International Staff Week 2026

Date 17.06.2026

Mobilität, Erwartung von Studierenden und KI – wie sieht die Zukunft der Internationalisierung aus?

Unter dem übergreifenden Thema „Neuausrichtung der Internationalisierung“ diskutieren 23 TeilnehmerInnen aus Europa am MCI, wie internationales Engagement in den kommenden Jahren aussehen könnte und sollte. Dabei standen drei Schwerpunkte im Zentrum:

  • Trends und Veränderungen in der Internationalisierung #Quo Vadis
  • Zukunftskompetenzen durch Mobilität
  • Der Einfluss von KI auf die Internationalisierung.

30 Jahre MCI – 30 Jahre Internationalisierung

Die Staff Week 2026 fiel in ein besonderes Jahr, da gleichzeitig das 30-jährige Jubiläum des MCI gefeiert wurde. Was mit einer Handvoll Austauschpartnerschaften begann, ist heute ein globales Netzwerk von über 300 Partneruniversitäten.

Die Leiterin des International Relations Departments am MCI, Dr. Susanne Lichtmannegger, machte in ihrer Eröffnungsrede deutlich, wie grundlegend sich das Feld verändert hat: Internationalisierung bedient heute eine Vielzahl an Stakeholdern, ist geprägt von KI, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Geopolitik und sich wandelnden Studierendenerwartungen und muss gleichzeitig echte, bedeutungsvolle Erfahrungen ermöglichen und eigene Werte leben. Genau diese Spannung stand am Anfang des Leitthemas: „Recalibrating Internationalization".

Tag 1 – Trends & Shifts in Internationalization

Veronika Kupriyanova von der Academic Cooperation Association (ACA) zeigte in ihrer Keynote, wie sich das Feld gerade grundlegend verändert: Der Bedarf an Internationalisierung ist so hoch wie nie und gleichzeitig werden die zentralen Akteure selektiver. Internationale Studierende strömen weiterhin nach Europa, doch die Mobilitätsströme werden sich neu konfigurieren. Viele Hochschulen agieren noch ohne klare Internationalisierungsstrategie, und finanzielle Autonomie hat sich in vielen Systemen sogar verschlechtert. Ihr Fazit: Es braucht eine Verschiebung weg von Quantität, hin zu Qualität, Wirkung, klarer Haltung und Zusammenarbeit.

Im anschließenden Futures-Thinking Workshop mit Prof. Dr. Maria Pammer (MCI) wurde diese Frage konkret: Wie sieht die Internationalisierung in 10 bis 15 Jahren aus – und welche Rolle spielen IROs dabei? Anhand des Konzepts der Futures Literacy – der Fähigkeit, aktiv mit möglichen Zukünften zu arbeiten statt linear zu planen – entwickelten die Teilnehmenden in Kleingruppen sogenannte Futures Wheels zu provokanten Zukunftsszenarien:

  • Every Student Has an AI Twin – Was passiert, wenn KI jeden Studierenden individuell durch Studium und Karriereentscheidungen begleitet?
  • Carbon Budgets Limit Student Mobility – Was bedeutet ein persönliches CO₂-Budget für Auslandssemester und Partnerschaften?
  • Universities No Longer Issue Degrees – Was wenn Arbeitgeber auf Kompetenzportfolios statt auf Abschlüsse setzen?

Tag 2 – Future Skills through Mobility

Claudia Pauzenberger und Martina Schwab (MCI) leiteten einen Workshop, der die Teilnehmenden dazu einlud, die eigene Rolle als IRO neu zu denken: nicht nur als administrative Koordination, sondern als aktive Gestalterin von Lernprozessen und internationalen Erfahrungsräumen. In Gruppenarbeiten wurden gemeinsam Herausforderungen gesammelt, geclustert und konkrete Handlungsideen entwickelt – von der Kommunikation mit Studierenden über Housing-Lösungen bis hin zur Frage, wie Mobilität nachhaltiger in den Studienverlauf eingebettet werden kann.

