Rückblick

Warum Familienunternehmen erfolgreicher sind.
Warum Familienunternehmen erfolgreicher sind.
Prof. John A. Davis, Faculty Chair, Families in Business Program, Harvard Business School & Chairman, Cambridge Institute for Family EnterpriseZum Abschluss der Vortragsreihe MCI Alumni & Friends im aktuellen akademischen Jahr konnte die Unternehmerische Hochschule® am 19. Juniden Harvard-Professor John A. Davis willkommen heißen, welcher in einem inspirierenden Vortrag den Stand der Forschung in Bezug auf Familienunternehmen aufzeigte. Seit mehr als 40 Jahren analysiert und berät Davis familiengeführte Unternehmen und ist heute bekannt als führende Autorität in diesem Bereich. Als er seine Karriere in den 1970er Jahren begann, gab es kaum akademisch fundierte Forschungen über Familienunternehmen, weil die Notwendigkeit dazu noch nicht erkannt worden war. Familiengeführte Unternehmen stellen aber nicht nur die älteste Form von Betrieben dar. Sie begründen zudem auch die größte Gruppe an Unternehmen – so sind rund sechzig Prozent der an der New Yorker Börse notierten Betriebe familiengeführt, in manchen Ländern ist diese Zahl sogar weitaus höher. Wie Davis Forschung darlegt, erbringen Familienunternehmen zudem bessere Leistungen als andere Formen von Unternehmungen. Um dieses Phänomen besser beschreiben zu können, entwickelte der Harvard Professor ein Rahmenkonzept das die Funktionsweisen von Familienunternehmen grafisch darstellt. Dieses Konzept berücksichtigt das Zusammenspiel der drei Faktoren „Unternehmen“, „Eigentümerschaft“ sowie „Familie“. Familiengeführte Unternehmen sehen sich demnach zwar häufiger mit Schwächen wie zum Beispiel strategischen Stillstand oder Familienkonflikten konfrontiert, sind aber wiederum gestärkt durch die Loyalität, die ihnen entgegen gebracht wird. Sie weißen weiteres häufig ein konservatives Finanzmanagement auf und schaffen es, sich auf ständig ändernde Begebenheiten einzustellen. In Bezug auf den Faktor „Eigentümerschaft“ unterstützt ein kompetentes und gleichgerichtetes Management, das seine Funktion nicht als Geburtsrecht sondern als Job versteht, den Erfolg von familiengeführten Unternehmen. Schließlich bildet der Faktor „Familie“ die ultimative Basis eines erfolgreichen Familienunternehmens, da eine vereinte Familie die Brücke zwischen den Familienmitgliedern und den Mitarbeitern schafft. Davis schloss den Vortrag mit der Erkenntnis, dass wir heute bereits viel zum Erfolg von familiengeführten Unternehmen sagen können. Gleichzeitig unterstreicht er die Notwendigkeit für Unternehmensfamilien, Adaptierungen ihres bereits etablierten Geschäftes in Betracht zu ziehen. Der Vorsitzende des Harvard Families in Business Programms betont, dass Unternehmen sich verändern können und manchmal sogar müssen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. Ein erfolgreiches Familienunternehmen ist dabei aber immer um eine tolle Familie herum aufgebaut. Das ist auch der Grund, warum die Betriebsübergabe einen wesentlichen Faktor für den langanhaltenden Erfolg von familiengeführten Unternehmen darstellt. Die nächste Generation kann und muss sich ihre Glaubwürdigkeit und Akzeptanz wiederum durch effektive Führung aufbauen. Bernhard Baumgartner, Geschäftsführer von familyfirm, moderierte die sehr lebendige und stimulierende Diskussion, die im Anschluss an den Vortrag entstand.Invitation_John_Davis4.pdf{phocagallery view=category|categoryid=984}
Mit Genuss an die Spitze.
Mit Genuss an die Spitze.
Wie man einen Dorfbetrieb zum Weltunternehmen führt.Franz Senfter, Präsident, Senfter Holding AG, Innichen/SüdtirolIm Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends begrüßte die Unternehmerische Hochschule® Franz Senfter. Der Südtiroler Unternehmer machte aus einem kleinen Metzgerei-Familienbetrieb in Innichen eines der größten Unternehmen der italienischen Lebensmittelindustrie. In seinem Vortrag skizziert er die bewegende Unternehmensgeschichte und erzählt vom stetigen Ausbau seines Unternehmens, seinen Erfolgsrezepten aber auch seinen Misserfolgen. Nach dem Ausbau und der Erweiterung der Produktion des Südtiroler Specks, schuf Senfter die Grundlage zur Standardisierung und baute ein stabiles Vertriebsnetz in ganz Italien auf. Stets neugierig schaute sich Franz Senfter schon früh Märkte in anderen Ländern an, besuchte Messen und Symposien. Bald erkannte er, dass es im Ausland ein großes Interesse an einem Italien-Sortiment-Anbieter gibt und die Erschließung des deutschen Marktes brachte eine Wende für den Betrieb. Mit einem Gespür für Entwicklungen und neue Märkte ging er in den 90er Jahren ein Joint Venture in China ein. Die kleine Metzgerei, die damals der Ausgangspunkt dieses nun mit einem Umsatz von 700 Millionen Euro veranschlagten Unternehmens ist, gibt es immer noch am Dorfplatz in Innichen. Franz Senfter betont auch, wie wichtig ihm sein Engagement in Südtirol ist. Dies zeigt sich unter anderem in den Südtiroler Unternehmen, in der er als Präsident der Senfter Holding AG den Vorsitz hat. Diese reichen – neben der Lebensmittelbranche – von „Tourismus & Transport“ über „Immobilien & Landwirtschaft“, „Medien“ bis hin zum Engagement für lokale Kreisläufe. Eines seiner nächsten Ziele ist der Markteintritt in Amerika. Diese immer drei Jahre im Voraus definierten Ziele und Visionen sind laut Senfter Teil seines Erfolges. Sollte es einmal nicht planmäßig laufen, so lautete sein Ratschlag an die Zuhörer/-innen, kann jedes Problem als Möglichkeit gesehen werden. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Prof. Dipl.-Kfm. Bernd Kirschner. Der Vortrag fand in einer anregenden Diskussion seinen Abschluss. Einladung_Franz_Senfter2.pdf{phocagallery view=category|categoryid=977}
Treffen der Absolventen/-innen
Treffen der Absolventen/-innen
Vielfältiges Programm erwartete die Absolventen/-innen Auch in diesem Jahr hat der MCI Alumni & Friends Club sein intensives und interessantes Veranstaltungsjahr mit dem bereits traditionellen MCI Alumni Weekend ausklingen lassen und sorgte mit seinem spannenden Programm für einen fulminanten Abschluss des akademischen Jahres. Die MCI Absolventen/-innen inkl. der Jubiläumsjahrgänge der einzelnen Studiengänge haben sich getroffen um sich über die erfolgsversprechenden Vorhaben des MCI zu informieren. Natürlich wurde beim gemütlichen Get together auch alte Freundschaften aufgelebt und neue Kontakte geknüpft. {phocagallery view=category|categoryid=978}
MCI Summer Clubbing 2015
MCI Summer Clubbing 2015
Ausgelassene Stimmung beim MCI Summer-ClubbingDer Abend stand im Zeichen von Socializing & Networking: Beim MCI Summer Clubbing im Hofgarten feierten Absolventen/-innen, Studierende, das MCI-Team sowie Freunde und Partner des MCI bei Clubbing Sound und feinem Buffet bis in die Morgenstunden. {phocagallery view=categories|categoryid=983|imagecategoriessize=0}
Die Zukunft des Sozialstaates.
