Anders als viele erwarten, war für mich nicht das Surfen der ausschlaggebende Grund für die Wahl meines Auslandsstudiums, sondern die Landschaft, Kultur und Sprache. Hawaii gehört zu den vielseitigsten Orten der Welt: von Strand und Meer über tropische Regenwälder bis hin zu einsamen Vulkanlandschaften. Diese Vielfalt hat mich akademisch wie persönlich angezogen.
Sprachlich ist Hawaii ein spannender Ort, weil viele Studierende aus den USA, Deutschland und skandinavischen Ländern kommen. Dadurch lernt man unterschiedlichste Sprachen und Akzente kennen und kann sein Englisch gezielt verbessern. Auch die aktuelle politische Lage spielte eine Rolle in meiner Entscheidung — am Ende haben wir davon jedoch deutlich weniger mitbekommen als gedacht; weder am Festland noch auf den Inseln gab es Probleme.
Kulturell hat mich die hawaiianische Identität fasziniert: der starke Bezug zur Natur, die Bedeutung des Meeres und der respektvolle Umgang miteinander. Das wollte ich näher erleben.
Am besten hat mir die Lehrveranstaltung „Database Technologies“ gefallen. Im Kurs haben wir eigenständig eine relationale Datenbank konzipiert, implementiert und in eine grafische Softwareanwendung integriert. Besonders war:
Im Vergleich zum MCI stellt man sich hier seinen Stundenplan sehr frei zusammen. Die Auswahl der Kurse für internationale Studierende variiert von Jahr zu Jahr; jeder Kurs findet ein bis zwei mal pro Woche statt und dauert meist etwa 1,5 Stunden. Mit etwas Planung lassen sich fünf Kurse so organisieren, dass sie in vier Tagen untergebracht sind. Gefällt ein Fach doch nicht, hat man in der ersten Woche Zeit zu wechseln.
Die Noten sind deutlich weniger von Klausuren abhängig: Midterm und Final machen zusammen meist etwa 20–35% der Endnote aus; der Rest besteht aus Anwesenheit, kontinuierlichen Arbeitsaufträgen und Projekten. Wer diese unter der Woche erledigt, hat häufig ein freies Wochenende von Freitag bis Sonntag.
Ich habe am Campus gewohnt und konnte so alle Gebäude zu Fuß erreichen; das Unirestaurant lag ebenfalls direkt am Campus. Zum Strand kommt man gut mit dem Bus, oder man kauft sich ein Moped. Die freien Abende unter der Woche lassen sich entspannt am Meer verbringen.
Neben Surfen und Strand hat Hawaii für Wandernde enorm viel zu bieten. An Wochenenden haben wir unzählige Touren zu versteckten Orten und Wasserfällen gemacht. Ein Must-Do ist ein Wochenende auf den Nachbarinseln: Wir haben einen Vulkanausbruch erlebt, die Nā Pali Coast gesehen und Strände in unterschiedlichsten Farben erkundet.
Mein persönliches Highlight war die Wanderung auf den höchsten Berg Hawaiis, den Mauna Kea, mit knapp 4.200 m Höhe. Auch ein Wochenende am Festland lohnt sich. Für Adrenalin-Fans gibt es Shark-Snorkeling im offenen Meer und Skydiving — beide Aktivitäten zeigen die Insel aus einer neuen Perspektive.
Hawaii ist ein Paradies und ein unvergesslicher Ort für ein Auslandssemester. Die Kombination aus vielfältiger Natur, gelebter Kultur, sprachlicher Vielfalt und einem praxisnahen Studium macht den Aufenthalt einzigartig. Für mich war es genau die richtige Wahl — nicht wegen des Surfens, sondern wegen der Erfahrungen, die weit darüber hinausgehen.
Georg Sagmeister vor einer Brücke in Hawaii ©Georg Sagmeister
Hawaii City ©Georg Sagmeister
Skydiving in Hawaii ©Georg Sagmeister
Unicampus Hawaii ©Georg Sagmeister
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