Rückblick

Im Dienste der Schönheit.
Im Dienste der Schönheit.
Dr. Andrea Schmoranzer-Jerabek, General Managerin, L’Oréal Luxe ÖsterreichL’Oréal ist Weltmarktführer im Kosmetikbereich mit einem Jahresumsatz von über 25 Mrd. Euro und 90.000 Mitarbeiter/-innen weltweit. Mit rund 30 Millionen verkauften Produkten ist L’Oréal auch in Österreich das führende Kosmetikunternehmen.Frau Dr. Schmoranzer Jerabek ist seit über 20 Jahren bei L’oreal tätig und seit 2006 General Managerin von L’Oréal Luxe Österreich.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1262}
Innovation im Unternehmen.
Innovation im Unternehmen.
Familienunternehmen und Global Player mit digitaler Agenda.Frank Stührenberg, CEO von Phoenix Contact GmbH, Blomberg/DPhoenix Contact ist ein weltweit agierendes Unternehmen mit über 15.000 Mitarbeiter/-innen, das zukunftsweisende Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation anbietet. Phoenix Contact wurde vor über 90 Jahren gegründet und ist ein Familienunternehmen, das verantwortungsvoll die Zukunft mitgestaltet.Frank Stührenberg ist seit 1992 bei Phoenix Contact tätig. 2001 wurde er in die Geschäftsführung berufen und ist seit dem 2015 Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO).>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1258}
Europäische Union am Scheideweg.
Europäische Union am Scheideweg.
Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Mythos & Wahrheit.Mag. Othmar Karas, MEP, Vizepräsident a.D. des Europäischen ParlementsOthmar Karas, MEP, war von 2012-2014 einer der Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments.2009 gründete er das "Bürgerforum Europa 2020", das sich für eine stärkere Beteiligung von Bürgern an der EU-Politik einsetzt und dessen Sprecher er bis heute ist. Der überzeugte Europäer gilt als einer der Architekten der Krisenbewältigung der Europäischen Union und war am Freitag, 19. Mai 2017 im Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends zu Gast am MCI.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1254}
Käsknöpfle und Hochtechnologie.
Käsknöpfle und Hochtechnologie.
Erfolgsstrategien für internationale WettbewerbsfähigkeitMag. Markus Wallner, Landeshauptmann von VorarlbergAm 18. Mai 2017 freute sich das MCI Management Center Innsbruck über den Besuch des Vorarlberger Landeshauptmann, Mag. Markus Wallner.Landeshauptmann Wallner ist in Bludenz geboren, studierte an der Universität Innsbruck Politikwissenschaften und Geschichte und war vor seiner Berufung zum Landeshauptmann unter anderem auch Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag und Landesstatthalter.Vorarlberg ist mit einer Fläche von ca. 2600 km² zwar das zweitkleinste Bundesland Österreichs, jedoch ist es in vielerlei Hinsicht sehr groß bzw. großartig und Vorbild für viele andere Bundesländer. Zahlreiche Vorzeigeunternehmen mit internationaler Bedeutung sind im Ländle angesiedelt und machen das kleine Vorarlberg zu einem der erfolgreichsten Wirtschaftsregionen in Europa.In dem Vortrag von Landeshauptmann Wallner ging eindeutig hervor, dass er stolz auf „sein“ Bundesland ist.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1253}
Europa in der Welt.
Europa in der Welt.
Aleksander Kwaśniewski, Präsident der Republik Polen von 1995 – 2005, WarschauGemeinsam mit der Universität Innsbruck freute sich das MCI über den Besuch und Gastvortrag des langjährigen Präsidenten der Republik Polen.Aleksander Kwaśniewski war einer der führenden Schlüsselfiguren in der europäischen Politik. In der Phase des Umbruchs von der kommunistischen Volksrepublik zum heutigen parlamentarisch-demokratischen Polen nahm er auf Regierungsseite an den Runder-Tisch-Gesprächen teil.Er war Vorsitzender der von ihm mitgegründeten sozialdemokratischen Partei SdRP und konnte sich 1995 in den Präsidentschaftswahlen durchsetzen und wurde am 23. Dezember 1995 Präsident Polens.Kwaśniewski führte Polen 1999 in die NATO und 2004 in die Europäische Union. Während seiner Amtszeit pflegte er zudem besonders gute Beziehungen zu den Präsidenten der polnischen Nachbarländer und mit dem ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma. Kwaśniewski war während der Krise in der Ukraine im November 2004 zusammen mit dem litauischen Präsidenten Adamkus ein wichtiger Vermittler zwischen den Konfliktparteien der sogenannten Orangen Revolution.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1248}
Respekt, Vielfalt, Innovation.
