Zwischen Hörsaal und Bosporus: Ein Erasmus-Semester in Istanbul

Date 11.09.2026

Rania und Edanur im Auslandssemester an der Koç University

Warum Istanbul?

Die Entscheidung für Istanbul hatte für beide persönliche Gründe. Rania war schon lange von der türkischen Kultur begeistert, geprägt durch türkische Freund und ihre Liebe zu türkischen Serien. Sie wollte die Kultur nicht nur kennenlernen, sondern selbst erleben. Edanur hat durch ihre Familie einen starken Bezug zur Türkei. Obwohl sie das Land durch viele Sommeraufenthalte kannte, wollte sie Istanbul einmal aus der Perspektive einer Studentin erleben.

Von Anfang an faszinierte beide die Energie der Millionenmetropole. Istanbul gilt als eine Stadt, die niemals schläft – und genau diese Lebendigkeit prägte ihren Aufenthalt. Besonders in Erinnerung blieb auch der Umgang mit Tieren: Katzen und Hunde gehören ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Ein Hund begleitete die beiden sogar regelmäßig vom Studentenheim bis zum Shuttle.

Auch die türkische Küche spielte eine wichtige Rolle. Essen ist dort weit mehr als Alltag – es ist ein zentraler Teil der Kultur und des sozialen Lebens.

Studium und Campusleben

Besonders gut gefiel den beiden der Kurs Systems Biology. Anfangs hatten sie großen Respekt vor dem Masterkurs, konnten ihn jedoch erfolgreich abschließen. Inhaltlich beschäftigten sie sich mit biologischen Systemen, dem Zusammenspiel von Zellen und Netzwerken sowie mathematischen und computergestützten Methoden. Besonders spannend war die Möglichkeit, ihre Python-Kenntnisse für Simulationen und Datenanalysen einzusetzen.

Die Lehrveranstaltung bestand aus Gruppen- und Einzelassignments, wodurch die Inhalte kontinuierlich vertieft wurden. Unterstützung gab es jederzeit durch die Professorin und drei Tutorinnen.

Der Alltag an der Koç University war abwechslungsreich und gut strukturiert. Die Vorlesungen fanden von Montag bis Donnerstag statt, sodass die verlängerten Wochenenden häufig zum Reisen oder Erkunden der Stadt genutzt wurden. Im Studentenheim lebten viele Erasmus- und türkische Studierende, wodurch es leicht war, Kontakte zu knüpfen.

Ein besonderes Highlight war die große, rund um die Uhr geöffnete Bibliothek. Vor Prüfungen lernten Rania und Edanur dort oft bis spät in die Nacht. Auch das Campusleben bot viel Abwechslung: Neben Mensa und Food Courts gab es Cafés, einen Fitnessraum, ein Schwimmbad und einen beeindruckenden Blick auf die Bosporusbrücke.

Istanbul entdecken

Am Wochenende erkundeten die beiden verschiedene Stadtteile und Sehenswürdigkeiten wie die Hagia Sophia und den Galata Turm. Spaziergänge am Meer und sogar Reiten am Strand machten ihren Aufenthalt besonders abwechslungsreich.

Sehr empfehlenswert waren auch die Aktivitäten der Erasmus Incoming Organisation. Gemeinsame Ausflüge führten beispielsweise nach Kappadokien, Antalya und Kaş. Karaoke- und Spieleabende, Partys und weitere Events boten zahlreiche Möglichkeiten, andere internationale Studierende kennenzulernen.

Auch im Alltag gibt es in Istanbul ständig Neues zu entdecken: Straßenmusiker, Moscheen, kulinarische Spezialitäten und das lebendige Treiben der Stadt. Besonders schön waren die kleinen Momente, etwa am Meer zu sitzen und einen türkischen schwarzen Tee, Çay, zu trinken.

Tipps für zukünftige Studierende

Für ein gelungenes Erasmussemester empfehlen Rania und Edanur vor allem Offenheit. Wer sich auf neue Menschen und eine neue Kultur einlässt, kann besonders viel aus dem Aufenthalt mitnehmen.

Auch die türkische Küche sollte man unbedingt genießen – von İskender und Baklava bis zum traditionellen türkischen Frühstück. Außerdem lohnt es sich, möglichst viel vom Land zu sehen. Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit der Fähre über den Bosporus und damit zwischen zwei Kontinenten.

Wichtig ist zudem eine gute Organisation. Dokumente wie das Visum sollten frühzeitig beantragt werden. Gleichzeitig sollte neben dem Studium bewusst Zeit für Reisen, kulturelle Aktivitäten und neue Erfahrungen eingeplant werden.

Eine Erfahrung, die bleibt

Für Rania und Edanur war das Auslandssemester in Istanbul eine unvergessliche Erfahrung. Istanbul begeisterte die beiden mit seiner Vielfalt, Energie und Lebensweise. Zwischen Hörsaal und Bosporus, langen Nächten in der Bibliothek, türkischem Çay am Meer und neuen Freundschaften sammelten sie Erinnerungen, die sie noch lange begleiten werden.

<p>Rania und Edanur am Meer </p>

Rania und Edanur am Meer

<p>Bosporus Brücke</p>

Bosporus Brücke

<p>Gedeckte Tafel mit türkischen Delikatessen</p>

Gedeckte Tafel mit türkischen Delikatessen

<p>Rania und Edanur beim Reiten</p>

Rania und Edanur beim Reiten

<p>Rania und Edanur am Meer </p>
<p>Bosporus Brücke</p>
<p>Gedeckte Tafel mit türkischen Delikatessen</p>
<p>Rania und Edanur beim Reiten</p>
Warum Vietnam? Ein Auslandssemester voller Vielfalt
Warum Vietnam? Ein Auslandssemester voller Vielfalt
Vom Ozean bis zum Mauna Kea: exzellente Lehre, freie Wochenenden und eine respektvolle kulturelle Erfahrung
Mehr als Surfen: Ein Semester in Hawaii
Mehr als Surfen: Ein Semester in Hawaii
Von Meer bis Mauna Kea: starke Lehre, freie Wochenenden, Kultur respektvoll erleben
Healink: Schmerzfreie Gesundheitsmessung neu gedacht
Healink: Schmerzfreie Gesundheitsmessung neu gedacht
LifeSense misst Blutzucker ohne Nadeln – einfach, präzise, innovativ