In einer anschließenden Paneldiskussion diskutierten Regina Aichner (Industriellenvereinigung Österreich), Cara Saunders (EGGER Group), Irene Wüster (JUWEL H. Wüster GmbH) und Brigitte Huter (MCI Student & Career Center), welche Kompetenzen durch Mobilität entstehen (Resilienz, Anpassungsfähigkeit, interkulturelle Kommunikation) und warum sie für Arbeitgeber oft unsichtbar bleiben. Regina Aichners Fazit: Mobilität muss aktiv reflektiert, in Curricula verankert und als Teil professioneller Kompetenzentwicklung verstanden werden – nicht als Urlaubserfahrung.

Tag 3 – Influence of AI in Internationalization

Simon van der Sterren (Breda University of Applied Sciences) zeigte praxisnah, wie KI bereits heute im International Office eingesetzt wird – und wo Chancen und Grenzen liegen und wie IRO-Teams ihren Arbeitsalltag damit gestalten können.

Was bedeutet „Recalibrating Internationalization"? – Die wichtigsten Erkenntnisse der Woche:

  • Internationale Erfahrungen erzeugen genau die Kompetenzen, die Arbeitsmärkte der Zukunft brauchen – sie müssen aber sichtbar gemacht werden.
  • IROs spielen eine zentrale Brückenfunktion zwischen Studierenden, Hochschulen und Unternehmen – und müssen diese Rolle aktiv gestalten.
  • Die Zukunft der Mobilität ist offen: ob KI-Zwillinge, CO₂-Budgets oder globale Hochschulnetzwerke – IROs brauchen Futures Literacy, um handlungsfähig zu bleiben.
  • KI verändert die Arbeitsweise im International Office – als Werkzeug, nicht als Ersatz für menschliche Beziehungen.
  • Internationalisierung ist kein Selbstzweck. Sie braucht Haltung, Strategie und den Mut, auch unbequeme Fragen zu stellen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Referent:innen, Panelgäste und die 23 Teilnehmenden – und natürlich an Innsbruck, das mit Stadtführung, Bergiselschanze und Farewell Dinner beim Isserwirt in Lans den perfekten Rahmen geboten hat.

<p><span sans-serif=Das MCI begrüßte 23 TeilnehmerInnen zur International Staff Week 2026 ©MCI/Aaron Heimerl

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Das MCI begrüßte 23 TeilnehmerInnen zur International Staff Week 2026 ©MCI/Aaron Heimerl

<p>Die International Staff Week am MCI regte zum Austausch an. ©MCI/Kim Fladda</p>

Die International Staff Week am MCI regte zum Austausch an. ©MCI/Kim Fladda

<p>Spannende Inputs bei der MCI International Staff Week. ©MCI/Kim Fladda</p>

Spannende Inputs bei der MCI International Staff Week. ©MCI/Kim Fladda

<p>Networking-Möglichkeiten bei der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda</p>

Networking-Möglichkeiten bei der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda

<p>Spaziergang während der MCI International Staff Week. ©MCI/Kim Fladda</p>

Spaziergang während der MCI International Staff Week. ©MCI/Kim Fladda

<p>Reger Austausch während der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda</p>

Reger Austausch während der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda

<p>Spannende Gruppenarbeiten bei der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda</p>

Spannende Gruppenarbeiten bei der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda

<p>Die TeilnehmerInnen der MCI International Staff Week entdecken Innsbruck. ©MCI/Kim Fladda</p>

Die TeilnehmerInnen der MCI International Staff Week entdecken Innsbruck. ©MCI/Kim Fladda

<p><span sans-serif=Das MCI begrüßte 23 TeilnehmerInnen zur International Staff Week 2026 ©MCI/Aaron Heimerl

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<p>Die International Staff Week am MCI regte zum Austausch an. ©MCI/Kim Fladda</p>
<p>Spannende Inputs bei der MCI International Staff Week. ©MCI/Kim Fladda</p>
<p>Networking-Möglichkeiten bei der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda</p>
<p>Spaziergang während der MCI International Staff Week. ©MCI/Kim Fladda</p>
<p>Reger Austausch während der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda</p>
<p>Spannende Gruppenarbeiten bei der International Staff Week am MCI. ©MCI/Kim Fladda</p>
<p>Die TeilnehmerInnen der MCI International Staff Week entdecken Innsbruck. ©MCI/Kim Fladda</p>
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