Respekt, Vielfalt, Innovation.
Eine neue Erzählung von Europa.Annette Schavan, Deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, RomAm 11. Mai 2017 konnte die Unternehmerische Hochschule © eine überzeugte Europäerin am MCI begrüßen.Anntte Schavan, langjähriges Mitglied im Deutschen Bundestag und ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland, ist seit 2014 deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl in Rom.Ihr spannender Vortrag „Respekt, Vielfalt, Innovation. Eine neue Erzählung von Europa“ lockte zahlreiche interessierte Studierende und Gäste an.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1247}
Österreichs Rolle in der Welt.
Österreichs Rolle in der Welt.
Sebastian Kurz, österreichischer Bundesminister für Europa, Integration & Äußeres und OSZE-VorsitzenderEin großer Tag am MCI: In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Industriellenvereinigung Tirol konnte im Rahmen der gemeinsamen akademischen Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends und der Unternehmerischen Hochschule® soeben der österreichische Außenminister und aktuelle OSZE-Vorsitzende Sebastian Kurz begrüßt werden.In einer lebhaft und kurzweilig geführten Podiumsveranstaltung mit MCI-Rektor Andreas Altmann stellte sich Außenminister Kurz den Fragen und Diskussionsbeiträgen von Studierenden, Lehrenden, Spitzen der Industrie sowie Freunden und Stakeholdern der Unternehmerischen Hochschule®.Mehr als 800 Gäste profitierten von Informationen und Einschätzungen aus erster Hand zu „Österreichs Rolle in der Welt“, zu Fragen globaler Dimension, der Europapolitik, der internationalen Friedenssicherung, Migration, Integration und der Hausaufgaben, die im In- und Ausland zu erledigen sind. Ein weiteres Highlight in der akademischen Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends und der Unternehmerischen Hochschule®.Außenminister Kurz startete seine Ausführungen damit, dass eine bis dato kaum dagewesene Volatilität und Dynamik Wirtschaft, Gesellschaft und Politik präge. Konflikte in der Ukraine, der Türkei aber auch entfernten Ländern wie Syrien, Afghanistan und Libyen haben weitreichende Auswirkungen auf Österreich. Als exportorientiertes Land, dessen Wohlstand von der wirtschaftlichen Verflechtung und politischen Zusammenarbeit mit anderen Ländern abhängig sei, wirke sich diese Instabilität negativ auf unser Land aber auch auf Europa im Gesamten aus.Auf die Frage nach einem tragfähigen Konzept für die Europäische Union angesprochen, äußert sich der Außenminister als klarer Befürworter des Konzept eines „Europas der Subsidiarität“. Es gebe Bereiche, aus denen sich die Europäische Union nach Ansicht des österreichischen Außenministers wieder zurücknehmen sollte. Denn, so Kurz, die europäischen Staaten seien kulturell, wirtschaftlich und politisch in vielerlei Hinsicht äußerst unterschiedlich geprägt. Dies mache eine zurückhaltende Regulierung in Detailfragen und mehr Autonomie für die Mitgliedsstaaten nötig. In Themen wie der Außenpolitik und dem Grenzschutz sehe er aber die Sinnhaftigkeit einer teilweise sogar noch intensiveren Zusammenarbeit gegeben.Er befürworte zudem eine Erweiterung der Europäischen Union auf den Westbalkan bei Erfüllung der dafür notwenigen Kriterien. Dass diese Länder in einem Spannungsfeld zwischen russischen und europäischen Interessen stünden, sehe er zwar, dies sei aber lösbar. Eine gewisse kulturelle Nähe zu Russland sei dort gegeben, die EU-Perspektive für die Balkanstaaten sollte aber dennoch im Interesse der EU und der betreffenden Staaten aufrecht erhalten bleiben. Gänzlich schließe er derzeit jedoch einen Beitritt der Türkei in die Europäische Union aus. Diese entwickle sich immer weiter weg von demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien mit allen ergänzenden Problemen eines politischen Islamismus, weshalb die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abzubrechen seien. Anstelle dessen solle eine andere Form der gemeinsam zu erarbeitenden Zusammenarbeit als Nachbarn ins Auge gefasst werden. Eine ähnliche Neudefinition der Partnerschaft sei bei aller Unterschiedlichkeit der sonstigen Rahmenbedingungen auch für Großbritannien anzustreben.Abschließend erläuterte der Außenminister seine Sichtweise zum Umgang mit illegalen Migranten/innen in der EU. Er halte es für sinnvoll, die Hilfe vor Ort zu intensivieren. Daher habe er seit Beginn seiner Amtszeit die Mittel des österreichischen Auslands-Katastrophenfonds vervierfacht. Die Ärmsten der Armen, so Kurz, können sich eine Flucht in aller Regel nicht leisten. Daher müsse man vor Ort investieren, die Zukunftsperspektiven verbessern und über Resettlement-Programme legale Wege in einem zahlenmäßig verkraftbaren Ausmaß schaffen. Gleichzeitig müsse man Schleppern die Geschäftsgrundlage entziehen und illegale Migranten/innen nach dem Stopp und der Versorgung an der Außengrenze in ihre Herkunftsländer oder in Asylzentren in sicheren Drittstaaten zurückschicken. Nur so könne man die stetig steigende Zahl der Toten im Mittelmeer und andere furchtbare Auswüchse in den Griff bekommen.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1242}
Nachhaltigkeit als Unternehmensstrategie.