Die Zukunft des Sozialstaates.
Bundesminister Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Soziales, Arbeit & Konsumentenschutz, WienBundesminister Rudolf Hundstorfer begann seinen Vortrag im Rahmen von MCI Alumni & Friends mit einem Blick zurück. Der Sozialstaat sei noch relativ jung und Ergebnis eines langen Weges. Er sei ein Netz zur Stützung der Wirtschaft. In der Zukunft gäbe es große Herausforderungen. Eine der Größten sei die steigende Lebenserwartung, was das Problem der Finanzierung der Pension mit sich bringt. Auch müsste man die Menschen aus der Mindestsicherung aktivieren. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel werde immer stärker. Als Beispiele dafür nannte der Bundesminister die Digitalisierung, Nutzung von Smartphones und den Online-Handel. Dies bringe Herausforderungen für den Datenschutz und Veränderung der Arbeitswelt. Zu den Grundprinzipien des Sozialstaates zählt Rudolf Hundstorfer die Absicherung gegen Risiken, Solidarität und Chancengerechtigkeit. Seine Arbeit sei die Finanzierung dieser Aspekte. Diese sei wiederum abhängig vom Faktor Arbeit. Arbeit sei das Fundament des Sozialstaates. Alles laufe hierbei nach dem Versicherungsprinzip. Es gäbe massive strukturelle Veränderungen der Arbeitszeitformen. Von den 3,5 Mio. Menschen, die unselbstständige beschäftigt sind, arbeiten über 1 Mio. in Teilzeit. 50% davon stehen unfreiwillig in so einem Dienstverhältnis, da zum einen die Wirtschaft keine andere Wahl bietet, zum anderen weil die Öffnungszeiten von Kinderbetreuungsstellen nicht passend sind oder Aufgaben in der Familie, wie die Betreuung von Älteren, übernommen werden müssen. Aufgrund dieser Veränderung gäbe es nun eine rückläufige Lohnquote, welche noch negativer werden wird. Die Veränderung der Arbeitswelt führt zu mehr Flexibilisierung und atypischen Arbeitsformen. Österreich ist Vizeeuropameister bei den Überstunden. Letztes Jahr wurden 270 Mio. Überstunden erfasst, was eine Wochenarbeitszeit von 42,5 Stunden ergibt. Das zeigt, dass ein enormes Potential für Arbeit besteht. Der Bundesminister fordert, dass zumindest ein Teil in Arbeitsplätze umgewidmet wird. 10% dieser Stunden sind bereits 8.400 Vollzeitäquivalente. Bei diesen Veränderungen stellt sich die Frage der Finanzierung des Sozialstaates. Der Sozialstaat sei aufgebaut auf Vollzeitäquivalente, da diese auch Grundlage für die Krankenversicherungen seien. Die solidarische Finanzierung bei einem stetigen Anstieg der Teilzeitarbeit kommt an ihre Grenzen. Alternative Finanzierungsformen müssten diskutiert werden. Der demographische Wandel durch die sinkende Geburtenrate führt dazu, dass es weniger Jugendliche gibt. Dadurch können Arbeitstätige erst später in Pension gehen. Eine Arbeitsmarktoffensive muss verstärkt werden, vor allem für die über 50-Jährigen. Das Thema lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. 50% der Arbeitslosen haben keine Qualifikation. Die größte Veränderung ab Herbst nächsten Jahres wird daher die Bildungsverpflichtung bis zum 18. Lebensjahr sein. Jeder Jugendliche wird verpflichtet sein, eine weitere Ausbildung nach der Pflichtschule zu machen. Bisher beginnen jährlich rund 5.000 Pflichtschulabgänger weder eine weitere schulische Ausbildung noch eine Lehre. Dies soll durch diese Initiative in Zukunft verhindert werden. Abschließend erklärte Bundesminister Rudolf Hundstorfer, dass der Sozialstaat in Österreich gut aufgestellt sei. Damit das so bleibt, bedarf es einer hohen Beschäftigungsrate sowie der Bereitschaft der Bevölkerung, länger zu arbeiten einerseits und dem politischen Willen des Bundes, den Sozialstaat weiterhin zu erhalten andererseits. Natürlich sei die Absicherung des Sozialstaates mit Veränderungen verbunden. Eine Privatisierung hat dem Sozialgefüge einer Gesellschaft langfristig jedoch noch nie gut getan. Der Bundesminister sei gerne in einem Land, wo er sich überlegen müsse „wie kann ich steigende Lebenserwartung jedes Jahr finanzieren?“ Oliver Stock, Chefredakteur von Handelsblatt Online, moderierte den Vortrag und führte durch die angeregte Diskussion.Einladung_HBM_Hundstorfer2.pdf{phocagallery view=category|categoryid=976}
Revolution and Innovation.
Revolution and Innovation.
