campus der PUC-Rio: Der Innenhof ist ein kleiner Dschungel – mit ganz viel üppigem Grün und sogar kleinen Äffchen und anderen Tieren. Auch wenn ich die Dachterrasse des MCI mit Bergblick wirklich sehr liebe, war dieses grüne Paradies mitten im Uni-Alltag ein ganz besonderes Highlight meiner Mittagspausen. Abgesehen von diesen offensichtlichen Unterschieden in der Umgebung habe ich die beiden Hochschulen inhaltlich gar nicht als so verschieden erlebt. Die Lehre, die Aufgabenstellungen und der akademische Anspruch waren erstaunlich ähnlich.

Ein Unterschied, den ich sehr geschätzt habe, ist die große Freiheit an der PUC-Rio, sich das eigene Studienprogramm zusammenzustellen. Aus einem breiten, interdisziplinären Pool konnte ich Lehrveranstaltungen aus Soziologie, Philosophie und International Relations wählen. Dieses Eintauchen in andere Disziplinen hat meinen Horizont enorm erweitert und mir große Freude bereitet.

Möchten Sie uns sonst noch etwas erzählen?

Ein absoluter Lieblingsplatz war für mich der bereits erwähnte kleine Dschungel mitten auf dem Campus. Dort habe ich gelernt, Pausen gemacht und viele schöne Momente mit Kommiliton:innen verbracht.

Ein weiterer besonderer Ort ist der Tijuca-Nationalpark. Dass eine Millionenstadt wie Rio gleichzeitig so grün sein kann, hat mich wirklich beeindruckt. Mitten im Dschungel konnte ich Kraft tanken und Abstand vom manchmal sehr intensiven Großstadttrubel gewinnen. Auf meinen Wanderungen habe ich mich dort auch immer sehr sicher gefühlt. Und natürlich hat auch die Christusstatue einen besonderen Stellenwert bekommen. Egal, wo man sich in der Stadt befindet – sie ist fast immer sichtbar und erinnert einen daran, dass man gerade in Rio de Janeiro ist.

Ich bin mit der Erwartung nach Rio gekommen, viele neue Menschen kennenzulernen, viel Zeit am Strand zu verbringen, neue Sportarten auszuprobieren und die brasilianische Lebensfreude zu genießen. Vieles davon ist auch eingetreten. Was meinen Aufenthalt jedoch wirklich außergewöhnlich gemacht hat, war das Studium. Ich bin sehr dankbar für die spannenden Perspektiven, die ich an der PUC-Rio gewinnen durfte.

Im globalen Süden zu studieren eröffnet neue Blickwinkel auf Gesellschaft, Politik und soziale Fragen – und ermöglicht einen Einblick in andere Lebensrealitäten. Die Freizeit hier habe ich sehr genossen, doch mein klarer Schwerpunkt lag auf dem Studium, das deutlich mehr Raum eingenommen hat, als ich es von einem Auslandssemester erwartet hätte. Auch wenn es manchmal eine Herausforderung war, sich bei strahlendem Sonnenschein und nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt dem Uni-Alltag zu widmen, war diese Zeit rückblickend unglaublich wertvoll und bereichernd.

Da mein Semester bereits am 15. Dezember geendet hat, bleibt nun auch noch Zeit zum Reisen, Entdecken und Treibenlassen – ein schöner Abschluss eines intensiven und prägenden Aufenthalts.

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>

Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill

<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>
<p>Eindrücke aus dem Auslandssemester in Rio de Janeiro ©Janina Dill</p>
Grüße aus Rio de Janeiro
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