Nachhaltigkeit als Unternehmensstrategie.
Wirtschaftskonzept der Zukunft?Dr. Antje von Dewitz, CEO, VAUDE Sport GmbH, Tettnang/DVAUDE: das steht für die Initialen des Firmengründers, Albrecht von Dewitz, der VAUDE 1974 in einem alten „Hopfensstadel“ gegründet hat. Das Unternehmen befindet sich in zweiter Generation zu 100 Prozent in Familienbesitz der Familie von Dewitz.Die VAUDE Sport GmbH & Co. KG entwickelt, produziert und vertreibt funktionelle Bekleidung für draußen, Rucksäcke und Taschen, Schlafsäcke, Zelte, Schuhe, Campingzubehör.VAUDE steht mit seinen Produkten für Bergsportkompetenz, Innovation und den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur.Seit dem Jahr 2009 ist Frau Dr. Antje von Dewitz CEO des erfolgreichen Unternehmens. Als Geschäftsführerin des modernen Familienunternehmens verbannt sie die Chemie aus den Textilien und hat die Firma ihres Vaters komplett auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Für das soziale und ökologische Engagement hat das Unternehmen schon zahlreiche Auszeichnungen entgegengenommen.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1228}
Die Vereinigten Staaten von Amerika & Europa.
Die Vereinigten Staaten von Amerika & Europa.
Eugene Young, Geschäftsträger an der U.S. Botschaft in WienNachdem Botschafterin Alexa Wesner Österreich verlassen hat, ist Eugene Young seit 17. März 2015 Gesandter der US Botschaft in Wien. Er leitet die US Botschaft, und setzt sich für eine enge und produktive US-österreichische Partnerschaft, sowie für die Vertiefung der Freundschaft zwischen den Menschen in den USA und Österreich ein.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1224}
Die Rettung von Edward Snowden.
Die Rettung von Edward Snowden.
Wenn Information eine globale Bedrohung wird.Robert Tibbo, Menschenrechtsanwalt und Anwalt von Edward Snowden, Hong Kong & MontrealBis zu 300 Studierende wollten den "Retter" von Edward Snowden, Robert Tibbo, persönlich erleben. Er hat den weltberühmten Whistleblower 2013 bei zwei Flüchtlingsfamilien in Hongkong bestens versteckt.Als der gebürtige Kanadier, der seit vielen Jahren in Hongkong lebt und arbeitet, die brechend volle MCI Aula betrat, herrschte von einer Sekunde auf die nächste Stille unter den Studierenden. Jeder Schritt und jede Bewegung des Menschenrechtsanwaltes wurde genau beobachtet. Und als Robert Tibbo anfing, seine unfassbare Geschichte zu erzählen, hingen ihm die Anwesenden regelrecht an den Lippen.>>> Invitation{phocagallery view=category|categoryid=1221}
Entrepreneurship, Innovation & Führung.
Entrepreneurship, Innovation & Führung.