Entrepreneurship means breaking down temples and create new space!Reverend Jim Stewart, Church of Scotland, Minister Letham St Mark's Church, Perth/ScotlandWas macht ein Geistlicher an der Unternehmerischen Hochschule®? Mit dieser Frage begrüßte MCI Rektor Andreas Altmann Reverend Jim Stewart im Rahmen der Vortragsreihe MCI Alumni & Friends und gibt die Antwort umgehend, als er den Gast als „einen der unternehmerischsten Menschen“, denen er je begegnet ist, vorstellt. Im Jahr 1997 übernahm Stewart das Münster von Letham St Mark’s, und fand sich verantwortlich für eine Gemeinde, die er als zerrüttet beschreibt und die die Verbindung zur Kirche verloren hatte. Vor dieses Problem gestellt, erkannte Stewart dass sich die Kluft zwischen der Vision seiner Kirche und der Realität zunehmend vergrößert hatte und drohte, die Gemeinschaft zum Zusammenbrechen zu bringen. Ähnlich einem Unternehmer, sah sich der Geistliche mit der Herausforderung konfrontiert eine Vision für seine Kirche zu formulieren, mit der sich die Gläubigen identifizieren können. In dieser Phase des Umbruchs zeigte Reverend Stewart, wie effektives Change Management funktioniert. Er musste feststellen, dass es in manchen Situationen am besten ist, Alteingesessenes aufzugeben und neu aufzubauen. Angetrieben von dieser Erkenntnis beschloss er, das alte und wenig funktionale Gemeinschaftsgebäude abzureißen und die Vermögensgegenstände der Gemeinschaft zu liquidieren. Auch die Struktur des Managements seiner Kirchengemeinschaft wurde einem Wandel unterzogen, um sie in Flexibilität und Funktionalität der schnelllebigen Gemeinschaft anzupassen. Reverend Stewart gibt zu, dass sich manche Menschen immer gegenüber Veränderungen resistent zeigen werden. Mit seiner Leidenschaft, seine Vision in die Realität umzuwandeln aber schaffte Steward ein neues Kirchenzentrum für seine Gemeinde, in der heute jeder ohne Bewertung willkommen geheißen wird. Mit seinem Exempel motiviert der Geistliche Unternehmer, Veränderungen positiv gegenüberzustehen und appelliert gleichzeitig an diese, sich ihren Visionen mit Hingabe zu widmen, sie wahr werden zu lassen, an ihnen zu wachsen und schlussendlich die eigenen Ängste zu überwinden. „Veränderungen bedürfen Anstrengungen und könnten uns alles kosten“, merkt er realistischer weise an. Aber es sei das Risiko wert, wenn man das Leben der Menschen zum Besseren verändern kann. Abschließend merkt Stewart an, stolzer Teil des „weltgrößten Franchise-Systems mit Niederlassungen nicht nur in jeder Stadt sondern in jedem Dorf“ zu sein und ist zuversichtlich, dass es die Kirche schaffen wird, eine neue Vision zu entwickeln und den Menschen in Zukunft Stabilität zu gewähren. Durch den Gastvortrag führe MCI Rektor Andreas Altmann, welcher auch die anschließend entstandene, rege Diskussion moderierte.Einladung_James_Stewart_MCI.pdf{phocagallery view=category|categoryid=975}
Kooperation für Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen.
Kooperation für Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen.
Dr. Michael Heinisch, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Wien Im Rahmen der TGKK Akademie, die das MCI Management Center Innsbruck seit mehreren Jahren gemeinsam mit der Tiroler Gebietskrankenkasse ausrichtet, sprach am 20. Mai 2015 DR. MICHAEL HEINISCH Vorsitzender der Geschäftsleitung der Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH zum Thema „Mit Kooperationen zu mehr Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen". Die Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH ist eine private Unternehmens- gruppe mit konfessionellem Hintergrund mit Sitz in Wien. Sie betreibt Krankenanstalten, gemeinnützige Gesundheitseinrichtungen und gesundheitsnahe Dienstleistungsunternehmen in Österreich und beschäftigt 5.500 Mitarbeiter/-innen. Im Mittelpunkt dieser Auflage der „Tiroler Gesundheitsimpulse“ steht die Frage, wie Qualität, Innovation und Effizienz im österreichischen Gesundheitswesen im Zusammenhang vor dem Hintergrund knapper Mittel, technologischer Entwicklungen, einer zunehmenden Mobilität und Erwartungshaltung von Patienten/-innenströmen und weiteren Stakeholdergruppen sowie veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen bestmöglich erreicht werden können. Die Veranstaltung wurde von FH-Prof. Dr. Siegfried Walch, Studiengangsleiter Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement / International Health & Social Management am MCI, moderiert. Kurzinfo zur TGKK-Akademie: Bei der TGKK Akademie handelt es sich um ein umfassendes Mitarbeiter/-innenentwicklungs- und Weiterbildungsprogramm der Tiroler Gebietskrankenkasse, welches integrativ mit dem Strategieentwicklungsprojekt TGKK 2015 verknüpft ist und in Zusammenarbeit der Unternehmerischen Hochschule®, dem MCI Management Center Innsbruck, durchgeführt wird. In Ergänzung zu den jeweiligen Lehrgängen und Seminarmodulen sieht das Konzept der TGKK Akademie eine Vortragsreihe mit ausgewählten Entscheidungsträgern/-innen aus dem Gesundheitswesen vor, deren Ziel es ist, eine umfassende Perspektive zum Gesundheitswesen zu vermitteln und im Dialog mit wichtigen Systempartnern/-innen aktuelle Entwicklungen und internationale Herausforderungen zu diskutieren.Gesundheitsimpuls_Heinisch.pdf{phocagallery view=category|categoryid=971}
Fuck politics?
Fuck politics?
