Familiendiversität im Fokus der Sozialen Arbeit

Date 06.08.2026

Masterstudierende der Sozialen Arbeit untersuchten gemeinsam mit slw Jugendhilfe, wie Familienbilder die Zusammenarbeit mit Familiensystemen prägen

Unter dem Motto „Familiendiversität verstehen – Zusammenarbeit stärken“ fand kürzlich in der Bäckerei die Abschlussveranstaltung des gemeinsamen Forschungsprojektes von slw Jugendhilfe und Studierenden des Masterstudiengangs „Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -management“ statt.

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes stand die Frage, wie Familienbilder von Fachkräften die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Familiensystemen in der stationären Erziehungshilfe beeinflussen. Die Wahrnehmung, dass Familien diverser werden und die Zusammenarbeit mit Familien auf Herausforderungen auf unterschiedlichen Ebenen stößt, war Ausgangspunkt der Forschungsanfrage von Gabriele Hell-Pfeifauf (Leitung slw Jugendhilfe). In fünf sozialpädagogischen Wohngemeinschaften im Zillertal und Unterinntal bietet slw Jugendhilfe Kindern und Jugendlichen ein „professionelles Zuhause auf Zeit“.

Vivien Gerick und Paul Kühler präsentierten stellvertretend für die Gruppe von acht Studierenden unter der Leitung von Christina Lienhart (MCI) Einblicke in das Projekt. Implizite und explizite Vorstellungen von „Familie“, die durch private und berufliche Biografie inkl. Ausbildung sowie gesellschaftliche, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen geprägt sind, wurden analysiert. Sie beeinflussen Wahrnehmungen, Entscheidungen sowie die Kommunikation mit Familiensystemen. In der Ergebnispräsentation wurden vier ausgewählte Themen angeleuchtet: die Vielfalt von Familiensystemen, die Familienbilder der Fachkräfte, die konkrete Gestaltung der Zusammenarbeit bei slw Jugendhilfe und der Einfluss dieser Bilder auf das professionelle Handeln.

Die Studie zeigt, dass Fachkräfte vielfältige, überwiegend offene Familienbilder mitbringen, zugleich aber weiterhin häufig von traditionellen und geschlechtsspezifischen Zuschreibungen geprägte Mutter- und Vaterbilder. Das Erleben von zunehmender Diversität von Familiensystemen in stationären Erziehungshilfen wird nicht nur über die Pluralisierung von Familienformen, sondern insbesondere über eine Vielfalt von z.T. kumulativen Problemlagen eingeordnet. Das birgt das Risiko einer defizitorientierten Sichtweise, wobei es gleichzeitig Hinweise zu prinzipiell ressourcenorientierten Haltungen bzw. dem Ringen darum gibt. Die Zusammenarbeit mit Familien wird stark durch rechtliche Vorgaben, begrenzte zeitliche und personelle Ressourcen sowie nur teilweise institutionalisierte Abläufe bestimmt und hängt dadurch oft vom Einzelfall und der jeweiligen Fachkraft ab. Insgesamt wird ein komplexes Handlungs- und Spannungsfeld sichtbar, in dem als ein Baustein herausgearbeitet wurde: Die reflektierte Auseinandersetzung mit eigenen Familien- und Geschlechterrollenbildern ist eine Schlüsselvoraussetzung für diversitätssensible Kooperation in der Kinder- und Jugendhilfe – und beides benötigt geeignete strukturelle Rahmenbedingungen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Michaela Maurer (Teamleitung slw Jugendhilfe), Barbara Winkler (DTKJ Fachgruppensprecherin Unterstützung der Erziehung), Elli Mayr (Vizebürgermeisterin Innsbruck), Christina Lienhart (MCI), Vivien Gerick und Paul Kühler die vorgestellten Ergebnisse. Vertieft wurden der Austausch und das Netzwerken bei einem köstlichen Buffet.

<p><span style=Eindrücke der Projektpräsentation v.l.n.r. hinten: Kirstin Vavtar (Geschäftsführung slw), Gabriele Hell-Pfeifauf (Leitung slw Jugendhilfe), Christina Lienhart (MCI/Soziale Arbeit), Michaela Moser (Wohngruppenleitung slw Jugendhilfe), Elli Mayr (Vizebürgermeisterin, Stadt Innsbruck), Barbara Winkler (DTKJ Fachgruppe UdE; Geschäftsführung Plan B), Jeremiah von Hofacker und Sarah Pillinger (Masterstudierende MCI/Soziale Arbeit, Sozialpolitik und Sozialmanagement) und v.l.n.r. vorne: Vivien Gerick, Paul Kühler, Mia Danler, Noemi Hoffmann, Christoph Lämmermann (Masterstudierende MCI/Soziale Arbeit, Sozialpolitik und Sozialmanagement)

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Eindrücke der Projektpräsentation v.l.n.r. hinten: Kirstin Vavtar (Geschäftsführung slw), Gabriele Hell-Pfeifauf (Leitung slw Jugendhilfe), Christina Lienhart (MCI/Soziale Arbeit), Michaela Moser (Wohngruppenleitung slw Jugendhilfe), Elli Mayr (Vizebürgermeisterin, Stadt Innsbruck), Barbara Winkler (DTKJ Fachgruppe UdE; Geschäftsführung Plan B), Jeremiah von Hofacker und Sarah Pillinger (Masterstudierende MCI/Soziale Arbeit, Sozialpolitik und Sozialmanagement) und v.l.n.r. vorne: Vivien Gerick, Paul Kühler, Mia Danler, Noemi Hoffmann, Christoph Lämmermann (Masterstudierende MCI/Soziale Arbeit, Sozialpolitik und Sozialmanagement)

<p>Eindrücke der Projektpräsentation</p>

Eindrücke der Projektpräsentation

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Eindrücke der Projektpräsentation

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Eindrücke der Projektpräsentation

<p><span style=Eindrücke der Projektpräsentation v.l.n.r. hinten: Kirstin Vavtar (Geschäftsführung slw), Gabriele Hell-Pfeifauf (Leitung slw Jugendhilfe), Christina Lienhart (MCI/Soziale Arbeit), Michaela Moser (Wohngruppenleitung slw Jugendhilfe), Elli Mayr (Vizebürgermeisterin, Stadt Innsbruck), Barbara Winkler (DTKJ Fachgruppe UdE; Geschäftsführung Plan B), Jeremiah von Hofacker und Sarah Pillinger (Masterstudierende MCI/Soziale Arbeit, Sozialpolitik und Sozialmanagement) und v.l.n.r. vorne: Vivien Gerick, Paul Kühler, Mia Danler, Noemi Hoffmann, Christoph Lämmermann (Masterstudierende MCI/Soziale Arbeit, Sozialpolitik und Sozialmanagement)

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<p>Eindrücke der Projektpräsentation</p>
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