Wie schafft man eine dynamische Organisation.Hap Klopp, Gründer und langjähriger CEO von The North Face®; Vorsitzender von Obscura Digital, San FranciscoAm Dienstag, 21. März 2017, begrüßte die Unternehmerische Hochschule® im Rahmen der Vortragsreihe ihres Absolventenclubs MCI Alumni & Friends mit Hap Klopp, dem Gründer der weltweit bekannten und seit Jahrzehnten erfolgreichen Outdoor-Marke The North Face®, einen Gastvortragenden, der nahezu idealtypisch einen Unternehmer repräsentiert.Vor einem zahlreich erschienenen Publikum erzählte Hap Klopp zunächst von seiner persönlichen Entwicklung, die schon bald nahelegte, dass er als Individualist eigene Entscheidungen treffen und sein eigenes Geschäft führen möchte. Diese Chance bot sich mit der Gründung von The North Face im Jahr 1968, seit Jahrzehnten eine der besten und bestgeführten Outdoor Companies der Welt. Hap Klopp spannte den Bogen von der Gründungszeit bis zur Etablierung, der ständigen Weiterentwicklung und Pflege der erfolgreichen Marke und berichtete auch von Rückschlägen und Hürden eines international erfolgreichen Unternehmens. Besondere Meilensteine waren von Beginn an ständige Innovation und Weiterentwicklung der Produkte, ein ausgeprägter Qualitätsanspruch, („quality is an attitude“), der über ein lebenslanges Garantieversprechen zum Ausdruck kommt, bis hin zum Geheimnis engagierter Mitarbeiter, mit deren Unterstützung die besten Produkte entwickelt werden können: „Don’t tell them how to do it, tell them why“.>>> Invitation{phocagallery view=category|categoryid=1220}
Perspektiven für Österreich.
Perspektiven für Österreich.
Mag. Christian Kern, Bundeskanzler der Republik ÖsterreichEin großer Tag am MCI: In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Industriellenvereinigung Tirol konnte heute im Rahmen der Vortragsreihe „MCI Alumni & Friends“ Bundeskanzler Mag. Christian Kern begrüßt werden. Bereits in seiner Zeit als ÖBB-Vorstandsvorsitzender war Kern zu Gast am MCI. Nun folgte er der neuerlichen Einladung von MCI-Rektor Andreas Altmann.Bundeskanzler Kern startete mit einem klaren Bekenntnis zu Österreich. Vor 10 Monaten zum Bundeskanzler ernannt, wolle er dazu beizutragen, Wirtschaft und soziale Errungenschaften nachhaltig zu sichern und Österreich an die Spitze dieser positiven Entwicklungen zu setzen. Dazu gehöre der unbedingte Wille zur Veränderung.In einem spannenden Vortrag vor Studierenden, Lehrenden, zahlreichen Vertreter/-innen der Industrie sowie Freunden und Partnern des MCI stellte Bundeskanzler Kern sein politisches Konzept für Österreich vor. Die aktuelle Epoche der Veränderungen gründe auf zwei mächtigen Kräften: Globalisierung und Technologieentwicklung. Beide hätten enormen Einfluss auf Wirtschaft und Lebenswelten der Menschen und würden enorme Chancen mit sich bringen. Man müsse aber auch sehen, dass vielen Menschen der Blick auf diese Chancen verloren gegangen sei, ein Umstand, der von manchen politischen Kräften missbraucht werde. Gefordert sei daher eine wirksame gesellschaftspolitische Strategie, welche Solidarität und Gerechtigkeit, aber auch Arbeit und Beschäftigung als Grundlage des Wohlstandes und Schlüssel für zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben in den Mittelpunkt stelle.Aufgabe der Politik sei es, Österreich zukunftsfit zu machen. Dazu brauche es Maßnahmen, die in die Zukunft führen. Als Beispiele nannte er Konzepte zur Energieversorgung, die finanzielle Unterstützung von Startups oder die Beschäftigung älterer Menschen.Abschließend lenkte er den Blick auf die Europäische Union, gegründet als unglaubliches Friedensprojekt und mit 500 Mio. Einwohnern die größte Wirtschaftsregion der Welt. Er ruft dazu auf, sich bei der Weiterentwicklung der EU nicht von Nationalismen leiten zu lassen. Er bekenne sich zu einem starken Österreich in einem starken Europa. Das Europa der Zukunft müsse als ein Europa der Menschen auch die soziale Komponente mitberücksichtigen.Mit einem Zitat von Bob Kennedy – „Wenigen Menschen unserer Generation ist es vergönnt, einen Unterschied zu machen und die Geschichte zu bewegen“ – schließt er seinen Vortrag ab. „Auch einem Bundeskanzler allein ist dies nicht möglich. Aber Erfahrung und Engagement vieler Einzelner bestimmen das Schicksal vieler.“>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1213}
Guantánamo, Wikileaks, Snowden & Modern Society.