Über Rolle, Lust und Ohnmacht der Politik.Hep Monatzeder, Stadtrat von München, 3. Bürgermeister a.D. von München, Präsident a.D. von TSV 1860 München Im Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends begrüßte die Unternehmerische Hochschule® den Stadtrat und 3. Bürgermeister a.D. von München, Hep Monatzeder. In seinem Vortrag ging er den Fragen nach, inwiefern Freihandelsabkommen zu einer schleichenden Entmachtung der Politik beitragen und Privatisierungen die Grundversorgung gefährden. Nach einer Erklärung, wie er in seiner Zeit als Jugendlicher zum Künstlernamen „Hep“ kam, beginnt er seinen „Vortrag eines Praktikers“, der über eine 25- jährige Erfahrung in der Politik verfügt. Laut Hep Monatzeder bedeuten die Freihandelsabkommen TTIP und CETA einen massiven Eingriff in die Politik, welcher dazu führt, dass die Interessen der Investoren über jenen der Bevölkerung stehen. In einer Freihandelszone mit 800 Millionen Einwohnern/-innen werde die Macht von multinationalen Konzernen übernommen und die Rolle der Politik beschränke sich auf die eines Zaungastes. Darüber hinaus warnt er vor einer marktregulierten Grundversorgung, die Verkehr, Wohnen, Energie und Wasser betrifft. Laut Monatzeder führt dies zu einem Anstieg von Gebühren und Mieten und nicht die langfristige Versorgung, sondern Gewinne und Ausschüttungen an Investoren stehen in der Folge im Vordergrund. Abschließend erläutert Hep Monatzeder, warum in letzter Zeit seine Lust zunehmend dem Frust an der Politik gewichen ist. Die Welt brauche kritische Politiker/-innen, die auch einmal anecken. Doch, so Monatzeder, werde das in Zeiten der Digitalisierung zunehmend schwieriger, da ein falsches Wort in den Online-Medien durchaus ein Karriereende bedeuten könne und somit Politiker zunehmend angepasst agieren. Auch plädiert er an eine Zivilgesellschaft, die sich an politischen Prozessen beteiligt. Die Moderation der Veranstaltung übernahm MCI Rektor Dr. Andreas Altmann. Der Vortrag fand in einer anregenden Diskussion seinen Abschluss.Einladungsflyer_Hep_Monatzeder_final.pdf{phocagallery view=category|categoryid=966}
Spitze werden - spitze bleiben.
Spitze werden - spitze bleiben.
Wie man als Standort in Europa erfolgreich sein kann.Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann von OberösterreichIn einem engagierten Vortrag am MCI Management Center Innsbruck erörterte der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer Faktoren zur Sicherung und Qualifizierung des Wirtschaftsstandortes Österreich. Durch den Vortag führte MCI-Rektor Andreas Altmann, der bereits in seiner Einleitung anmerkte: „Wer den Anspruch Spitze zu sein aufgibt, hat bereits verloren.“ Dem schloss sich Landeshauptmann Pühringer in seiner Ausführung an und ergänzte, dass trotz unterschiedlicher Strukturen der Bundesländer Tirol mit einem hohen Anteil an der Tourismusbranche, und Oberösterreich mit rund einem Viertel Industrieanteil die Erfolgsfaktoren für den internationalen Standortwettbewerb dieselben blieben. Österreich sei in Bezug auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit erfolgreicher als der EU-Durchschnitt. Dies liege laut Pühringer vor allem an der Industrie, die einen hohen Anteil in Österreich einnimmt. Länder wie Deutschland, Dänemark, Luxemburg oder auch Österreich, die einen starken industriellen Kern aufweisen, kamen besser durch die Krise als beispielsweise Großbritannien oder die USA, die sich mehr auf den Dienstleistungs- und insbesondere den Finanzsektor konzentrierten. Auch Frankreich, das eine Deindustrialisierung förderte, weist heute eine hohe Arbeitslosenquote auf. Den Grund dafür sieht Oberösterreichs Landeshauptmann darin, dass Länder mit einem hohen Industrieanteil konstante Leistungen erbringen, als technische Vorreiter wahrgenommen werden sowie qualifizierte Arbeitskräfte fördern und hervorbringen. Laut Pühringer braucht es daher ein klares Bekenntnis zur Industrie. Der Bund müsse die internationale Vernetzung sowie den Export unterstützen und durch konsequente Standortpolitik die Ansiedelung internationaler Konzerne in Österreich fördern. Er rufe daher die Politik auf, regulatorische Hürden abzubauen und die Bürokratie zu vereinfachen, um so ein besseres Investitionsklima zu schaffen. Gleichzeitig sieht Pühringer Aufholbedarf in der Bildungs- und Forschungspolitik. Als Land ohne große Bodenressourcen müsse man umso intensiver in die Bildung und Innovationskraft der Menschen investieren, denn in einer wissensbasierten Gesellschaft seien gut ausgebildete Arbeitskräfte das größte Kapital. Österreich sei bereits auf einem guten Weg und könne sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Das Ziel dürfe aber niemals das Mittelmaß sein. Vielmehr müsse man bestrebt sein, an die Spitze zu gelangen und dort zu bleiben. Dafür bedürfe es der Formulierung von konkreten und ehrgeizigen Zielen sowie dem Bewusstsein, dass Standortqualifizierung nie ein Ende nimmt. Der Aufbau eines modernen Standortes müsse als Prozess begriffen werden, den es laufend zu verbessern gilt. Im Anschluss an den Vortrag entstand eine rege Diskussion, welche von MCI-Rektor Andreas Altmann moderiert wurde.Einladung_Josef_Puehringer_1.pdf{phocagallery view=category|categoryid=956}
Ukraine zwischen Russland & Europa.
Ukraine zwischen Russland & Europa.
