Grenzen für Menschen mit Behinderungen öffnen

Date 26.05.2020

Forschungskooperation zwischen der Diakonie Rosenheim und dem Center for Social Health & Innovation (CSHI) am MCI | Verbesserung der grenzüberschreitenden Versorgung erwachsener Menschen mit Behinderungen in Bayern und Tirol

Das EU-geförderte Interreg-Projekt soll die grenzüberschreitende Teilhabe von Frauen und Männern mit Behinderungen in den Bereichen Arbeit & Bildung, Wohnen sowie Freizeit verbessern. Foto: Diakoniewerk Soziale Dienstleistungen Tirol
Das EU-geförderte Interreg-Projekt soll die grenzüberschreitende Teilhabe von Frauen und Männern mit Behinderungen in den Bereichen Arbeit & Bildung, Wohnen sowie Freizeit verbessern. Foto: Diakoniewerk Soziale Dienstleistungen Tirol

„Das Leben für Menschen mit Behinderungen grenzenlos zu gestalten“ ist das gemeinsame Motto einer Forschungskooperation des CSHI (Center for Social & Health Innovation) am MCI und der Diakonie Rosenheim, einer der größten Anbieter sozialer Dienstleistungen für Menschen in Oberbayern. Das EU-geförderte Interreg-Projekt hat zum Ziel, die sozialraumorientierte und inklusive Teilhabe von Frauen und Männern mit Behinderungen in den Bereichen Arbeit & Bildung, Wohnen sowie Freizeit in der Grenzregion Bayern – Tirol zu verbessern. Mitten auf dem Höhepunkt der Corona-Krise startete das Vorzeigeprojekt und rückt damit eine Bevölkerungsgruppe in den Fokus, über die vielfach gesprochen wird, der aber selten eine eigene Stimme zugestanden wird.

Auch wenn sich zwischen Bayern und Tirol bereits Strukturen gebildet haben, die ein grenzübergreifendes Leben und Arbeiten ermöglichen, ist eine nachfrageorientierte Versorgung sowie das Wunsch- und Wahlrecht für Menschen mit Behinderungen schwierig zu erreichen, sie oft in den Systemen der jeweiligen Heimatländer verhaftet. Dies ist neben dem Mangel an länderübergreifenden Angeboten auch der fehlenden Kenntnis über die Angebote des Nachbarlandes sowie auch auf fehlendes Wissen um persönliche Rechte sowie auf administrative Hürden zurückzuführen.

Grundlage des Forschungsprojektes bilden das Wissen und die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen, außerdem greift man auf Erfahrungswerte von Angehörigen sowie von Expert/innen in Institutionen und Politik zurück und inkludiert juristische Expertise. Es soll eine möglichst solide Grundlage geschaffen werden, um bestehende Angebote auszubauen und den Zugang zu verbessern. Das Projekt läuft vom 1. April 2020 bis 31. März 2021.

„Wir sind fest davon überzeugt – gerade in Zeiten der Isolation und Wiedereinführung von harten Grenzen – die Vernetzung von sozialen, ökonomischen und politischen Akteuren zu fördern. Dies geschieht vor allem auch im Sinne vulnerabler Gruppen, die von den Folgen der aktuellen Entwicklungen wie der schwierigen Arbeitsmarktlage und des angespannten öffentlichen Budgets am härtesten betroffen sein werden“, sind sich die beiden Projektpartner einig.

Projektansprechpartner:

Sascha Gell, sascha.gell@mci.edu, Tel.: +43 (0)512 2070-7423
Lukas Kerschbaumer, lukas.kerschbaumer@mci.edu, Tel.: +43 (0)512 2070-7421

Zum Langtext der Presseinformation:

https://research.mci.edu/de/cshi/aktuell

 

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