Guantánamo, Wikileaks, Snowden & Modern Society.
Wenn die Justiz versagt.Nancy Hollander, International Criminal Defense Lawyer, Albuquerque, New Mexico/USAIm Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends begrüßte die Unternehmerische Hochschule® die international anerkannte Anwältin Nancy Hollander, die bedingt durch ihren Einsatz für jene, die als Staatsfeinde gelten oder des Terrorismus beschuldigt werden in der New York Times als „terrorist lawyer“ bezeichnet wird.Ihren Vortrag beginnt sie mit der ernüchternden Aussage, dass in den Vereinigten Staaten von Amerika 3% aller Menschen inhaftiert sind – mehr als dies beispielsweise in Europa der Fall ist. Auch sogenannte „Whistleblower“, die die Wahrheit oder ein Geheimnis über die Regierung offenbaren, worüber alle Bescheid wissen sollten, werden inhaftiert. Weiteres berichtet sie von ihrem Klienten Mohamedou Ould Slahi, der aufgrund von mutmaßlichen Verbindungen zu al-Qaida in Guantanamo inhaftiert ist. Sein Buch, das sich aus Briefen an sie selbst als seine Anwältin zusammensetzt, wurde erst nach sieben Jahren – zum Teil zensiert – unter dem Titel Guantanamo Diary veröffentlicht. Laut Nancy Hollander wurde er von allen Häftlingen in Guantanamo am schlimmsten gefoltert. Neben dem Umgang der amerikanischen Regierung mit sogenannten „Whistleblowern“ stuft sie auch den Umgang mit der Privatsphäre von Bürgern als äußerst bedenklich ein. Sie geht so weit zu behaupten, dass der Staat durch die Überwachung seine Bürger nicht schützt, sondern ausspioniert.Der Vortrag fand in einer anregenden Diskussion seinen Abschluss.>>> Invitation{phocagallery view=category|categoryid=1219}
Islamische Wirtschaft zwischen Sharia & High-Tech.
Islamische Wirtschaft zwischen Sharia & High-Tech.
Prof. Dr. Cedomir Nestorovic, Professor für Internationales Marketing & Direktor des Executive MBA Asia Pacific an der ESSEC Business School, SingaporeDie MCI Alumni & Friends Veranstaltungsreihe konnte mit einer außergewöhnlichen Veranstaltung Prof. Dr. Cedomir Nestorovic einen ausgezeichneten Vortragenden für das Thema rund um Islamic business gewinnen.Nestorovic, der gerade an der ESSEC Business School in Singapore lehrt, bringt mehrjährige Erfahrung aus den Bereichen Geopolitik und internationales Marketing mit speziellem Fokus auf islamische Ökonomie mit. Überdies ist er Initiator und Keynote Speaker betreffend „islamic marketing“ und der Markenentwicklung an internationalen Konferenzen wie bspw. an der Global Islamic Marketing Conference in Dubai und Abu Dhabi oder an der International Conference on Islamic Marketing and Branding in Kuala Lumpur und London.Hohe Auszeichnung erhielt Nestorovic im Jahre 2012 als ihn die Financial Times für seinen Beitrag zum Lexikon betreffend „Islamic Finance“ zum „Professor of the Week“ kürte.Innerhalb seines Vortrages geht Nestorovic auf unterschiedliche Eigenschaften, Regelmäßigkeiten und zeitliche Veränderungen des islamischen Marktes ein. Zu Beginn nennt er sieben Segmenten, die großen ökonomischen Einfluss auf die gesamtmuslimische Wirtschaft haben. Darunter befinden sich zwei größere Bereiche, zum einen die Nahrungsmittelindustrie (Halal food) und zum anderen die Banken- und Finanzwirtschaft (islamic finance). Diese werden als jene Segmente identifiziert, die mit sehr großem Abstand zu den anderen Bereichen die islamische Wirtschaft beeinflussen. Eine Besonderheit dieser Marktteile stellt die Tatsache dar, dass Marktführer aus westlichen Ländern stammen, wie bspw. Nestle, McDonalds im Nahrungsmittelbereich oder die Western Union Bank im Bereich der Finanzwirtschaft.