Die Ukraine als moralisches Dilemma Europas.S.E. Dr. Olexander Scherba, Botschafter der Ukraine in ÖsterreichSeine Exzellenz Botschafter Olexander Scherba erläuterte im Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends seine Sichtweise des schwierigen Verhältnisses der Ukraine zwischen Russland und Europa. Das Streben nach Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit sollte das oberste Gebot jeder Regierung sein. Daran habe sich die vergangene ukrainische Regierung nicht gehalten, weshalb es zur Revolution und letztendlich zum Sturz der Regierung kam. Die Bevölkerung hatte einen Wunsch nach Freiheit und Demokratie. Europa habe ein falsches Bild, wenn die USA als Verursacher der Revolution vermutet werde. Europa spreche immer von einer Krise oder von Spannungen in der Ukraine. Da mehr als 6.000 Ukrainer/-innen ums Leben kamen und über zwei Millionen Menschen auf der Flucht sind, handle es sich nach Ansicht von S.E. Olexander Scherba aber vielmehr um einen Krieg. Die Revolution sei ein Schritt in Richtung der Erweiterung des Raums von Demokratie und Freiheit gewesen, was eine Bedrohung für Russland darstellte. Der ukrainische Botschafter erläutert, dass die Revolution friedlich war und ohne Grund auf brutalste Weise zerschlagen wurde. Bis heute ist nicht bekannt, wer den Befehl dazu gab. Weiteres erklärt der ukrainische Botschafter, die Ukraine sei teilweise wie gelähmt gewesen. Der Anschluss der Krim an Russland sei keinesfalls blutlos und freiwillig geschehen. Es scheine, dass in allen Schlüsselpositionen bei der Krimübernahme Männer mit russischer Staatsbürgerschaft standen, die kurz vorher den Dienst bei der russischen Geheimpolizei quittiert hatten. Der Botschafter beschreibt dies als „covert operation“, da eine Verbindung so vertuscht werden sollte. Die Presse berichte immer wieder über Lügen, weshalb die Russen ein falsches Bild der Ukrainer/-innen bekommen haben. Die große Frage sei nun, wie man das Schießen stoppen könnte. Die Antwort darauf sei einfach und schwierig zugleich: Der Krieg habe durch Lügen begonnen, durch welche Hass entstanden sei. Daraus folgte der Tod, der zu mehr Lügen und Hass führte. Die Lügen wiederum kämen von russischen Fernsehkanälen, die unter der Kontrolle des Kremls stehen. Um den Konflikt in der Ukraine zu beenden, müssen die Lügen der russischen Medien aufhören. Seine Exzellenz Botschafter Olexander Scherba betonte noch einmal, dass Krieg zwischen Russland und Ukraine herrsche. Dieser könne ein neues Kapitel in der europäischen Geschichte aufschlagen, das weniger glücklich und friedlich sei als die vergangenen zwanzig Jahre. Die russische Regierung habe diesen Krieg schon jahrelang im Kopf gehabt. Der Westen habe vor Russland noch zu viel Angst, was verständlich sei. Natürlich sei Russland als Partner wichtig, jedoch sehe Russland die Werte Europas als lächerlich an. In Russland werden falsche Informationen über Europa verbreitet, die von den Menschen geglaubt werden. Deshalb wolle Russland nicht zu Europa gehören. In der Ukraine handle es sich daher um einen Krieg der Werte. Russland wolle ein alternatives Europa mit anderen Idealen. Es gäbe kein Zurück zum bisherigen Europa. Stattdessen stehen politische, wirtschaftliche und moralische Entscheidungen an, wie Europa mit der Ukraine umgehen sollte. Diese moralische Entscheidung wird länger andauern. Abschließend regt der ukrainische Botschafter an, eine Entscheidung über die Zukunft der Ukraine durch die europäischen Präsidenten gut zu überlegen. Die interessante Diskussion im Anschluss, die FH-Prof. Dr. Siegfried Walch moderierte, sorgte für einen gelungenen Abschluss der Veranstaltung.Einladungsflyer_S.E._Botschafter_Scherba.pdf{phocagallery view=category|categoryid=954}
Was ist neu an den neuen Medien?
Was ist neu an den neuen Medien?
Veit V. Dengler, CEO NZZ Mediengruppe, Zürich Der MCI Absolventenclub Alumni & Friends konnte vor kurzem den CEO der Schweizer NZZ-Mediengruppe, Veit V. Dengler, begrüßen. Der gebürtige Österreicher leitet seit Oktober 2013 die traditionsreiche Neue Züricher Zeitung und verantwortet deren Aufbau eines funktionierenden Geschäftsmodells für das digitale Zeitalter. Gleich zu Beginn stellt Dengler fest: Medienunternehmen sind zum Erfolg in einem neuen Umfeld verdammt. Die Einnahmen aus Printwerbung, Haupteinkommensquelle von Zeitungen, sinken jährlich durchschnittlich um 5 bis 10% und können nicht durch Onlinewerbung kompensiert werden. Viele Verlagshäuser reagieren darauf durch Einsparungen in der Redaktion, wodurch die Qualität der Nachrichten leidet. Wie also kann man das Medium Zeitung neu erfinden? Dengler stellt in seinem Vortrag zunächst die Frage, wie Medien zu ihrer Funktion finden und wirft dafür einen Blick in die Vergangenheit. Dabei stellt er fest, dass die ursprüngliche Aufgabe der Zeitungen, nämlich die Nachrichtenübermittlung, übernommen wurde durch neue Medien wie Twitter. Eben diese neuen Medien wiederum erlauben aber eine neue Form der Kommunikation und Interaktion mit dem Leser. Die Aufgabe des Journalisten sieht er heute daher weniger als Übermittler und vielmehr als Analyst von Nachrichten. Am Ende seines Vortrages erlaubt der Chef der NZZ-Mediengruppe einen Einblick in den Umgang seines Unternehmens mit dem Wandel der Medienbranche. Dengler skizziert dabei das Konzept der NZZ, bestehend aus vier konzentrischen Kreisen in deren Mitte das „Besser werden“, also das Lernen und Steigern der Qualität steht. In den äußeren Kreisen beschäftigt sich die Mediengruppe mit dem Entwickeln neuer Produkte für verschiedene Kundengruppen, der geografischen Expansion unter anderem nach Österreich und Deutschland und dem verstärkten Eintreten in mediennahe Geschäftsfelder. Mit dem Onlinemedium NZZ Österreich revolutioniert Dengler unseren Qualitätsjournalismus übrigens bereits seit Beginn dieses Jahres. Hans Herbert Holzamer, freier Journalist, Autor und MCI-Lektor, moderierte die im Anschluss an den Vortrag aufgekommene, rege Diskussion.Einladung_Veit_Dengler2.pdf{phocagallery view=category|categoryid=950}
Leadership & change in a global company.
Leadership & change in a global company.
