Wirtschaft & Gesellschaft

Ethik, Recht & Informationsgesellschaft

Ethik, Recht & Informationsgesellschaft

Die zunehmende Digitalisierung traditioneller Geschäftsmodelle sowie die auf der Digitalisierung basierende Entstehung völlig neuer Geschäftsmodelle ist eine der zentralen Herausforderungen für unternehmerische Tätigkeit und bringt Veränderungen auf gesellschaftlicher, organisationaler und individueller Ebene mit sich. Insbesondere ergeben sich in diesem Bereich zunehmend auch rechtliche bzw. ethische Fragestellungen. Der Forschungsschwerpunkt „Ethik, Recht & Informationsgesellschaft“ beleuchtet diese Entwicklung sowohl in betriebswirtschaftlicher, rechtlicher, als auch ethischer Hinsicht. Dabei werden insbesondere die Bereiche Personalmanagement, Mergers & Acquisitions, Recht und Ethik, asymmetrische Information sowie Life Long Learning beleuchtet.

Personalmanagement

Menschen nehmen in Unternehmen traditionell eine zentrale Stellung ein. Entwicklungen im mittelbaren und unmittelbaren Umfeld der Unternehmen lassen sowohl Praxis als auch Wissenschaft bisherige Praktiken und Grundannahmen zunehmend hinterfragen. Trends und disruptive Entwicklungen wirken sich auf die aktuelle und künftige Ausgestaltung von Grundfunktionen wie Personalbeschaffung, -entwicklung, -einsatz, Anreizgestaltung und Führung aus. Unter anderem sind zunehmende internationale Vernetzung und digitale Entwicklungen Antriebsfeder dieser Veränderung. Die Herausforderungen solcher Veränderungen für Gesellschaft, Unternehmen und MitarbeiterInnen sind ein Gegenstand dieses Forschungsfeldes.

 

Mergers & Acquisitions

Die Relevanz von Mergers & Acquisitions für Unternehmen ist beständig hoch und wird in Zukunft besonders zur Technologie und Innovationsübernahme sowie Geschäftsmodellinnovation zunehmen. Nichtsdestotrotz sind diese immer noch ein wenig ganzheitlich verstandenes Thema in Forschung und Praxis. Trotz jahrzehntelanger, intensiver Forschungsbemühungen haben sich die Erfolgsraten von Mergers & Acquisitions bislang nicht erhöht, und vor allem die Herausforderungen der Digitalisierung werden bislang lediglich rudimentär berücksichtigt. Durch die Tätigkeit im Forschungsfeld soll nicht nur ein Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung, sondern auch ein starker Praxistransfer geleistet werden.

Vor diesem Hintergrund wurde das SMA Research Lab als eine gemeinsame Forschungseinrichtung der Universität Innsbruck und des MCI im Bereich Unternehmensstrategie, Merger & Acquisition gegründet. Die Forschungsaktivitäten des Labs leisten einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs und unterstützen zugleich Unternehmen aktiv bei der Bewältigung ihrer strategischen Herausforderungen.

 

Recht & Ethik

Das Verhältnis von europarechtlichen Regelungen zu Ethik im Allgemeinen sowie insbesondere im Bereich der Digitalisierung ist immer stärker Gegenstand von Diskussionen in Forschung und Praxis. Durch die Aktivitäten im Forschungsfeld „Recht & Ethik“ sollen Entwicklung und Anwendung von Innovationen im Bereich der Digitalisierung (insbesondere der Künstlichen Intelligenz) durch wertebasierte Handlungsanleitungen unterstützt werden.

Benannt nach einem der Gründungsväter der Europäischen Union, Jean Monnet, fördert die Europäische Union im Rahmen ihres Erasmus+ Programmes Lehrstühle, die sich auf EU-Studien spezialisiert haben. MCI-Professor Markus Frischhut, bereits von 2016 bis 2019 Inhaber eines Jean Monnet-Lehrstuhls, wurde nun für die Periode 2019 bis 2021 neuerlich mit einer Jean Monnet-Professur ausgezeichnet, die rund um die Thematik Ethik und Werte mit besonderem Fokus auf Aspekte der Digitalisierung angelegt ist.

 

Asymmetrische Information

Die Zielsetzung liegt hierbei in der innovativen und interdisziplinären Erforschung spezifischer Situationen von asymmetrischer Informationsverteilung. Neben der rein wissenschaftlichen Analyse des entsprechenden Phänomens sollen entsprechend der jeweiligen Erkenntnisse wirksame wirtschaftsnahe Konzepte für die Praxis entwickelt werden, welche Effizienzeinbußen als Konsequenz von asymmetrischen Informationen minimieren.

 

Lebenslanges Lernen

Die Forschung im Bereich Lebenslanges Lernen befasst sich mit den Herausforderungen, die die Digitalisierung für die individuelle und organisationale Weiterentwicklung mit sich bringt. Die erforderliche kontinuierliche Anpassung an neue Anforderungen von Individuen und Organisationen rückt die Themen Wissensmanagement und Kompetenzentwicklung in der Informationsgesellschaft in den Fokus unserer Forschung. Außerdem sind (Digital) Workplace Learning und Lerntrends in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, wie bspw. E-Learning, Blended Learning, Collaborative Online Learning oder Learning Analytics, Gegenstand dieses Forschungsbereichs, welcher sowohl auf die wissenschaftliche Bearbeitung dieser Themen als auch auf die praktische Umsetzung abzielt.

 

Kontakt
Markus Frischhut
FH-Prof. Dr. Markus Frischhut, LL.M. Professor (FH) & Fachbereichsleiter EU Recht +43 512 2070 - 3632

Bei Fragen zum Forschungsschwerpunkt kontaktieren Sie uns unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


derzeit gibt es keine Publikationen in diesem Schwerpunkt

derzeit gibt es keine Vorträge in diesem Schwerpunkt

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