Überdies, bezeichnet er, den islamischen Markt als exklusiven Markt, welcher in seiner Außendarstellung als ausschließlich zugänglich für Muslime wahrgenommen wird. Diese Exklusivität schränkt die Anzahl an Konsumenten sehr ein, während dessen westliche Produkte das gemeinsame Marktgebiet erschließen. Zukünftig sieht dies Nestorovic als ernstzunehmendes Problem für die islamische Ökonomie, die unter starken Einfluss westlicher Produkte, wie verschiedenste TV-Formate, Nahrungsmittel, etc., steht. Vorrangig neue TV-Formate und neue Medien üben großen Einfluss auf die junge Generation aus und sensibilisieren deren Konsumverhalten gegenüber westlichen Produkten. Facebook und youtube gelten in muslimischen Ländern als die Top-Informationskanäle. Die ursprünglich starke Reglementierung der Medien durch die autoritären Führungsstile der Staaten wird somit ausgehebelt.Die Aufweichung der Sprachbarriere sieht der Vortragende als weitere Schwierigkeit für den islamischen Markt. Vor allem der wachsende Einzug von Englisch und Französisch in Medien verkleinert die Barrieren zu westlichen Produkten. Zudem stehen diese Sprachen interkulturell im direkten Verdrängungswettbewerb mit den Landessprachen wie bspw. arabisch.Zusammenfassend bedeutet dies, dass der islamische Markt vor der großen Herausforderung steht, sich von einem exklusiven Markt hinzu einem inklusiven Markt zu entwickeln. Um diese Schwierigkeit zu bewältigen, sieht Nestorovic vor allem große Möglichkeiten im Bereiche der internationalen Vermarktung.>>> Invitation{phocagallery view=category|categoryid=1218}
Europa und der Euro.
Europa und der Euro.
Mag. Thomas Wieser, Eurogruppen-Koordinator und Vorsitzender der Euro-ArbeitsgruppeIm Rahmen der Vortragsreihe MCI Alumni & Friends durfte die Unternehmerische Hochschule® „Mister Euro“, Thomas Wieser, begrüßen. Dieser beleuchtete in einem eindrucksvollen Vortrag die Auswirkungen der US-Präsidentschaftswahlen, Brexit und Co auf die europäische Wirtschaft und die Währungsunion.Die europäische Union und der Euro – je nach Sichtweise sei dies eine deprimierende aber auch inspirierende Geschichte. Die EU habe in den vergangenen Jahren mit einer Reihe an Krisen zu kämpfen gehabt – von der Finanzkrise, die ihren Ursprung in den USA nahm, zur Schuldenkrise und schließlich zur viel diskutieren Eurokrise. Letztere sei jedoch keine rein innereuropäische Angelegenheit und habe Auswirkungen auf alle Industrienationen. Wieser identifiziert insbesondere die Globalisierung als treibende Kraft hinter ihr. Durch den Eintritt neuer, aufstrebender Märkte in den internationalen Wettbewerb wurden die Mitgliedsstaaten vor große Herausforderungen gestellt. Die Reaktion der EU-Staaten auf diese veränderten Bedingungen sieht Wieser kritisch und als Ursprung der Eurokrise.Hat sich die Währungsunion heute stabilisiert? Laut Wieser sei dies noch nicht der Fall. Gegebenheiten wie die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten oder Großbritanniens „Ja“ zum EU-Austritt stellen die Währungsunion zudem erneut vor große Herausforderungen. Insbesondre der Brexit habe weitreichende Auswirkungen auf die europäische Wirtschaftslandschaft und werde diese nachhaltig prägen – jedoch weder zum Vorteil Großbritanniens noch der EU. Die nächsten Jahre bis zum Austritt der Briten aus der EU im Jahre 2019 erwartet Wieser keine nennenswerten Vorstöße in Richtung zukünftiger Integration und freien Handel. Diese werden viel mehr davon geprägt sein, die Rahmenbedingungen für den Austritt zu verhandeln.Die Ursache für das britische „Ja“ zum EU-Austritt sieht Wieser im EU-Vertrag, der eine Lösung für alle Mitgliedsstaaten nach dem Motto „one fits all“ darstelle. Vielmehr sei es aber nötig, verschiedene Niveaus der EU-Integration – abhängig von Wirtschaftsentwicklung und politischen Zielen der einzelnen Mitgliedsstaaten – anzubieten. Gleichzeitig sieht Wieser insbesondere die Mitgliedstaaten in der Verantwortung, zum Gelingen der Europäischen Union beizutragen.Die anschließende angeregte Diskussion wurde von Univ.-Prof. Dr. Markus Walzl vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte der Universität Innsbruck moderiert und schloss den äußerst gelungenen Vortrag ab.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1215}
Amerikanische Außenpolitik unter Donald Trump
Amerikanische Außenpolitik unter Donald Trump