Janina Kugel, Personalvorständin, Arbeitsdirektorin & Chief Diversity Officer, Siemens AG, München Im Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends begrüßte die Unternehmerische Hochschule® die Personalvorständin der Siemens AG München Janina Kugel. In ihrem Vortrag geht Janina Kugel der Frage nach, inwiefern sich die Arbeitswelt in Folge der fortschreitenden Digitalisierung verändert und welche Herausforderungen sich in weiterer Folge für Personalverantwortliche und Führungskräfte ergeben. Zu Beginn betont sie, dass sich mit der Herausbildung der Industrie 4.0 die Arbeitsweise für Personalverantwortliche verändert, die schon jetzt mehrheitlich ihre Mitarbeiter über die Nutzung von Social Media gewinnen. Besonders im asiatischen Raum ist diese Vorgehensweise mit bis zu 90% bereits Normalität. Eine Digitalisierung der Industrie fordert zukünftig neue Fähigkeiten und Fertigkeiten, auf die sich Unternehmen schon jetzt einstellen müssen. Als Chief Diversity Officer fordert sie ein Umdenken beim Immigrationsmanagement und auch bei der Eingliederung von Frauen in die Berufswelt. Doch nicht nur die Arbeitswelt, auch die Führungsanforderungen ändern sich. Reine hierarchische Führungsstile haben schon aufgrund der fortschreitenden Globalisierung ausgedient – um beispielsweise Mitarbeiter auf der ganzen Welt führen zu können, ist eine andere Einbindung von Mitarbeitern unterschiedlicher Ebenen erforderlich. Verlässt ein Mitarbeiter eine Firma, so hat das meist wenig mit der Arbeit zu tun, sondern mit dem Umfeld und im Besonderen mit der Führungskraft. Besonders in Zeiten, in denen Fachkräfte immer schwerer zu finden sind, ist es umso wichtiger, diese Mitarbeiter zu behalten. In diesem Zusammenhang nennt sie drei wichtige Eigenschaften bei der Führung von Mitarbeitern: ehrlich, mutig und respektvoll zu sein. Die Moderation der Veranstaltung übernahm MCI Rektor Dr. Andreas Altmann. Der Vortrag fand in einer anregenden Diskussion seinen Abschluss.Einladung_Janina_Kugel2.pdf2015_03_19_Vortrag_Management_Center_Innsbruck_Leadership__Cultural_Change_final.pdf{phocagallery view=category|categoryid=946}
Gab es eine Eurokrise?
Gab es eine Eurokrise?
Mag. Thomas Wieser, Eurogruppen-Koordinator und Vorsitzender der Euro-ArbeitsgruppeVortrag in englischer SpracheIm Rahmen der Vortragsreihe MCI Alumni & Friends durfte die Unternehmerische Hochschule® „Mister Euro“, Thomas Wieser, begrüßen, welcher in einem eindrucksvollen Vortrag die Hintergründe der viel diskutierten Eurokrise beleuchtete.Zu Beginn des Vortrages stellte der Vorsitzende der Euro-Arbeitsgruppe die Frage nach der Ursache der Eurokrise, welche sich auf die Staatsverschuldung, den Bankensektor und die Wirtschaft in der Europäischen Union auswirkt. Er identifiziert dabei die Globalisierung als treibende Kraft. Durch den Eintritt neuer, aufstrebender Märkte in den internationalen Wettbewerb wurden die Mitgliedsstaaten vor große Herausforderungen gestellt. Wieser betrachtet die Reaktion der EU-Staaten auf diese veränderten Bedingungen kritisch und identifiziert darin den Ursprung der Euro-Krise.Die Einführung der europäischen Bankenaufsicht sieht er als eine Möglichkeit, Krisen in Zukunft frühzeitig entgegen zu wirken. Weiteres plädiert der Eurogruppen-Koordinator dafür, vermehrt in Bildung sowie Forschung und Entwicklung zu investieren, um damit im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.Die anschließende angeregte Diskussion wurde von Oliver Stock, Chefredakteur von Handelsblatt Online, moderiert und schloss den äußerst gelungenen Vortrag ab.{phocagallery view=category|categoryid=944}
Wohin steuert Europa?
Wohin steuert Europa?
Prof. Dr. Václav Klaus, Ministerpräsident a.D. sowie Staatspräsident a.D. der Tschechischen RepublikDie Unternehmerische Hochschule® konnte kürzlich den ehemalige Staats- und Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Václav Klaus, willkommen heißen. Im Rahmen der Vortragsreihe Alumni & Friends drehte sich dabei alles um die Frage nach der Zukunft Europas.Als früherer Staatspräsident war Klaus bereits 2006 zu Gast am MCI und übte schon damals Kritik an der Europäischen Union, die sich seiner Meinung nach in einer Ära der wirtschaftlichen Stagnation befinde und zu viel Wert auf politische Korrektheit lege. Diese Begriffe hätten heute wesentlich an Relevanz gewonnen. Die Zentralisierung vieler Bereiche auf europäischer Ebene und den damit einhergehenden Verlust der Souveränität der EU-Mitgliedsstaaten sieht Klaus dabei als Hindernis für die freie Marktwirtschaft und als Bedrohung für die Demokratie. Das Streben nach Homogenität zwischen den Mitgliedsstaaten könne nicht durch das Diktieren von Strukturen erreicht werden, sondern sei das Resultat eines Evolutionsprozesses. Der ehemalige tschechische Staatspräsident ist sich dessen bewusst, dass seine Beschreibung der Situation der Europäischen Union für viele zu kritisch ausfällt. Doch Europa befindet sich in einer Sackgasse, aus der nur der Weg zurück bleibt. Es sei Zeit für die Europäer, das zu erkennen und die Rückkehr zu den Fundamenten des freien Marktes sowie der Liberalisierung der Wirtschaft einzuleiten. Dazu benötige es jedoch vor allem mehr politischen Mut. Univ.-Prof. Dr. Klaus Schredelseker führe abschließend durch eine rege Diskussion.{phocagallery view=category|categoryid=943}
Universitäten treffen Freunde - Let's go Munich!
Universitäten treffen Freunde - Let's go Munich!
Innsbrucker Universitäten und MCI gemeinsam mit Außenminister Sebastian Kurz auf Einladung des Deutschen Freundeskreises im Herzen der Bayernmetropole – „Integration durch Leistung“ als Konzept für gelungenes Zusammenleben – Brückenschlag zwischen Österreich und Deutschland und Förderung der Beziehungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft „Universitäten treffen Freunde - Let’s go Munich!“ Unter diesem sympathischen Motto eroberte der Deutsche Freundeskreis (DFK) gemeinsam mit den Innsbrucker Universitäten und dem MCI auch heuer wieder die Bayernmetropole im Rahmen einer begeisternden Veranstaltung im prunkvollen Maximilianeum in München. Konnten bereits in den letzten Jahren klangvolle Namen wie Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Landeshauptmann Günther Platter als ranghohe Persönlichkeiten begrüßt werden, um wertvolle Impulse zu erhalten und die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Tirol & Bayern sowie Österreich und Deutschland zu pflegen, so stand diesmal der jüngste Außenminister Europas im Mittelpunkt einer glanzvollen Veranstaltung. In seinem mit zahlreichen Beispielen gespickten, persönlichen Erfahrungen angereicherten und launigen Bonmots gewürzten Referat unterstrich der österreichische Bundesminister Sebastian Kurz das Motto der vor vier Jahren erstmals durchgeführten Veranstaltung „Freunde treffen“ und skizzierte dem hochrangigen Publikum in seinem Vortrag das gesellschaftspolitische Konzept „Integration durch Leistung“. Migrantinnen und Migranten sollten nicht nach ihrer Herkunft, sondern an dem, was sie in Beruf, in der Bildung, in der Familie oder in der Gesellschaft leisten gemessen werden, so Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz. Erfolgreiche Integration baue auf Deutschkenntnissen, Erfolg in Bildung und Beruf auf. Sein Ministerium konzentriere sich daher auf diese Bereiche. Die Investitionen in die frühkindliche Sprachförderung seien etwa massiv erhöht worden. Bis 2018 würden von Bundesseite zusätzlich 60 Millionen Euro in Kindergärten investiert. Zugleich würde mit Hochdruck an einem Gesetz, das die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen erleichtert, gearbeitet für mehr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Ein neues Islamgesetz würde zudem in den kommenden Wochen in Kraft treten, das Rechte und Pflichten von Muslimen in Österreich klar regle. Es gehe um die Schaffung von Rahmenbedingungen für einen europäischen Islam ohne Einflussnahme aus dem Ausland. Moslem und zugleich stolzer Österreicher zu sein dürfe kein Widerspruch sein. Ein politischer Islam habe in einem aufgeklärten Rechtsstaat ebenso wenig zu suchen wie andere Formen der politischen Instrumentalisierung von Religion. Würden religiöse Gefühle verletzt, so sei dies Sache der Gerichte und nicht der Politik. Neben vielen anderen Säulen sehe er in dem jetzt in der Beschlussphase befindlichen Islamgesetz einen wichtigen Schritt für ein aktiv gestaltetes Zusammenleben. Selbstbewusster Österreicher und Muslim zu sein, dürfe aus Sicht des Ministers kein Gegensatz sein, ebenso wie der Entzug von staatlichen Leistungen im Falle einer substanziellen Integrationsverweigerung kein Tabu sein dürfe. Und weiter: Die mit Migration verbundenen Herausforderungen seien aktiv zu gestalten, und wahrgenommene Probleme gehörten diskutiert und gelöst anstatt Menschen, die auf Probleme aufmerksam machen sofort ins rechte Eck zu rücken, so das Credo des Außenministers für eine verantwortungsvolle Politik, die damit auch einer gesellschaftlichen Spaltung entgegenzuwirken habe. Respekt für die jeweils andere Kultur sei ein wichtiger Grundpfeiler und sowohl von der aufnehmenden Gesellschaft aber auch von den Zuwanderern zu erwarten. DFK-Vorsitzender Dr. Yorck Schmidt sieht den Auftrag des Deutschen Freundeskreises erfüllt, die Universität Innsbruck, die Medizinische Universität Innsbruck und das Management Center Innsbruck mit renommierten Persönlichkeiten, Unternehmen und Institutionen aus Wissenschaft & Wirtschaft zusammenzubringen, nachbarschftlichen Dialog und Begegnung zu fördern und die deutsch-österreichischen Beziehungen auszubauen. Neben der Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm, dem langjährigen Abgeordneten zum Bayerischen Landtag und Vorsitzenden des Bayerischen Gesundheitsrates Dr. Thomas Zimmermann, der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Charlotte Knobloch, dem Österreichischen Botschafter Dr. Nikolaus Marschick, dem Österreichischen Generalkonsul in München Dr. Helmut Koller waren von Tiroler Seite der Präsident des Tiroler Landtages DDr. Herwig van Staa, die Rektoren/-innen Dr. Helga Fritsch (MUI) und Dr. Andreas Altmann (MCI) , die Vizerektoren Dr. Sabine Schindler (LFU), der Innsbrucker Stadtrat Franz X. Gruber, der deutsche Honorarkonsul in Tirol Dr. Dietmar Czernich sowie über 200 Spitzen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vertreten. Eine lebhafte und abwechslungsreich geführte Diskussion und ein gelungener Ausklang sind kraftvoller Beleg für die Richtigkeit der sympathischen Mission des Deutschen Freundeskreises "Universitäten treffen Freunde“ und der Brückenfunktion zwischen Österreich und Deutschland und Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.{phocagallery view=category|categoryid=934}
Herausforderungen der österreichischen Finanzpolitik.
Herausforderungen der österreichischen Finanzpolitik.