Walter Russell Mead, Professor für Außenpolitik am Bard College und an der Yale University, Berichterstatter im Bereich Geisteswissenschaften für die Zeitschrift „The American Interest“Im Rahmen der MCI Alumni & Friends-Vortragsreihe „Distinguished Guest“ begrüßte die Unternehmerische Hochschule® kürzlich Walter Russell Mead, James-Clarke-Chace-Professor für Außenpolitik am Bard College und an der Yale University, welcher außerdem als Berichterstatter der Zeitschrift „The American Interest“ aktiv ist. In seinem Vortrag gab Mead Einblicke in die Außenpolitik unter Donald Trump.Laut Mead plant Trump durch die Forcierung von Fracking-Technologien, die Vereinigten Staaten als Energieexporteur voranzutreiben. Dabei erzeuge Fracking eine Vielzahl von Arbeitsplätzen für die Wähler und Wählerinnen Trumps. Arbeiter und Arbeiterinnen, die keine akademische Ausbildung hätten, würden in der Öl- und Erdgasindustrie neue, gut bezahlte Stellen finden. Wie der Berichterstatter von „The American Interest“ erläuterte, wolle Trump neue Pipelines verlegen lassen, um das Erdgas und Öl zu den Raffinerien und Fabriken transportieren zu können. Dadurch würde eine große Anzahl von hoch bezahlten Stellen sowohl für Arbeiter und Arbeiterinnen als auch Angestellte entstehen. All diese Versprechungen des neuen US-Präsidenten geben der Arbeiterklasse, welche mit sinkendem Einkommen und ständigen Aussagen über mangelnde Zukunftsperspektiven konfrontiert sei, neue Hoffnung, so Mead.„Wir wissen nicht, was für ein Präsident Donald Trump sein wird. Wir wissen nicht, was seine politischen Maßnahmen sein werden“, stellte Mead fest. Er erklärte, dass, sollte die USA erneut einen Terroranschlag oder Bedrohungen anderer Art erfahren, Trump beinahe gezwungen wäre, dramatische Handlungen einzuleiten. Dabei betonte der Professor für Außenpolitik des Bard College immer wieder, dass er kein Befürworter Trumps sei und nicht beabsichtige, die Zuhörerschaft davon zu überzeugen, dass die Reaktionen oder Aktionen Trumps eine gute Idee wären. Vielmehr machte er wiederholt deutlich, dass es eine innere Logik gebe, die der Sichtweise Trumps und seiner Wähler und Wählerinnen zugrunde liege, und auch dem, was wir möglicherweise erwarten könnten.Mead schloss seinen Vortrag mit dem Gedanken, dass die neue amerikanische Regierung sich mit großer Wahrscheinlichkeit mehr auf bilaterale Beziehungen innerhalb Europas konzentrieren werde, als eine koordinierte Politik mit der EU zu verfolgen.Moderiert wurde der Vortrag von MCI-Rektor Andreas Altmann. Eine lebhafte Diskussion im Anschluss an den Vortrag von Walter Russell Mead rundete die Veranstaltung ab.>>> Invitation{phocagallery view=category|categoryid=1216}
Arbeitsmarkt & Beschäftigung.
Arbeitsmarkt & Beschäftigung.
Dr. Johannes Kopf, LL.M. Vorstand, Arbeitsmarktservice ÖsterreichIm Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends begrüßte die Unternehmerische Hochschule® den Vorstand des AMS, Arbeitsmarktservice Österreich, Dr. Johannes Kopf. Bei seinem Vortrag skizziert Kopf die Entwicklungen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt in den letzten Jahren und nennt die Faktoren, die die Arbeitslosenquote beeinflussen. Er hebt die Weltwirtschaftskrise 2009 hervor, die den größten Anstieg der Arbeitslosen in den letzten Jahrzehnten zur Folge hatte. Nach einer Erholung des Arbeitsmarktes steigt die Arbeitslosenquote seit 2012 wieder kontinuierlich an und gipfelt in der größten Arbeitslosenquote seit jeher. In einem Bundesländervergleich verdeutlicht er den Unterschied zwischen den Bundesländern im Westen und im Osten Österreichs. So haben Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich eine Arbeitslosenquote unter 6,4 %, während die übrigen Länder alle über 8,2 % liegen. Wien liegt dabei mit 13,6 % weit über dem Schnitt. Die positive Entwicklung in Tirol erklärt er mit dem erfolgreichen Branchenmix, der sich hier etabliert hat. Insgesamt sieht Kopf positiv in die Zukunft, jedoch, fügt er hinzu „sind Prognosen, die die Zukunft betreffen immer schwierig“ (Karl Valentin).Die Moderation der Veranstaltung übernahm Rektor Dr. Andreas Altmann. Der Vortrag fand in einer anregenden Diskussion seinen Abschluss.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1217}
Die islamische Herausforderung.