Bundesminister Dr. Hans Jörg Schelling, Bundesminister für Finanzen, WienIm Rahmen der Tiroler Industriegespräche begrüßte der Absolventenclub des Management Center Innsbruck, MCI Alumni & Friends, gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Tirol den österreichischen Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling, der in einem eindrucksvollen Vortrag die Eckpunkte der aktuellen Finanzpolitik sowie strategische Weichenstellungen für die nächsten Jahre erläuterte. Bei der Beurteilung der finanzpolitischen Lage seien zunächst geopolitische, internationale, wirtschaftspolitische sowie gesellschaftspolitische Faktoren zu betrachten: Weltweit beobachte man ein verlangtes Wirtschaftswachstum, wonach nicht mehr davon ausgegangen werden könne, dass finanzpolitische Probleme mittels Wachstum gelöst werden könnten. Zudem zeigten Terrorismus, Krieg und politische Unruhen – Beispiel Paris oder Ukraine – massive Rückschläge auf die wirtschaftliche Lage in den europäischen Ländern. Vollkommen falsch wäre es jedoch, so Minister Schelling, sich auf eine Position zurückzuziehen, wonach vor allem die anderen an der heimischen Finanzmisere schuld wären. Vielmehr seien auch in Österreich die längst fälligen Hausausgaben in finanzpolitischer Hinsicht zu erledigen. Österreich habe kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem, was eine Verschuldungsquote von 85 % eindrucksvoll beweise. In der Zeit der zweiten Republik sei es bisher erst zweimal gelungen, mit einem Nulldefizit zu bilanzieren. Am Beginn der Überlegungen zur finanzpolitischen Sanierung stünde die Definition von Strategie und Zielen, denen dann die Struktur folge. Für eine langfristig positive Entwicklung sei es wichtig, mit Mut und Leadership die richtigen Weichen zu stellen. Dabei gelte es, eine Reihe von Herausforderungen und impliziten Kostenentwicklungen zu berücksichtigen: steigende Pensionskosten, wachsender Pflegeaufwand, jährlich höhere Verwaltungskosten, fehlende Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Derzeit werde mit einem Entlastungsvolumen von 5 Mrd. Euro die größte Steuerreform der zweiten Politik vorbereitet, die auf folgenden Säulen ruht: ·        steuerliche Entlastung der Bürger/-innen ·        Entflechtung und Entbürokratisierung ·        Generierung von Wachstum und Beschäftigung So werde u. a. der Eingangssteuersatz für Einkommens- und Lohnsteuer von 36,5 % auf 25 % abgesenkt; der Spitzensteuersatz soll in Zukunft erst ab Einkommen von 80.000 – 100.000 Euro zur Anwendung kommen. Auch jene Bürger/-innen, die derzeit keine Einkommens- bzw. Lohnsteuer entrichten, sollen durch eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge entlastet werden. Rund 15 bis 17 % der Steuerentlastung würden sich durch Konsumeffekte selbst finanzieren. Ein substanzieller Anteil der Gegenfinanzierung würde jedoch auf Bund (67 %), Länder (22 %) und Gemeinden (11 %) entfallen. Weitere Ansätze zur Gegenfinanzierung seien daher die Durchforstung von Förderungen, der Wegfall von Ausnahmen im Steuerrecht sowie die Bekämpfung von Sozialmissbrauch und Steuerbetrug, beispielsweise des organisierten Mehrwertsteuerbetrugs. Außerdem werde auf Bundesebene ein Verwaltungskostendämpfungspfad angelegt, dessen Ziel es sei, die von 2016 bis 2020 prognostizierten Verwaltungskosten von 2,9 % auf 1,9 % abzusenken. Allein dieser kumulierte Effekt finanziere Mindereinnahmen in Höhe von mindestens 3 Mrd. Euro. Die anschließende lebhafte Diskussion mit dem Publikum wurde von MCI-Rektor Dr. Andreas Altmann moderiert.Einladungsflyer_Bundesminister_Schelling.pdf{phocagallery view=category|categoryid=932}
ELGA - die elektronische Gesundheitsakte
ELGA - die elektronische Gesundheitsakte
Hubert Wackerle, Geschäftsführer, IT-Services der Sozialversicherung (ITSV) GmbHIm Rahmen der TGKK Akademie , die das MCI Management Center Innsbruck seit mehreren Jahren gemeinsam mit der Tiroler Gebietskrankenkasse ausrichtet, sprach am 26. Januar 2015 Hubert Wackerle, Geschäftsführer, IT Services der Sozialversicherung GmbH (ITSV) zum Thema „ELGA – die elektronische Gesundheitsakte". Als IT-Tochter der österreichischen Sozialversicherungsträger ist die ITSV GmbH mit der Koordination, Vernetzung und Steuerung sämtlicher IT-Aktivitäten innerhalb der österreichischen Sozialversicherung betraut. Die Schwerpunkte liegen in der Vereinheitlichung der unterschiedlichen IT-Systeme und der Zusammenlegung der SV-Rechenzentren. Mit den Lösungen sorgt die ITSV GmbH für eine Optimierung der IT-Infrastruktur- und Systemlandschaft und für strukturelle Reformen innerhalb der IT-Organisation und bietet damit auch eine Voraussetzung für die Ausschöpfung des Effizienzpotentials im nicht-medizinischen Bereich des österreichischen Gesundheitswesens. Die Veranstaltung wurde von FH-Prof. Dr. Siegfried Walch, Studiengangsleiter Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement / International Health & Social Management am MCI, moderiert. Kurzinfo zur TGKK-Akademie: Bei der TGKK Akademie handelt es sich um ein umfassendes Mitarbeiter/-innenentwicklungs- und Weiterbildungsprogramm der Tiroler Gebietskrankenkasse, welches integrativ mit dem Strategieentwicklungsprojekt TGKK 2015 verknüpft ist und in Zusammenarbeit der Unternehmerischen Hochschule®, dem MCI Management Center Innsbruck, durchgeführt wird. In Ergänzung zu den jeweiligen Lehrgängen und Seminarmodulen sieht das Konzept der TGKK Akademie eine Vortragsreihe mit ausgewählten Entscheidungsträgern/-innen aus dem Gesundheitswesen vor, deren Ziel es ist, eine umfassende Perspektive zum Gesundheitswesen zu vermitteln und im Dialog mit wichtigen Systempartnern/-innen aktuelle Entwicklungen und internationale Herausforderungen zu diskutieren.Gesundheitsimpulse_Einladung_Wackerle_edu.pdf{phocagallery view=category|categoryid=929}
Globales Consulting.
Globales Consulting.
Ralf Kalmbach, Global Head Automotive, A.T.Kearney Im Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends konnte die Unternehmerische Hochschule® den designierten Global Head Automotive von der internationalen Unternehmensberatung A.T. Kearney begrüßen. Bei seinem Vortrag beschreibt der studierte Maschinenbauer und Betriebswirt die Herausforderungen seiner Branche und hebt Spezialwissen im Fachbereich als „must have“ hervor: „Du musst ein Spezialist in deinem Gebiet sein, um als Berater tätig zu sein“, betont der Consultingprofi. Es gilt auf Augenhöhe mit den Kunden die Veränderungsprozesse in den Unternehmen zu analysieren und dies basiert auf der Expertise im jeweiligen Genre. Spezialisierung als „key factor“, um als Experte im Fachgebiet auftreten zu können. Hierbei sieht Kalmbach den Schlüssel zum erfolgreichen Berater. Früher waren es mehr die Analysten, die im Vordergrund standen, heute sind es mehr denn je die Netzwerker und Problemlöser. Es gilt, dem Kunden ein ganzheitliches Paket zu liefern - weshalb erfahrene Senior Consultants gefragt sind, wie nie zu vor. Die Moderation der Veranstaltung übernahm FH-Prof. Dr. Peter J. Mirski, Leiter MCI Departments Management, Communication & IT. Der Vortrag fand in einer anregenden Diskussion seinen Abschluss. Einladung_Ralf_Kalmbach.pdf{phocagallery view=category|categoryid=912}