Die islamische Herausforderung.
Politik zwischen heiligem Krieg und europäischen WertenProf. Dr. Bassam Tibi, Professor emeritus für internationale Beziehungen, Göttingen, Begründer der Wissenschaft der IslamologieIm Rahmen der Vortragsreihe von MCI Alumni & Friends begrüßte die Unternehmerische Hochschule® Professor Dr. Bassam Tibi, emeritierter Professor für internationale Beziehungen an der Universität Göttingen und Begründer der Wissenschaft der Islamologie. Prof. Bassam Tibi, in Damaskus/Syrien geboren und streng islamisch erzogen, kam als 18-Jähriger nach Deutschland und wurde im Laufe seines Studiums stark von europäischen Werten geprägt, wie sie sich insbesondere bei Vertretern der kritischen Theorie wie Adorno, Horkheimer oder Habermas findet. Weitere 20 Jahre später wurde er als Professor an die Cornell University in den USA berufen und sagt heute von sich, dass er amerikanisch denke. Er trenne daher zwischen Wissenschaft und Glauben und spreche nicht als Vertreter des Islam, sondern als Wissenschafter.Der Anteil der Muslime in Europa steigt ständig, zusätzlich verstärkt durch die Migrationsbewegungen der letzten Jahre. Derzeit leben in Europa zwischen 30 und 35 Mio. Muslime, 8 Mio. davon in Frankreich und 6,5 Mio. in Deutschland. Tibi trifft an dieser Stelle die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus: Mit Islam sei die Religion (Iman) gemeint, während sich der Islamismus darauf beziehe, eine Staatsordnung nach islamischen Regeln und Werten zu errichten (Scharia). Die islamische Herausforderung bestehe darin, dass 63 % der in Europa lebenden Muslime Anhänger des Islamismus seien. Dieser weise zwei unterschiedliche Muster auf: Der größte Teil der Islamisten vertrete die friedliche Variante eines institutionellen Islamismus. Die Demokratie werde hier als Vehikel zum Erreichen der islamischen Staatsordnung gesehen. Als Beispiel nennt Tibi die Türkei mit ihrem Präsidenten Erdogan. Daneben gebe es jedoch noch jene Gruppe der Islamisten, die den Dschihad als Konzept zur Erreichung der islamischen Staatsordnung betrachten. Der Dschihad als „heiliger Krieg“ sei also dem Islamismus zuzuordnen und nicht dem Islam an sich.Sowohl der institutionelle Islamismus als auch der Dschihadismus würden die europäischen Werte gefährden. Die Gefahr für Europa würde dadurch verstärkt, dass die europäische Identität nicht durchgängig als „inklusive Identität“ gelebt werde, also einer Identität, die auf gemeinsamen Werten, beruhe, sondern dass die europäische Identität sich im Alltag auch auf die ethnische Abstammung beziehe („exklusive Identität“). Angehörige nicht-europäischer Ethnien hätten es daher schwer, zu einer europäischen Identität zu finden.Der Islamismus werde Europa jedenfalls noch mindestens 20 Jahre beschäftigen. Eine Lösung sieht Professor Tibi in einer Europäisierung des Islams, also einer Anpassung an europäische Werte, verbunden mit einer inklusiven europäischen Identität. Die Unterstützung von Medien, Politik und liberalen Moslems, die sich bei islamistischen Übergriffen und Terrorakten zu Wort melden sollten, sei genauso erforderlich wie eine Erziehung der Kinder im Sinne des Islam, jedoch nach europäischen Werten. Es müsse möglich sein, Moslem UND Europäer zu sein.Die anschließende Diskussion wurde von Claus Reitan, langjähriger Journalist und Medienkenner, mit größter Kompetenz und Professionalität geleitet.>>> Einladung{phocagallery view=category|categoryid=1214}